1. März 2018
PFLEGE

Wie kann man seine Wohnung barrierefrei gestalten?

Je barrierefreier eine Wohnung ist, desto größer ist die Chance, dass ältere Menschen lange selbstständig zurechtzukommen und dort allein wohnen können. Dabei helfen Senioren etwa Alltagsunterstützende Assistenzlösungen, auch AAL genannt, und mehr Barrierefreiheit in der Wohnung. Wir geben Tipps für den Umbau der Wohnung.

Eine alte Frau sitzt an ihrem Schreibtisch und liest.
Viele Senioren und Ältere wollen so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben. | © Pixabay

Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt weiter und damit die Zahl älterer Menschen. Die meisten Senioren möchten im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben, auch wenn sie in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und sich nicht mehr so gut bewegen können oder behindert sind. Beim allein-zu-Hause-Wohnen helfen Alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL). Alltagsunterstützende Assistenzlösungen sind technische Hilfen, die die Lebensqualität von Senioren verbessern. Darunter fallen zum Beispiel Abschaltautomatiken am Herd oder Treppenlifts.

Senioren: Wie sieht eine barrierefreie Gestaltung von Wohnungen aus?

Bei der barrierefreien, behindertengerechten Umgestaltung der Wohnung kann man Stolperfallen wie Bodenschwellen beispielsweise durch Rampen oder Schwellenkeile überbrücken, wenn sie nicht komplett entfernbar sind. Teppiche sollten eine rutschfeste Unterlage und optisch gut sichtbare Kanten haben. Handläufe im Treppenhaus und Flur bringen zusätzliche Sicherheit. Das Bad kann man mit einer bodengleichen Dusche und einem WC mit Stützgriffen oder einem sogenannten Dusch-WC ausstatten.

Automatische Orientierungs- und Nachtlichter, beispielsweise auf dem Flur, am Bettrand und im Bad, schaffen Helligkeit dort, wo der Bewohner sie braucht. Diese Lichter reagieren auf Bewegung. Das trifft auch auf Decken- und Wandleuchten zu, die sich selbstständig ein- und ausschalten, wenn man den Raum betritt oder verlässt.

Senioren und Rentner: Hilfe per Hausnotruf

Für Alleinlebende dürfte ein Hausnotruf sinnvoll sein. Ab Pflegegrad I kann die Pflegekasse die Kosten dafür übernehmen. Mithilfe von modernen Sensoren kann man die Aktivität in der Wohnung überwachen, unter anderem Stürze frühzeitig erkennen und automatisch Hilfe schicken. Dazu werden Bettsensoren, Sensorfußmatten und Sensorfußböden eingesetzt. Spezielle Betten können den Transfer vom Liegen in das Sitzen auf der Bettkante erheblich erleichtern.

Barrierefreie Wohnung: Beratung beim VdK

Wollen Senioren ihre Wohnung umbauen, sollten sie sich vorher ausführlich informieren. Welche Umbaumaßnahmen gibt es? Was muss man im Vorfeld beachten? Was kostet es, die Wohnung barrierefrei und behindertengerecht umzugestalten? Wo gibt es Zuschüsse? Einige VdK-Landesverbände haben eigene Wohnberatungsstellen. Auch zahlreiche VdK-Kreisverbände bieten individuelle Informationen zum Thema Wohnraumanpassung an.

Für viele Senioren zu teuer – der barrierefreie Umbau ihrer Wohnung Für viele ältere Menschen ist ein behindertengerechter, barrierefreier Umbau der Wohnung zu teuer. Der Sozialverband VdK fordert daher, das Wohnen zu Hause im Alter endlich bezahlbar zu machen. Der Bund muss deutlich mehr Mittel für den altersgerechten Wohnungsumbau bereitstellen. Zudem sollten die gesetzlichen Krankenkassen technische Assistenzsysteme bezahlen.

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Schlagworte Senioren | Barriere | Barrierefreiheit | Wohnung | behindertengerecht | Umbau

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