
Spitzensteuer ab 80.000 Euro? Bentele: „Das ist der falsche Weg“
Statement von VdK-Präsidentin Verena Bentele zum Vorschlag von CDUkurz fürChristlich Demokratische Union-Generalsekretär Carsten Linnemann, die Schwelle für den Spitzensteuersatz auf 80.000 Euro Jahreseinkommen zu verschieben:
„Auch dieses Wochenende hören wir aus Regierungskreisen Vorschläge, die für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen keine dringend benötigte Entlastung versprechen. Stattdessen soll der Spitzensteuersatz auf Einkommen ab 80.000 Euro Jahresbrutto verschoben werden. Diese Maßnahme würde vor allem Besserverdienende über 68.000 Euro begünstigen.
Das erklärte Ziel, die Mittelschicht zu entlasten, wird so nicht erreicht. Der VdK fordert den Grundfreibetrag auf über 15.000 Euro zu erhöhen. Diese Maßnahme würde die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen tatsächlich entlasten und nicht nur Spitzenverdiener. Ganz generell sollte die Bemessung des Grundfreibetrags nicht nur an die Inflation, sondern auch an die explodierenden Lebenshaltungskosten angepasst werden. Denken Sie an Energiepreise, Mieten und Lebensmittel, die Haushalte mit niedrigen Einkommen am härtesten treffen. Eine Erhöhung des Grundfreibetrags würde Millionen Geringverdienern monatlich mehr Netto bringen, die arbeitende Mitte spürbar entlasten und wirklich die soziale Gerechtigkeit in Deutschland stärken.“
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