20. März 2013

VdK fordert endgültige Abschaffung aller Renten-Dämpfungsfaktoren

"Die geringe Rentenerhöhung im Westen ist für die Betroffenen mehr als enttäuschend", das erklärte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, anlässlich heute veröffentlichter Zahlen des Bundesarbeitsministeriums, wonach die Renten zum 1. Juli 2013 im Osten um 3,29 Prozent und im Westen nur um 0,25 Prozent steigen.

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"Angesichts einer Preissteigerungsrate von derzeit 1,5 Prozent verlieren die Rentnerinnen und Rentner im Westen weiter an Kaufkraft. Das ist für die Betroffenen schwer verkraftbar", so Mascher. Seit 2000 sei die Kaufkraft im Osten um knapp 22 Prozent, im Westen um rund 17 Prozent gesunken.

"Die Dämpfungsfaktoren müssen endlich abgeschafft werden. Die Minianpassung im Westen von 0,25 Prozent könnte wesentlich höher ausfallen, wenn Riester-, Nachhol- und Nachhaltigkeitsfaktor entfallen", betont Mascher. Allein der Riesterfaktor verringere die mögliche Rentenanpassung um 0,26 Prozent.

Positiv an der Rentenanpassung Ost sei neben der individuellen Rentensteigerung für die Betroffenen selbst die Steigerung des Rentenwerts auf jetzt 91,5 Prozent des Wertes in Westdeutschland. "Dadurch kommt die mühsame Angleichung der aktuellen Rentenwerte in Ost und West endlich wieder ein Stück voran", so Mascher.

Michael Pausder, Pressesprecher

Schlagworte Pressemeldung | Pressemitteilung | Ulrike Mascher | Rente | Rentenerhöhung | Ostdeutschland | Westdeutschland | Rentensteigerung | VdK-Präsidentin | Osten | Westen

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