4. Mai 2022
VdK-Zeitung

Nichts für schwache Nerven: Verena Bentele über einen Film, der mit vielen Klischees bricht

Seit Jahren wird über das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung diskutiert. Geprägt sind diese Debatten oft von Vorurteilen und einseitigen Rollenbildern. Menschen mit Behinderung werden dabei gern als hilflos und schwach dargestellt. Umso erfrischender ist es, wenn solche Klischees nicht nur in der Realität, sondern auch in der Fiktion verschoben werden.

Im packenden Thriller „See For Me“ wird die Geschichte der jungen Sportlerin Sophie (Skyler Davenport) erzählt, die ihre Karriere als Skifahrerin beenden muss, weil sie erblindet. Ihre Verzweiflung bekämpft sie mit Willensstärke. Vorurteilen begegnet sie mit Selbstbehauptung. Nichts an Sophie entspricht dem Klischee einer schwachen, hilflosen Frau. Sie nimmt ihr Leben in die Hand, sucht sich ungewöhnliche Jobs und nutzt moderne Hilfsmittel, um ihr Leben zu meistern.

Als sie auf das Haus und die Katze einer reichen Frau aufpassen soll, stiehlt sie als Erstes eine teure Flasche Wein. Sie wird damit zur Täterin. Später brechen drei Männer in das Haus ein, schrecken vor einem Mord nicht zurück und machen aus Sophie vermeintlich ein Opfer. Doch die weiß sich zu wehren. Über eine Handy-App wird sie mit der Elitesoldatin Kelly (Jessica Parker Kennedy) verbunden, die für sie das Sehen übernimmt. Als Team besitzen die beiden Frauen mehr Fähigkeiten als die drei Kriminellen zusammen.


See for me - Deutscher Trailer zum Film

Als die junge Athletin Sophie durch eine Krankheit erblindet, wird ihre vielversprechende Ski-Karriere abrupt beendet. Nun schlägt sie sich mit Gelegenheitsjobs bei wohlhabenden Familien durch. Ihr neuester Auftrag: Cat-Sitting in einer abgelegenen Luxusvilla in Upstate New York. Aus dem vermeintlich langweiligen Job wird ein Kampf ums nackte Überleben, als nachts drei skrupellose, brutale Einbrecher in die Villa eindringen.


Sky Davenport, die Darstellerin von Sophie, ist selbst blind. Dadurch bekommt dieser spannende Thriller noch eine weitere Dimension. Denn Inklusion funktioniert nicht nur in der Fiktion, sondern auch in der Realität. Allzu oft werden Menschen mit Behinderung im Film als hilfsbedürftig gezeigt. Und allzu oft werden sie dann auch noch von Menschen gespielt, die keine Behinderung haben.

Inklusion zu Ende gedacht, bedeutet aber, dass Menschen mit Behinderung nicht nur beraten, sondern auch selbst gestalten. So wie Sophie in „See For Me“. Sie besitzen oft viel Mut und Kreativität, denn sie brauchen diese Fähigkeiten, um Hindernisse zu überwinden.

Inklusion ist nichts für schwache Nerven. Dieser spannende Thriller auch nicht.

Info: „See For Me“ ist ab 25. März als Video-on-Demand auf mehreren Plattformen und ab 20. Mai 2022 als DVD und Blu-Ray zu ­kaufen.

Verena Bentele

Schlagworte Inklusion | Film | Thriller | blind | Behinderung

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