29. März 2021
GESUNDHEIT

Arztbriefe enthalten wertvolle Informationen

Im Arztbrief werden die weiterbehandelnden Kolleginnen und Kollegen über die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen informiert. Patientinnen und Patienten haben das Recht, sich den Inhalt erklären zu lassen.

Ein Mann schreibt einen Brief
© unsplash

Wer eine Fachärztin oder einen Facharzt aufsucht oder zu einer Untersuchung oder Behandlung in einer Klinik war, bekommt hinterher einen Arztbrief. Dieses Dokument ist wichtig, denn es bringt die weiter- oder mitbehandelnde Ärztin beziehungsweise den Arzt auf den neuesten Stand. Es enthält die Krankengeschichte, die Diagnose, die Unter­su­chungs­­ergebnisse sowie einen Vorschlag für die Weiterbehandlung beziehungsweise Therapie.

Der Arztbrief wird mittlerweile häufig nicht mehr per Post geschickt, sondern von der Patientin oder dem Patienten persönlich überbracht. Das spart Zeit und ermöglicht es, nur wenige Tage später die weiterbehandelnde Ärztin beziehungsweise den Arzt aufzusuchen. Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird, sollte zumindest einen vorläufigen Arztbrief mitbekommen.

Der Arztbrief ist Patienteneigentum. Patientin oder Patient können jederzeit die Aushändigung des Dokuments verlangen und haben das Recht, zu erfahren, was drinsteht. Doch es kommt vor, dass der Brief nicht verständlich geschrieben ist oder die Zeit fehlt, um ihn ausführlich zu besprechen. In diesen Fällen kann man sich an die Hausärztin oder den Hausarzt wenden und darum bitten, den Inhalt des Schriftstücks zu erklären.

Alternativ ist es möglich, sich die Informationen im Internet übersetzen zu lassen. Auf dem Onlineportal www.washabich.de überträgt ein Team aus Medizinern und Medizinstudierenden den Arztbrief in eine leicht verständliche Sprache. Der Service ist kostenlos.

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, den Arztbrief zehn Jahre zu archivieren. In Kliniken beträgt die Frist oft bis zu 30 Jahre. Dennoch kann es ratsam sein, selbst eine Kopie davon zu machen, die man immer griffbereit hat. Mit der Einführung der elek­tronischen Patientenakte (ePA) ist das aber vielleicht schon bald Vergangenheit. Seit Januar 2021 können gesetzlich Krankenversicherte die ePA beantragen. In ihr werden persönliche Gesundheitsdaten gespeichert. Auch Arztbriefe zählen dazu. Der Vorteil: Im Notfall sind die Daten wesentlich schneller abrufbar.

ali

Schlagworte Arzt | elektronische Patientenakte

  • Sozialrecht
    Ob Rente, Gesundheit und Pflege, Teilhabe und Behinderung, Leben im Alter oder soziale Sicherung: Der Sozialverband VdK ist für seine Mitglieder ein kompetenter Ratgeber und Helfer in allen sozialrechtlichen Belangen. | weiter
  • Rente
    Der VdK will die Rente zukunftssicher machen und Altersarmut verhindern. Lesen Sie hier alles rund um die Themen Rente, Alterssicherung und unsere rentenpolitischen Forderungen. | weiter
  • Behinderung
    Der VdK setzt sich für gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen ein. Lesen Sie mehr zu Inklusion, Behindertenpolitik und Barrierefreiheit. | weiter
  • Pflege
    Wir finden: Die Situation Pflegebedürftiger und Pflegender muss sich dringend verbessern. Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegepolitik, pflegende Angehörige, häusliche Pflege und Pflegeleistungen. | weiter
  • Gesundheit
    Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das an den Bedarfen der Menschen ausgerichtet ist. Lesen Sie mehr zu Gesundheitspolitik, Prävention, Gesundheitsleistungen, Hilfsmitteln und Versorgung. | weiter
  • Soziale Gerechtigkeit
    Rund 15,3 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das ist fast jeder Fünfte! Der Sozialverband VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit und setzt sich gegen die fortschreitende soziale Spaltung ein. | weiter
  • Frauen
    Frauen erhalten 49 Prozent weniger Einkommen und 53 Prozent weniger Rente als Männer. Der Sozialverband VdK setzt sich für mehr Gerechtigkeit für Frauen ein, kämpft für Gleichberechtigung und Gleichstellung. | weiter
  • Familie
    Wir brauchen Verlässlichkeit für Familien. Der VdK setzt sich unter anderem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, für familiengerechte Arbeitszeiten, den Ausbau der Kinderbetreuung und für ein Rückkehrrecht in Vollzeit. | weiter
  • Reha
    Krankheit, Unfall, Klinikaufenthalt: Die Rehabilitation setzt dort an, wo die Selbstbestimmung eines Menschen gefährdet ist. | weiter
  • Verena Benteles Lichtblicke
    Die neue Tagebuch-Kolumne der VdK-Präsidentin. Positiv und persönlich: Mit ihrer Kolumne 'Verenas Lichtblick' will sie Leserinnen und Lesern, auch in Zeiten von Corona, Hoffnung machen. | weiter
    30.03.2020

Zu hohe Kosten für Medikamente?

Wir sagen Ihnen, was Ihnen laut Sozialrecht zusteht und kämpfen für Ihr Recht. Bundesweit. Jetzt Beratung vereinbaren!

Der VdK
Eine Frau gibt einer anderen Frau zur Begrüßung die Hand. Sie stehen am Eingang eines Gebäudes mit der Aufschrift "VdK Service Point"
Finden Sie mit der Beratungsstellen-Suche die nächste Rechtsberatungsstelle des Sozialverbands VdK - auch in Ihrer Nähe!
Der VdK
Symbolfoto: Zwei Frauen und ein Mann ziehen gemeinsam an einem Seil, an dessen Ende auch jemand zieht.
Wir machen uns stark für soziale Gerechtigkeit. Wir vertreten Ihre sozialpolitischen Interessen und kämpfen für Ihre Rechte. Unsere Stärke: Unabhängigkeit und Neutralität.

Presse
Das Bild zeigt einen Bildschirm, auf dem Googlemail geöffnet ist
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.