29. Januar 2021
BEHINDERUNG

Verstehen, was gesagt wird

Fernsehsender testen mit Erfolg neues Angebot „Klare Sprache“

Das Bild zeigt ein Ohr
© Unsplash

Zwei Drittel des Fernsehpublikums verstehen laut WDR-Studie häufig die Sprache im Fernsehen nur schlecht. Dies soll nun verbessert werden. Ein neues Tonformat wurde erfolgreich getestet.

Laute Geräusche, Musik im Hintergrund, und dann spricht noch ein Darsteller undeutlich oder im Dialekt: Selbst Menschen ohne Höreinschränkungen fällt es oft schwer, zu verstehen, was im Fernsehen gesagt wird. Viele haben deswegen ständig die Fernbedienung in der Hand, um den Ton auszusteuern, und manchmal muss man, sofern man nicht live schaut, noch mal zurückspulen, um alles zu verstehen.

Immer wieder beschweren sich Zuschauerinnen und Zuschauer direkt bei den Sendern. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) eine Studie gestartet. Bei einem Online-Test mit mehr als 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde der Originalton von Fernsehproduktionen mit einem technisch aufbereiteten Audiosignal verglichen. Die im Test angebotene Möglichkeit, einen zusätzlichen Tonkanal mit einer leichteren Sprachverständlichkeit auswählen zu können, hat laut WDR mehr als 80 Prozent des Testpublikums gefallen. „Auch mit Blick auf die geforderte Barrierefreiheit unseres Programmangebotes ist dies Anlass genug, ein solches Angebot weiterzuentwickeln“, sagt Wolfgang Wagner, Direktor Produktion und Technik beim WDR.

Beiträge sind abrufbar

Für den Test hat der WDR neun Sendungen mit dem zusätzlichen Audiosignal ausgestattet, darunter auch einen Fernsehfilm und zwei „Tatort“-Folgen. Wer in der ARD-Mediathek in der Suche „Klare Sprache“ eingibt, findet diese zum Teil noch und kann sie anschauen.

Auch die anderen ARD-Sender und das ZDF arbeiten an einer Möglichkeit, dauerhaft ein entsprechendes Angebot zu machen. Der NDR bietet die neue Tonspur zum Teil über DVB-T2 HD an. Wann „Klare Sprache“ Standard wird, ist aber noch offen. Und von den Privat­sendern gibt es bisher leider noch keine entsprechenden Initiativen.

Sebastian Heise

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