13. Juli 2017
So hilft der VdK

Erwerbsminderungsrente für VdK-Mitglied aus Niedersachsen erstritten

Knapp zwei Jahre hatte es ge­dauert, bis VdK-Mitglied Regine Bredt (Name von der Redaktion geändert) aus Niedersachsen ihren Bescheid über eine befristete ­Erwerbsminderungsrente Ende März 2016 endlich in den Händen hielt. Dank der Unterstützung der VdK-Kreisverbands­geschäftsstelle in Hameln war das Verfahren vor dem Sozial­gericht Hannover erfolgreich.

© FotoHiero/pixelio.de

Erwerbsminderungsrente wegen psychischer Erkrankung beantragt

Im Jahr 2014 beantragte das damals 41-jährige VdK-Mitglied wegen einer psychischen Erkrankung eine Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Doch der Antrag wurde abgelehnt. Da­gegen erhob Regine Bredt ­Widerspruch. Während des Widerspruchsverfahrens ließ die Deutsche Rentenversicherung ein neurologisch-­psychiatrisches Gutachten anfertigen.

Der Gutachter der DRV stellte zwar eine Gefährdung der Erwerbstätigkeit fest. Diese könne jedoch durch eine regelmäßige Behandlung gebessert werden. Daher sei die Versicherte noch „vollschichtig leistungsfähig“. Sie könne also noch mehr als sechs Stunden täglich auf dem sogenannten allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein.

Unabhängiges Gutachten für die Klägerin kostenfrei

Doch Regine Bredt ging es gesundheitlich sehr schlecht. Nach ihrem erfolglosen Widerspruch wandte sie sich hilfesuchend an den VdK-Kreisverband Hameln. „In meinem Zustand war ich dankbar, beim VdK die Hilfe gefunden zu haben, die ich dringend benötigte“, erinnert sich die heute 44-Jährige. VdK-Sozialrechtsreferentin Claudia Hilscher-Meinert klagte für Regine Bredt vor dem Sozialgericht Hannover. Das Gericht forderte unter anderem direkt bei den behandelnden Ärzten die aktuellen Befundberichte an. Nach deren Prüfung gab es ein neues neurologisch-psychiatrisches Gutachten bei einem unabhängigen Gutachter in Auftrag, das für den Kläger kostenfrei ist.

Gutachterin stellt volle Erwerbsminderung fest

Die Gutachterin stellte nach einer persönlichen Untersuchung fest, dass Regine Bredt keine Arbeiten unter betriebsüblichen Bedingungen mehr ausüben könne und voll erwerbsgemindert sei. Nach Vorlage des Gutachtens schlug die DRV einen Vergleich vor: eine volle Erwerbsminderungsrente, rückwirkend zum Februar 2015, befristet bis Ende 2017. Regine Bredt nahm das Angebot an, sodass das Gerichtsverfahren Anfang 2016 zur Zufriedenheit beendet werden konnte.

Lange Verfahren bringen erhebliche psychische Belastung

Die lange Verfahrensdauer und die zum Teil mehrfachen Begutachtungen stellten für Regine Bredt eine erhebliche psychische Belastung dar. Sie hat derweil einen Grad der Behinderung von 60 zugesprochen bekommen. Die alleinerziehende Mutter lernt zurzeit, mit ihrer Erkrankung richtig umzugehen. Sie versucht, in kleinen Schritten das Leben zu genießen, bewusst im Hier und Jetzt zu leben und nicht zurückzuschauen.

Begeistert von der Arbeit des VdK

VdK-Mitglied Regine Bredt ist dem Verband sehr dankbar für die Hilfe. „Ich habe mich von Frau Hilscher-Meinert sehr gut beraten gefühlt und bin begeistert von ihrer Arbeit. Sie hat mir sehr geholfen. Ich kann nur jedem raten, sich bei Problemen schnell an den VdK zu wenden.“

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Symbolfoto: Eine Frau formt mit den Händen ein Dach und hält es schützen über einen Kreis aus ausgeschnittenen Papier-Figürchen
Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im VdK - dem mit bundesweit fast 1,9 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands. | weiter

Sabine Kohls

Schlagworte Erwerbsminderung | Erwerbsminderungsrente | Sozialrecht | Widerspruch | Gutachten | psychische Erkrankung

VdK-Rechtsberatung

Der Sozialverband VdK berät und vertritt seine Mitglieder im Bereich gesetzliche Rentenversicherung, zum Beispiel zum Thema Erwerbsminderungsrente.

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