25. Januar 2019
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Sozialverband VdK fordert: Familien müssen gestärkt werden

Alleinerziehende und Geringverdiener mit Kindern sollen es künftig leichter haben, finanziell über die Runden zu kommen. Dafür soll das Starke-Familien-Gesetz sorgen. Für den VdK ist dies ein wichtiger Schritt, er reicht aber nicht aus, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen. Was soll sich ändern?

Ein Mutter küsst ihr kleines Kind.
Eltern und Kinder: Wie kann man sie besser unterstützen und ihnen helfen? | © Pixabay

VdK-Forderung zum Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag, der Eltern mit kleinem Einkommen unterstützt, beträgt bisher pro Kind maximal 170 Euro monatlich und ist abhängig von Einkommen und Vermögen der Eltern. Ab Juli 2019 soll der monatliche Höchstbetrag zunächst um 13 Euro angehoben werden. Der Kinderzuschlag wird zusätzlich zu Kinder- und Wohngeld gezahlt.

Es darf nicht sein, dass Familien wegen ihrer Kinder in Hartz IV abrutschen. Aber es besteht weiterhin die Gefahr, dass viele Anspruchsberechtigte den Kinderzuschlag nicht beantragen werden, weil sie ihn nicht kennen oder die bürokratischen Hürden zu hoch sind. Hier müssen Maßnahmen getroffen werden, die einen einfachen Zugang ermöglichen.

VdK-Forderung zum Kindergeld

Das Kindergeld steigt um zehn Euro pro Monat auf 204 Euro für das erste und zweite Kind, vom dritten Kind an auf 210 Euro pro Monat. 2021 soll es nochmals um 15 Euro erhöht werden.

Maßnahmen wie die Erhöhung des Kindergeldes kommen bei Familien, die in Armut leben, nicht an, da sie auf Leistungen wie das Arbeitslosengeld II oder den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden. Um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen, ist ein einheitliches Existenzminimum für alle Kinder nötig. Zudem muss es unbürokratische Hilfen für die Familien geben, die sie am dringendsten benötigen.

VdK-Forderung zu Bildung und Teilhabe

Der persönliche Schulbedarf wird ab kommendem Schuljahr jährlich mit 150 Euro bezuschusst, bisher sind es 100 Euro. Darüber hinaus soll die Nachhilfe finanziell unterstützt werden. Zudem sieht das Gesetz vor, dass die Kosten für gemeinschaftliche Mittagessen für Kita- und Schulkinder aus Familien mit kleinem Einkommen künftig vollständig übernommen werden. Bisher kommen die Familien für Teile des Mittagessens selbst auf. Gleiches gilt für Schülerfahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs: Kindern aus bedürftigen Familien will die Regierung diese Karten zahlen, auch für Fahrten außerhalb des Schulverkehrs.

Teilhabeleistungen müssen deutlich angehoben werden, denn eine Mitgliedschaft in einem Sportverein oder der Besuch einer Musikschule sind mit zehn Euro im Monat nicht möglich. Es muss für mehr Angebote vor Ort gesorgt werden.

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