25. März 2021
GESUNDHEIT

Salz nur in Maßen genießen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mehr Gewürzen und Kräutern zum Verfeinern von Speisen

Ein Holzlöffel mit Salzkörnern von oben vor einem schwarzen hintergrund
© unsplash

Fünf Gramm pro Tag: Das ist die Salzmenge, die Erwachsene laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht überschreiten sollten. Sie entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel.

Der Grenzwert wird von vielen Deutschen oft überschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kommen Männer im Schnitt auf zehn und Frauen auf gut acht Gramm täglich. Natriumchlorid – so der chemische Name von Salz – steigert Experten zufolge den Blutdruck und erhöht so das Risiko für Herzinfarkt oder Schlag­anfall.

Eine aktuelle Studie des Uniklinikums Bonn zeigt außerdem: Eine salzreiche Ernährung schwächt die Abwehrzellen gegen Bakterien und damit einen wichtigen Baustein des Immunsystems. „Wir haben Freiwillige untersucht, die täglich sechs Gramm Salz zusätzlich zu sich nahmen“, sagt Professor Dr. Christian Kurts vom Institut für Experimentelle Immunologie der Universität Bonn. „Das entspricht etwa der Menge, die in zwei Fastfood-Mahlzeiten enthalten ist – also zwei Burgern und zwei Portionen Pommes frites.“ Nach einer Woche entnahmen die Wissenschaftler ihren Probanden Blut und untersuchten die Granulozyten. Diese Immunzellen wurden deutlich schlechter mit Bakterien fertig, nachdem die Versuchspersonen begonnen hatten, sich salzreich zu ernähren.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Verzehr verarbeiteter Lebensmittel zu reduzieren und die Speisen öfter mit Gewürzen und Kräutern zu verfeinern. „Wenn Speisesalz verwendet wird, sollte mit Jod und Fluorid angereichertes Speisesalz verwendet werden“, so die DGE. Wer seinen Salzverzehr verringern möchte, solle dies am besten in kleinen Schritten tun, um sich an den schwächeren Salzgeschmack zu gewöhnen. Den größten Beitrag zur Speisesalzzufuhr haben laut DGE die verarbeiteten Lebensmittel Brot, Fleisch, Wurst und Käse.

Petra J. Huschke

Schlagworte Ernährung | Geschmack | Essen

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