27. Mai 2013
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So hilft der VdK: VdK-Mitglied bekommt Merkzeichen zuerkannt

Mithilfe des Sozialverbands VdK Mecklenburg-Vorpommern ist es Marina Meister (Name von der Redaktion geändert) gelungen, ihren Anspruch auf das Merkzeichen "GL" durchzusetzen. VdK-Rechtsexperte Andreas Walther unterstützte das fast gehörlose VdK-Mitglied bei der Klage vor dem Sozialgericht Schwerin.

Symbolfoto: Lupe mit Paragraphenzeichen
© Imago

Marina Meister ist so stark schwerhörig, dass sie fast nichts mehr hört. Dazu leidet sie beidseitig an Ohrgeräuschen. Sie hat deshalb links bereits ein Cochlea-Implantat (siehe auch Seite 3). Aufgrund ihres Hörverlustes rechts von 85 Prozent und links von 90 Prozent hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern einen Grad der Behinderung (GdB) von 90 festgestellt. Jedoch versagte es der 1960 Geborenen das Merkzeichen "Gehörlos" (GL).

Damit fand sich Marina Meister nicht ab und legte Widerspruch ein. Doch sie hatte keinen Erfolg und wandte sich an den Sozialverband VdK Mecklenburg-Vorpommern. Mithilfe des VdK-Juristen Andreas Walther klagte sie vor dem Sozialgericht Schwerin gegen das Landesamt, um das Merkzeichen "GL" zu bekommen.

Gehörlos sind nicht nur Hörbehinderte, bei denen Taubheit beidseits vorliegt, sondern auch Hörbehinderte mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit beidseits, wenn daneben schwere Sprachstörungen (schwer verständliche Lautsprache, geringer Sprachschatz) vorliegen. Genau das ist bei Marina Meister der Fall.

Die Befundberichte der behandelnden Fachärzte zeigten, dass selbst durch die Versorgung mit hochwertigen Hörgeräten keine wesentliche Besserung des Sprachverständnisses und Minderung ihres Hörverlustes erzielt werden konnte. Vielmehr habe nach letzter ärztlicher Einschätzung eine Taubheit beidseits mit Hörresten vorgelegen, so Andreas Walther. Durch diese Behinderung ist die Klägerin an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erheblich eingeschränkt. So musste sie bereits trotz ihres relativ jungen Alters aus dem Berufsleben ausscheiden.

Die beim Sozialgericht vorgelegten aktuellen ärztlichen Befunde und Einschätzungen der Situation der Klägerin führten letztlich dazu, dass das Landesamt für Gesundheit und Soziales das Merkzeichen "Gehörlos" (GL) zuerkannte. Marina Meister kann jetzt unter anderem den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei nutzen. Das ist für sie deshalb so wichtig, weil sie auf spezielle ärztliche Hilfe auch außerhalb ihres Wohnortes angewiesen ist, um eine vollständige Ertaubung zu verhindern.

sko

Schlagworte So hilft der VdK | Schwerbehindertenausweis | Schwerbehinderung | Schwerhörigkeit | schwerhörig

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