25. Januar 2018
Themen

Mütterrente für alle Mütter!
VdK kündigt Widerstand gegen Ungleichbehandlung an

Nach den Ergebnissen der Sondierungsverhandlungen soll es nur für Mütter, die vor 1992 mindestens drei Kinder geboren haben, eine Anhebung der Mütterrente geben. Gegen diese Ungerechtigkeit wird sich der Sozialverband VdK zur Wehr setzen.

Alle Mütter müssen nach Auffassung des VdK rentenrechtlich gleich behandelt werden. | © imago/Christian Ohde

Der Großteil der Rentnerinnen, die vor 1992 Kinder geboren haben, würde nach den aktuellen Plänen leer ausgehen, da sie nur ein oder zwei Kinder haben. „Das schafft Mütter erster und zweiter Klasse“, kritisiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung würden nur 2,8 Millionen der insgesamt 9,7 Millionen Rentnerinnen, die derzeit eine Mütterrente beziehen, von der Erhöhung profitieren. „Diese Ungerechtigkeit ist durch nichts zu begründen“, erklärt Mascher. Sie zeigt volles Verständnis für Frauen, die sich fragen: „Warum bin ich mit einem oder zwei Kindern weniger wert?“

Die CSU hatte die volle Angleichung der Mütterrenten an erster Stelle ihrer sozialpolitischen Forderungen im Wahlkampf gesetzt. „Es ist mir unbegreiflich, dass die CSU dieses Verhandlungsergebnis jetzt als Erfolg verkauft“, so die VdK-Präsidentin. Die zu hohe Belastung der Rentenkasse lässt Mascher als Argument nicht gelten: „Die Mütterrente sollte ohnehin aus Steuermitteln finanziert werden. Kindererziehung ist schließlich eine wichtige gesamtgesellschaftliche Leistung.“

Mascher kündigte kräftigen Widerstand des Sozialverbands VdK an, sollten die Pläne zur Mütterrente so umgesetzt werden: „Der VdK hat 1,85 Millionen Mitglieder. Und die können ihren Unmut, wenn nötig, sehr deutlich zeigen.“

Lesen Sie mehr:

Themen
Symbolfoto: ein Blick in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages
Bei den von Union und SPD vereinbarten Eckpunkten der Koalitionsverhandungen vermisst der VdK bei Rente, Pflege und Behinderung grundlegende Verbesserungen. | weiter
24.01.2018 | bsc

Kurswechsel jetzt!
Symbolfoto: Vier Seniorinnen und Senioren sitzen nebeneinander auf einer Bank, ein Rollator steht daneben.
Die gesetzliche Rente muss Altersarmut verhindern und zukunftssicher gemacht werden. Davon profitieren auch künftige Generationen von Rentnerinnen und Rentnern. | weiter

VdK-TV: Frauensache Altersarmut?

Aktuelle Studien belegen: Das Risiko im Alter arm zu sein, steigt besonders für alleinstehende Frauen stetig an. Doch was sind die Gründe dafür? Warum sind Frauen im Alter häufiger von Armut betroffen als Männer?

bsc

Schlagworte Mütterrente | Mütter | Rente | Rentenpunkte | Erziehungszeit | Kinder

Zu wenig Rente?

Wir sagen Ihnen, was Ihnen laut Sozialrecht zusteht und kämpfen für Ihr Recht. Bundesweit. Jetzt Beratung vereinbaren!

Der VdK
Eine Frau gibt einer anderen Frau zur Begrüßung die Hand. Sie stehen am Eingang eines Gebäudes mit der Aufschrift "VdK Service Point"
Finden Sie mit der Beratungsstellen-Suche die nächste Rechtsberatungsstelle des Sozialverbands VdK - auch in Ihrer Nähe!
Der VdK
Symbolfoto: Zwei Frauen und ein Mann ziehen gemeinsam an einem Seil, an dessen Ende auch jemand zieht.
Wir machen uns stark für soziale Gerechtigkeit. Wir vertreten Ihre sozialpolitischen Interessen und kämpfen für Ihre Rechte. Unsere Stärke: Unabhängigkeit und Neutralität.
Presse
Das Bild zeigt einen Bildschirm, auf dem Googlemail geöffnet ist
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.