Ältere und Pflegebedürftige nicht länger sozial isolieren

  • Kontakt- und Besuchsverbot langsam auflösen
  • individuelle Schutzkonzepte entwickeln
© unsplash


Gerade für ältere und pflegebedürftige Menschen erhöht sich das Risiko, besonders schwer an Covid-19 zu erkranken. Von daher war es richtig und notwendig, diese Personengruppe zu schützen und Besuchsverbote einzuführen. Allerdings sehen wir inzwischen, dass sich diese strikten Bestimmungen negativ auf die psychische Gesundheit vieler Bewohnerinnen und Bewohner von vollstationären Pflegeeinrichtungen auswirken. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Corona wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen. Wir sollten daher das strikte Kontakt- und Besuchsverbot langsam auflösen. Wir dürfen die Schwächsten der Gesellschaft nicht länger sozial isolieren und damit unabsehbare Folgeschäden verursachen.

Da werden langsam auch Grundrechte verletzt, zum Beispiel das Recht auf Ehe und Familie, wenn Ehepartner sich nicht mehr besuchen dürfen. Speziell für ältere und pflegebedürftige Menschen, die kognitive Einschränkungen haben oder an Demenz leiden, sind solche Kontaktverbote nicht verstehbar und können zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen müssen deshalb individuelle Schutzkonzepte entwickeln. Das kann und soll sehr regional unterschiedlich sein. So könnten beispielsweise Einrichtungen Besuchs- und Kontaktorte schaffen, gegebenenfalls auch außerhalb der Einrichtung auf dem Außengelände oder in öffentlichen Bereichen, wo Bewohnerinnen und Bewohner ihre Angehörigen treffen und sehen können. Vielleicht ist es auch möglich, bestimmte Wohnbereiche oder Stationen im obigen Sinne für Besuche von außen zu öffnen. In jedem Fall benötigen Pflegeeinrichtungen hierbei immer ausreichend Schutzkleidung und Desinfektionsmittel für Pflegebedürftige, aber auch für die Besucher.

Wir dürfen aber auch die Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen leben, nicht vergessen. Auch hier braucht es Schutzkonzepte, damit sie nicht komplett sozial isoliert werden. Auch sie brauchen Bewegung und eine Tagesstruktur.“

Pressekontakt: Ino Kohlmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Pressemeldung | Corona | Pflegeheim

  • Presse-Kontakt
    Ihr Kontakt zur Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Sozialverbands VdK Deutschland mit Sitz in Berlin. Journalisten können sich hier in unseren Presseverteiler eintragen. | weiter
  • Presseinformationen
    Unsere Pressemitteilungen und Statements informieren bundesweit über Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK. | weiter
  • Der VdK in den Medien
    Wer berichtet über den Sozialverband VdK? Zu welchen Themen äußern wir uns aktuell in Presse, Radio und TV? Hier finden Sie eine Auswahl aus unserem Pressespiegel. | weiter
    30.11.2020
  • VdK-Zeitung
    Mit einer Auflage von mehr als 1,6 Mio. Exemplaren gehört die VdK-Zeitung zu den größten Mitgliederzeitungen. VdK-Mitglieder erhalten sie zehnmal pro Jahr. | weiter
  • VdK-TV
    Im Videoportal des VdK finden Sie mehr als 100 Filme rund um die Themen Pflege, Gesundheit, Behinderung, Rente, Sozialrecht, Arbeitsmarkt und viele mehr! | weiter
  • Publikationen
    Der Sozialverband VdK bietet wechselnde Publikationen an, die Sie auf dieser Seite direkt online bestellen, in vielen Fällen auch kostenlos herunterladen können. Aktuell: Neuauflage des Pflegeratgebers "Pflege geht jeden an!" - kostenlos für Sie zum Download. | weiter
  • Pressefotos
    Journalisten finden hier Pressefotos in hoher Auflösung und eine Vita der VdK-Präsidentin zum Herunterladen. | weiter
  • Newsletter
    Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht. | weiter

Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de

Presse
Symbolfoto: eine PC-Tastatur mit Symbolen für E-Mail, Telefon und Brief
Ihr Kontakt zur Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Sozialverbands VdK Deutschland mit Sitz in Berlin. Journalisten können sich hier in unseren Presseverteiler eintragen.
Mitgliedschaft
Das Bild zeigt eine Frau an einem Tablet, auf welchem die Beitrittserklärung zum VdK geöffnet ist.
Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im VdK - dem mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands. | weiter

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.