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Inklusion stärkt unsere Gesellschaft

Von: Julia Frediani

Inklusion ist ein Menschenrecht. Eine Gesellschaft, die alle Menschen – mit oder ohne Behinderung – mitdenkt, ist nicht nur gerechter, sondern auch innovativer, sozial stabiler und zudem auch wirtschaftlich erfolgreicher. 

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Inklusion nützt uns allen

Für den Sozialverband VdK ist Inklusion kein Modewort und keine Ideologie. Viele der 2,3 Millionen VdK-Mitglieder sind auf eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe im Alltag angewiesen und kämpfen für eine bessere Umsetzung. In Zeiten, in denen Ausgrenzung von Menschen offenbar wieder Teil von politischen Programmen ist, bezieht der VdK deutlich Stellung. VdK-Präsidentin Verena Bentele betont: „Inklusion nützt uns allen.“

Immer häufiger werden Stimmen laut, dass Inklusion ein überflüssiger Luxus sei – zu aufwendig und zu teuer. Diese Behauptung lässt sich leicht widerlegen. Ein Gebäude, das von Anfang an barrierefrei geplant wird, ist langfristig günstiger als andere Häuser, die später altersgerecht umgebaut werden müssen. Produkte, die barrierefrei und daher für alle nutzbar sind, erreichen mehr Kundinnen und Kunden. Und eine Gesellschaft, die niemanden ausschließt und alle mitdenkt, ist gerechter, vielfältiger und widerstandsfähiger.

Verena Bentele steht mit vor der Brust verschränkten Armen an eine Wand gelehnt, blickt ernst zur Seite.

Wer Inklusion ablehnt, lehnt nicht nur die Rechte von Menschen mit Behinderung ab. Er lehnt auch wirtschaftlichen Fortschritt, soziale Stabilität und ein solidarisches Miteinander für eine gute Zukunft ab.

Verena Bentele, VdK-Präsidentin

1,3 Milliarden behinderte Menschen weltweit

Weltweit leben 1,3 Milliarden Menschen mit einer Behinderung. Zusammen mit ihren Familien verfügen sie über eine enorme Kaufkraft. Auch am Arbeitsmarkt ist Inklusion ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Studien zeigen, dass eine bessere Beschäftigung von Menschen mit Behinderung das Bruttoinlandsprodukt nachweislich steigert, die Konsumnachfrage ankurbelt und Investitionen stimuliert. 

Umgekehrt kostet der Ausschluss von Menschen mit Behinderungen aus dem Arbeitsmarkt Volkswirtschaften Milliarden an Euro. In der EU sind rund 9,2 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter aufgrund von Behinderung nicht vollständig im Arbeitsmarkt integriert – ein enormes ungenutztes Potenzial. Unternehmen, die auf Barrierefreiheit und Inklusion setzen, erschließen sich damit einen riesigen Markt – und gewinnen dringend  benötigte Fachkräfte.

Inklusion ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit

Inklusive Schulen fördern nicht nur Kinder mit Behinderungen. Sie stärken soziale Kompetenzen, die Empathie und den Zusammenhalt aller Schülerinnen und Schüler. Zahlreiche Studien belegen: Externer Link:Inklusive Bildung führt zu besseren Lernergebnissen für alle. Und sie kann Kinder und Jugendliche auf eine diverse Arbeitswelt vorbereiten. 

All diese Beispiele zeigen: Inklusion ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Nicht ohne Grund sind die Rechte auf Teilhabe und Inklusion in der Externer Link:UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) als ein völkerrechtlich bindender Vertrag festgelegt. Deutschland hat die UN-BRK unterschrieben. Sie ist im Jahr 2009 in Kraft getreten.

Bentele warnt: „Wer Inklusion ablehnt, lehnt nicht nur die Rechte von Menschen mit Behinderung ab. Er lehnt auch wirtschaftlichen Fortschritt, soziale Stabilität und ein solidarisches Miteinander für eine gute Zukunft ab. Unsere  2,3 Millionen Mitglieder wissen: Eine Gesellschaft, die alle mitdenkt, ist eine Gesellschaft, in der wir alle besser leben. Daher setzt sich der VdK aus Überzeugung seit mehr als 75 Jahren für ein inklusives Miteinander ein.“

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