
Bentele: Zukunftsfähiger Sozialstaat braucht mutiges Umdenken
- Schluss mit der Entsolidarisierung der Bevölkerung
- Plädoyer für einen zukunftsfähigen Sozialstaat
Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt das Beschlusspapier der SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands-Bundestagsfraktion zur Jahresauftaktklausur 2026 mit dem Titel „Zusammen ist unsere Stärke“ ausdrücklich.
„Der Sozialstaat muss mutig neu gedacht werden“
, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Statt die Bürgerinnen und Bürger, die ihn finanzieren, als zu teuer oder faul zu diffamieren, muss Politik Privilegien in den Blick nehmen und darf keinen Generalverdacht schüren. Eine solche Entsolidarisierung gefährdet das Vertrauen in unseren Sozialstaat und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Bentele betont, dass es bei echten Strukturreformen nicht um punktuelle Einsparungen bei einzelnen Gruppen gehen darf, sondern um Maßnahmen, die den Sozialstaat insgesamt zukunftssicher und gerechter machen. Nur so könne verhindert werden, dass bestimmte Teile der Bevölkerung als Sündenböcke herhalten müssen.
Sie hebt hervor, dass das Papier ein klares Bekenntnis zu einem menschlichen und solidarischen Sozialstaat enthalte: „Besonders positiv ist die deutliche Verortung sozialer Politik in Bereichen wie Menschen mit Behinderungen, Gesundheit und Pflege. Dies sind Felder, in denen spürbare Politik für viele Menschen direkt im Alltag gefragt ist anstelle von abstrakten Debatten über eine Stunde Mehrarbeit oder Lifestyle.“
„Statt auf Kürzungen zu setzen, braucht es vernetzte Reformen, die Menschen helfen und Vertrauen schaffen. Das ist nicht nur zukunftsfähiger, sondern stärkt auch das demokratische Vertrauen in diesen Staat“
, so Bentele weiter.
Der VdK setzt sich seit Jahren für einen starken Sozialstaat ein, der Sicherheit bietet, Teilhabe ermöglicht und solidarisch finanziert wird. Wichtig sei, politische Diskussionen so zu führen, dass sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und nicht untergraben.
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