21. November 2019
RENTENPOLITIK

#Rentefüralle: Gerechtigkeit für Jung und Alt

VdK-Präsidentin Verena Bentele diskutiert beim sozialpolitischen Talk in Berlin mit jungen Politikern über die Zukunft der Rente

Wie geht eine gerechte Rente? Das war die umstrittene Frage auf dem, Rentenbarbecue des VdK. | © Thomas Rosenthal

Der Sozialverband VdK spricht Klartext und überzeugt mit seiner aktuellen Kampagne #Rentefüralle viele Menschen. Das wurde Ende September bei einer Veranstaltung in Berlin deutlich. VdK-­Präsidentin Verena Bentele diskutierte mit Juso-Chef Kevin Kühnert und dem Vorsitzenden der Jungen Union, Tilman Kuban, über die Zukunft der gesetzlichen Rente. Die politischen Kontrahenten signalisierten Zustimmung zu einer Rentenversicherung, in die alle einzahlen. Das ist ein großer Erfolg für den VdK.

Wenn alle in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, haben am Ende auch alle etwas davon. „Wir fordern, dass jeder zum Einzahlen in die Erwerbstätigenversicherung verpflichtet wird: Selbstständige, Beamte und Politiker“, so VdK-Präsidentin Verena Bentele. Alte und junge Menschen müssten sich jetzt und auch in Zukunft auf eine gute Absicherung durch die gesetzliche Rente verlassen können.

Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert ergriff klar Partei für das VdK-Modell. „Ein großes Problem der gesetzlichen Rentenversicherung ist, dass sich viele nicht am Solidaritätsprinzip beteiligen“, sagte er beim sozialpolitischen Talk des VdK. Wegen des demografischen Wandels sei es aber existenziell, dass künftig alle ihren Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten müssen.

Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union, trieben zwei Fragen um: „Wer soll das bezahlen? Bleibt für unsere Generation noch was im Topf?“ Kevin Kühnert, mit 30 Jahren nur zwei Jahre jünger als Tilman Kuban, hatte eine Antwort darauf: „Kein Euro, der in der gesetzlichen Rente in den nächsten zehn Jahren an irgendjemanden mehr ausgezahlt wird, fehlt in den nächsten 30 Jahren“, so Kühnert. Die gesetzliche Rentenversicherung sei nun mal keine Spardose und auch kein Gnadenbrot. Kuban hielt dagegen, dass es künftig auch darum gehen müsse, wie das Verhältnis zwischen eigener Absicherung und staatlicher Leistung gestaltet wird.

Rente: Nicht privat vorsorgen

Dem Ruf nach privater Vorsorge für die Rente erteilte die VdK-Präsidentin eine klare Absage. Wie der VdK von seinen Mitgliedern weiß, können die, die besonders von Altersarmut bedroht sind, gerade nichts für die Rente zur Seite legen. Viele kommen in ihrem Erwerbstätigenleben gerade mal so über die Runden. „Deshalb müssen sich alle, die Pflegekraft genauso wie die Verkäuferin und der Taxifahrer, auf eine anständige Rente im Alter verlassen können“, betonte Verena Bentele. Wer ein Leben lang hart gearbeitet habe, dürfe im Alter nicht mit einer Armutsrente abgespeist werden.

Um die gesetzliche Rente zukunftsfest zu machen, ist für den VdK die dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus bei 50 Prozent unabdingbar. „Die Renten müssen entsprechend den Löhnen steigen, damit künftige Rentnergenerationen nicht weiter abgehängt werden“, so Verena Bentele. Die Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt der VdK vehement ab. Schon heute arbeitet nur eine Minderheit bis zur Regelaltersgrenze. Deshalb entspräche eine weitere Erhöhung dieser Grenze einem Rentenkürzungsprogramm. „Das kann nicht das Angebot der Politik an die Jugend sein“, so die VdK-Präsidentin.

Die Politik müsse die Sorgen der Menschen endlich ernst nehmen. „Der Sozialverband VdK tut das und wird nicht locker lassen, für eine gerechte Rente für alle Menschen zu kämpfen“, sagt die VdK-Präsidentin und ergänzt: „Das Ergebnis unseres sozialpolitischen Talks mit Kevin Kühnert und Tilman Kuban stimmt mich positiv.“

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ikl

Schlagworte #Rentefüralle | Altersrente | Alterssicherung | Altersvorsorge | Sozialverband VdK

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