14. November 2017
Themen

Für ein gutes Leben im Alter -
Forderungen zum 7. Altenbericht

Gemeinsame Resolution des Sozialverbands VdK Deutschland und der Altenberichtskommission, vertreten durch ihren Vorsitzenden Prof. Andreas Kruse

Symbolfoto: Ältere Menschen in einem Park, ein älteres Pärchen sitzt auf einer Bank.
© pixabay.de

Im 7. Altenbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“ wird untersucht, welche Voraussetzungen vor Ort gegeben sein müssen, damit ein gutes Leben im Alter möglich ist. Ein gutes Leben im Alter ist eine Kernforderung des Sozialverbands VdK. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen, die die Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten, aber auch Barrierefreiheit, Pflegestrukturen und altersgerechten Wohnraum inklusive altersgerechter Assistenzsysteme im Blick haben.

Die Lebensqualität im Alter hängt in besonderem Maße von den lokalen Umständen ab. Neben lokaler Beratung und Hilfeplanung sind bezahlbare und barrierefreie Wohnangebote, Begegnungsmöglichkeiten, Verkehr, Nahversorgung und eine örtlich verfügbare gesundheitliche und pflegerische Infrastruktur mit Haus- und Fachärzten und anderen Gesundheits- und Pflegeangeboten notwendig.

Der Sozialverband VdK und der Vorsitzende der Altenberichtskommission, Prof. Andreas Kruse, appellieren an die zukünftigen Koalitionspartner, eine nachhaltige Seniorenpolitik endlich zur Pflichtaufgabe zu machen. Grundlage für ein gutes Leben im Alter ist die kommunale Daseinsvorsorge. Verantwortlich hierfür sind die Kommunen. Denn dort leben die Menschen und dort muss die Teilhabe an der Gesellschaft gefördert werden.

Allerdings ist die finanzielle Situation der Gemeinden regional sehr unterschiedlich. Es gibt deutliche Unterschiede bei der Verschuldung, den Ausgaben und den Einnahmebedingungen. Zudem werden die Schuldenbremse, das Auslaufen der Solidarpaktmittel, die Neuordnung des Finanzausgleichs und die Reduzierung der EUStrukturfondsmittel die kommunalen Handlungsspielräume im Bereich der Daseinsvorsorge weiter einschränken. Schon jetzt lässt sich bei den Gemeinden die Tendenz beobachten, zur Haushaltskonsolidierung Ausgaben für freiwillige Leistungen, Investitionen und Infrastrukturmaßnahmen zu kürzen. Die demografische Entwicklung mit dem Rückgang der Erwerbspersonenzahl und einer zunehmenden Alterung wird nicht ohne Auswirkungen auf die kommunale Daseinsvorsorge gerade strukturschwacher Regionen bleiben.

Die angespannte finanzielle Lage der Kommune wirkt sich unmittelbar belastend auf die soziale Lage der Menschen vor Ort aus. Menschen im Alter zwischen 65 und 85 Jahren, die in Regionen mit geringer Wirtschaftskraft, höherer Arbeitslosigkeit und geringerem Einkommen leben, haben eine vergleichsweise schlechtere Gesundheit, höhere Depressivität, geringere soziale Integration sowie geringere gesellschaftliche Teilhabe.

Die notwendige Übernahme von mehr kommunaler Verantwortung für die Sicherung und den Ausbau der Daseinsvorsorge vor Ort kann nur gelingen, wenn die Handlungsfähigkeit und die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen gestärkt werden.

Zur Stärkung strukturschwacher Regionen fordern der Sozialverband VdK und der Vorsitzende der Altenberichtskommission, Prof. Andreas Kruse, ein gesondertes Daseinsvorsorgeprogramm von Bund und Ländern. Notwendig ist eine neue Gemeinschaftsaufgabe Daseinsvorsorge im Grundgesetz.

Resolution herunterladen:

  • Gemeinsame Resolution des Sozialverbands VdK Deutschland und der Altenberichtskommission, vertreten durch ihren Vorsitzenden Prof. Andreas Kruse Für ein gutes Leben im Alter – Forderungen zum 7. Altenbericht. Datum: 14.11.2017

Schlagworte Altenbericht | Resolution | Seniorenpolitik | Lebensqualität | Leben im Alter | Teilhabe | Senioren

  • Sozialrecht
    Ob Rente, Gesundheit und Pflege, Teilhabe und Behinderung, Leben im Alter oder soziale Sicherung: Der Sozialverband VdK ist für seine Mitglieder ein kompetenter Ratgeber und Helfer in allen sozialrechtlichen Belangen. | weiter
  • Rente
    Der VdK will die Rente zukunftssicher machen und Altersarmut verhindern. Lesen Sie hier alles rund um die Themen Rente, Alterssicherung und unsere rentenpolitischen Forderungen. | weiter
  • Behinderung
    Der VdK setzt sich für gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen ein. Lesen Sie mehr zu Inklusion, Behindertenpolitik und Barrierefreiheit. | weiter
  • Pflege
    Wir finden: Die Situation Pflegebedürftiger und Pflegender muss sich dringend verbessern. Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegepolitik, pflegende Angehörige, häusliche Pflege und Pflegeleistungen. | weiter
  • Gesundheit
    Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das an den Bedarfen der Menschen ausgerichtet ist. Lesen Sie mehr zu Gesundheitspolitik, Prävention, Gesundheitsleistungen, Hilfsmitteln und Versorgung. | weiter
  • Soziale Gerechtigkeit
    Rund 15,3 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das ist fast jeder Fünfte! Der Sozialverband VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit und setzt sich gegen die fortschreitende soziale Spaltung ein. | weiter
  • Frauen
    Frauen erhalten 49 Prozent weniger Einkommen und 53 Prozent weniger Rente als Männer. Der Sozialverband VdK setzt sich für mehr Gerechtigkeit für Frauen ein, kämpft für Gleichberechtigung und Gleichstellung. | weiter
  • Familie
    Wir brauchen Verlässlichkeit für Familien. Der VdK setzt sich unter anderem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, für familiengerechte Arbeitszeiten, den Ausbau der Kinderbetreuung und für ein Rückkehrrecht in Vollzeit. | weiter
  • Reha
    Krankheit, Unfall, Klinikaufenthalt: Die Rehabilitation setzt dort an, wo die Selbstbestimmung eines Menschen gefährdet ist. | weiter
  • Verena Benteles Lichtblicke
    Die neue Tagebuch-Kolumne der VdK-Präsidentin. Positiv und persönlich: Mit ihrer Kolumne 'Verenas Lichtblick' will sie Leserinnen und Lesern, auch in Zeiten von Corona, Hoffnung machen. | weiter
    30.03.2020

Zu wenig Rente?

Wir sagen Ihnen, was Ihnen laut Sozialrecht zusteht und kämpfen für Ihr Recht. Bundesweit. Jetzt Beratung vereinbaren!

Der VdK
Eine Frau gibt einer anderen Frau zur Begrüßung die Hand. Sie stehen am Eingang eines Gebäudes mit der Aufschrift "VdK Service Point"
Finden Sie mit der Beratungsstellen-Suche die nächste Rechtsberatungsstelle des Sozialverbands VdK - auch in Ihrer Nähe!
Der VdK
Symbolfoto: Zwei Frauen und ein Mann ziehen gemeinsam an einem Seil, an dessen Ende auch jemand zieht.
Wir machen uns stark für soziale Gerechtigkeit. Wir vertreten Ihre sozialpolitischen Interessen und kämpfen für Ihre Rechte. Unsere Stärke: Unabhängigkeit und Neutralität.

Presse
Das Bild zeigt einen Bildschirm, auf dem Googlemail geöffnet ist
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.