11. Dezember 2019
VdK-Leitbild für Menschlichkeit

Klares Bekenntnis zu Grundgesetz, Sozialstaat und Werten formuliert

Auf dem Kleinen Bundesverbandstag des Sozialverbands VdK im November wurde ein Leitbild verabschiedet. Darin wird das klare Bekenntnis des VdK zu Menschenwürde und Solidarität formuliert.

Das Bild zeigt die übereinander gelegten Händer verschiedener Menschen unterschiedlichen Alters.
Menschenwürde, Solidarität - das sind Werte, die für den VdK zentral sind. | © Sozialverband VdK

Menschenfeindlichkeit und Hass entstehen, wenn Gruppen in unserem Land wegen ihrer Herkunft, Religion, sozialen Situation oder einer Behinderung ausgegrenzt werden. Das politische Klima in Deutschland hat sich verändert. Rechtspopulistische und nationalistische Strömungen werden stärker. Hetze gegen Minderheiten nimmt zu.

Umso wichtiger ist, dass sich der VdK als starke soziale Organisa­tion mit über zwei Millionen Mitgliedern zu einem Menschenbild bekennt, das unmissverständlich dem Grundgesetz verpflichtet ist. „Die Würde des Menschen ist unantastbar: Das gilt ohne jede Einschränkung. Für rechtes und nationalistisches Gedankengut ist kein Platz im VdK“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele klar.

Ein VdK-Leitbild, das beim Kleinen Bundesverbandstag des Sozialverbands VdK Deutschland von Präsidium und Bundesausschuss einstimmig verabschiedet wurde, fasst die Grundwerte des VdK zusammen. Es wurde vom VdK-Landesverband Hessen-Thüringen formuliert. „Es ist mir eine große Freude, dass dieses Leitbild auch im Bundesverband auf breite Zustimmung stößt“, so VdK-Vizepräsident und -Landesvorsitzender Paul Weimann.

Schutz der Menschenwürde ist zentral

„Wir sind uns unserer Anfänge als Kriegsopferverband sehr bewusst. Die Gründungsgeneration war geprägt von den Folgen eines unmenschlichen Krieges. Von diesen Menschen haben wir die Aufgabe übernommen, für ein friedliches und soziales Miteinander zu kämpfen“, erklärt Bentele. Im VdK-Leitbild heißt es dazu: „Als Lehre aus dieser Zeit (...) ergibt sich der historische Auftrag und die Verantwortung, die Wurzeln dieser Katastrophe – Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus – zu erkennen und deren Ausbreitung entgegenzuwirken.“

Zentral ist der Schutz der Menschenwürde: „Würde bedeutet, nicht ausgeschlossen zu sein und nicht weniger Rechte und Teilhabe als andere zu genießen. Würde bedeutet auch Respekt, soziale Ordnung und Sicherheit.“ Aktuell nehmen soziale und kulturelle Entfremdungsprozesse, Ängste vor Altersarmut und vor dem sozialen Abstieg zu. Viele Menschen fühlen sich verunsichert. Diese Stimmung versuchen extreme Kräfte, sich zunutze zu machen. Der VdK positioniert sich eindeutig: Ost gegen West, Alt gegen Jung, Gesunde gegen Kranke, Deutsche gegen Flüchtlinge – solche Fronten drohen, das Land zu spalten. Dem stellt sich der VdK entgegen. „Wir dürfen den Demagogen nicht das Feld überlassen“, appelliert Bentele an alle VdK-Mitglieder.

Hier finden Sie unser Leitbild:
Wofür wir stehen: Unser Bild von Mensch und Gesellschaft_2019.pdf (137,05 KB, PDF-Datei)

bsc/pst

Schlagworte Sozialverband VdK | VdK | Menschen | Demokratie | Menschenwürde | menschenbild | Grundpositionen | Haltung | Solidarität

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