25. Juli 2017
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Wie Sie beim Kauf von Medikamenten Geld sparen können

Patienten müssen immer mehr Medikamente aus eigener Tasche bezahlen. Das kann teuer werden, vor allem für Menschen mit chronischen Krankheiten oder Mehrfacherkrankungen. Aber es gibt zum Beispiel günstigere Generika oder Re-Importe von Arzneimitteln, mit denen Patienten Geld sparen können. Auch Preisvergleiche in Apotheken können nützlich sein.

Das Foto zeigt Medikamente, die auf einem Tisch liegen.
Generika können eine günstige Alternative zu herkömmlichen Arzneimitteln sein. | © Pixabay

Seit 2004 verpflichten Krankenkassen Patienten, für verschreibungspflichtige Medikamente eine Zuzahlung zu leisten. Die Zuzahlung hängt ab vom Preis des Arzneimittels und beträgt mindestens fünf, höchstens zehn Euro. Die Zahl zuzahlungspflichtiger Medikamente ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Derzeit gibt es nur noch rund 3.600 Arzneimittel, die ohne Aufpreis zu bekommen sind.

Patienten sollten in die Liste mit zuzahlungsfreien Medikamenten schauen

Doch auch wenn die Auswahl an Arzneimitteln, die Patienten ohne Aufpreis erhalten können, beschränkt ist, sollten Patienten dennoch nachfragen, welche Medikamente zuzahlungsfrei sind. Die aktuelle Liste mit zuzahlungsfreien Medikamenten ist beispielsweise bei Krankenkassen oder dem GKV-Spitzenverband erhältlich. Hat die Krankenkasse aber einen Rabattvertrag mit einem bestimmten Hersteller von Arzneimitteln abgeschlossen, ist die Apotheke verpflichtet, das Arzneimittel dieses Herstellers herauszugeben – außer der Arzt hat es anders verordnet. Patienten sollten den Arzt auf das Thema ansprechen.

Eine günstige Alternative sind Generika. Diese Medikamente dürfen erst dann produziert werden, wenn der Patentschutz ausgelaufen ist. Die Nachahmerprodukte enthalten die gleichen Wirkstoffe wie die Original-Medikamente. Sie tragen einen anderen Namen, haben eine andere Verpackung und sind meist um ein Vielfaches günstiger. Auch zum Thema Generika kann man als Patient seinen Arzt befragen. Schließlich hat dieser auch das letzte Wort. Denn in manchen Fällen hat das Nachahmerprodukt eine etwas andere Wirkung als das Original.

Günstiger Medikamente kaufen: Re-Importe und Preisvergleiche in Apotheken

Sparen lässt sich beim Kauf von Arzneimitteln, die ursprünglich ins Ausland exportiert und dann wieder nach Deutschland zurückgekauft werden. Oft handelt es sich um verschreibungspflichtige Mittel wie Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder Krebsmedikamente. Da diese Arzneimittel im Ausland preiswerter sind, können Apotheken die sogenannten Re-Importe günstiger anbieten. Vom Kauf rezeptpflichtiger Medikamente ohne ärztliche Verordnung im Ausland hingegen raten Experten ab. Dies kann Komplikationen mit dem Zoll bringen.

Arzneimittel mit mehreren Wirkstoffen sind meist teurer als einfachere Präparate. So kombinieren beispielsweise manche Grippemedikamente ein Schmerzmittel mit Vitamin C und Koffein. Experten weisen darauf hin, dass man auch Acetylsalicylsäure (ASS) nehmen und dazu einen Kaffee mit Zitronensaft trinken kann. Oft wird empfohlen, solche Medikamente durch Arzneimittel mit nur einem einzigen Wirkstoff zu ersetzen, zumal manche Zusatzstoffe unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

Und schließlich lässt sich auch durch einen Preisvergleich zwischen Apotheken günstiger einkaufen und Geld sparen. Viele Menschen gehen davon aus, dass rezeptfreie Medikamente in allen Apotheken gleich viel kosten, doch das trifft nicht zu. Es gibt deutliche Preisunterschiede. Man sollte sich also in der Apotheke nach günstigen Medikamente und Sonderaktionen erkundigen. Viele Apotheken bieten Kundenkarten an und gewähren beim Kauf von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten Rabatte. Andere versuchen, die Kunden mit Bonuspunkten und Prämien an sich zu binden.

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Annette Liebmann

Schlagworte Medikamente | Patient | Arzt | Apotheke | sparen

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