8. November 2018
PFLEGE

Pflegebeiträge steigen: VdK fordert nachhaltige Finanzierung

Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung steigen voraussichtlich zum Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte. Der Sozialverband VdK vermisst ein nachhaltiges Finanzierungskonzept.

Eine Pflegerin reicht einem älteren Mann ein Glas mit Wasser.
Für eine gute Betreuung Pflegebedürftiger braucht es Konzepte. | © imago/Jochen Tack

2019 steigt der Satz zur gesetzlichen Pflegeversicherung voraussichtlich auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder zahlen künftig 3,3 Prozent. Erwartet werden Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro. „Angesichts der steigenden Herausforderungen ist eine Anhebung des Beitragssatzes in der gesetzlichen Pflegeversicherung grundsätzlich nachvollziehbar“, erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie fordert jedoch: „Höhere Beiträge müssen sich in der Qualität der Pflege bemerkbar machen.“

Also zum Beispiel in der Finanzierung von mehr und besser qualifiziertem Personal, das angemessen bezahlt wird. Für die Pflegebedürftigen würde das mehr Zeit und Zuwendung bedeuten.

Keine weitere finanzielle Belastung für Pflegebedürftige

Es dürfe auch nicht nur einfach mehr Geld der Versicherten ins System gesteckt werden, während die Kosten im Pflegefall weiterhin steigen: „Es kann nicht angehen, dass die Pflegebedürftigen immer stärker finanziell belastet werden. Daher sind erhebliche Zuschüsse aus Steuermitteln nötig“, so die VdK-Präsidentin.

Der VdK fordert deshalb ein nachhaltiges Finanzierungskonzept für die Pflege. „Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht nur als Individualrisiko betrachtet werden“, unterstreicht die VdK-Präsidentin.

Auf Dauer müsse die Pflegeversicherung neu gedacht werden, ist Bentele überzeugt: „Das machen die gesellschaftlichen Entwicklungen notwendig, die bei ihrer Einführung nicht absehbar waren.“

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Schlagworte Altenpflege | Pflegebedürftige | Pflegeversicherung | Beitragssatz | VdK

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