28. Januar 2022
VdK-Zeitung

Zumutung - VdK-Mitglieder beklagen unnötige Erschwernisse

Viele VdK-Mitglieder sind unserem Aufruf in der Oktober-Ausgabe der VdK-ZEITUNG gefolgt und haben an die Redaktion geschrieben, mit welchen unnötigen Erschwernissen sie im Alter zurechtkommen müssen. In unserem ersten Teil geht es um die Themen Lesbarkeit und Supermärkte.

Das Bild zeigt einen Einkaufswagen im Supermarkt
© Canva / Alexas_Fotos von Pixabay

Einige der Zuschriften betreffen die teilweise nicht vorhandene Rücksichtnahme auf das mit den Jahren schwächer werdende Augenlicht. „Als stark sehbehinderter und eingeschränkt beweglicher Senior mit 77 Jahren und einem Grad der Behinderung von 100 habe ich die größten Schwierigkeiten, die teils viel zu klein geschriebenen und oftmals in einer ungünstigen Höhe angebrachten Fahrpläne im öffentlichen Nahverkehr zu lesen“, schreibt Otto Steigelmann aus Siegsdorf in Bayern.

Ulrike Werner aus dem Schwarzwald hat Schwierigkeiten, die „extrem kleine Schrift“ in Beipackzetteln zu lesen. Über mühselig zu erkennende gelbe Trennstriche in SEPA-Überweisungsformularen ärgert sich Brigitte Leskau aus Eppelheim (Baden-­Württemberg). Mit den Gegebenheiten in Supermärkten hadern Peter Petroff aus Fürth (Bayern) und Brigitte Pohl aus Gelnhausen (Hessen). Der 76-jährige Petroff kann nicht lange stehen und beklagt, dass die früher in vielen Läden vorhandenen Expresskassen für Menschen, die nur wenige Artikel einkaufen möchten, weitgehend abgeschafft wurden. „Nun muss man manchmal lange warten, bis man dran ist“, sagt er. Und Pohl fragt: „Warum ist es im Einzelhandel nicht möglich, Kunden Sitzgelegenheiten anzubieten? Ein Stuhl mit Lehne wäre schon eine große Hilfe.“

Wenig Hoffnung

Sind Lösungen in Sicht? Bei den Packungsbeilagen noch nicht. Zwar kritisieren verschiedene Studien die kleine Schrift, doch die Hersteller haben aufgrund der Vorschriften, welche Angaben in Beipackzetteln enthalten sein müssen, quasi keinen Handlungsspielraum. Erst wenn die Textmengen durch eine Richtlinie verringert werden, lässt sich auch die Schriftgröße von derzeit durchschnittlich acht Punkt erhöhen und eine bessere Lesbarkeit erzielen.

Und hinsichtlich fehlender Stühle und Expresskassen in den Märkten macht die Antwort des Handels­unternehmens Rewe auf unsere Nachfrage wenig Hoffnung: Deren Einrichtung sei „immer eine individuelle Entscheidung der selbstständigen Betreiber“. Aber immer mehr Märkte böten „Self-Scanning- oder Self-Checkout-Kassen an, die besonders beim Kauf nur weniger Artikel eine Option zum traditionellen Kassiervorgang mit Aussicht auf Zeitersparnis darstellen“. Diese Kassen würden von Kunden aller Altersklassen genutzt – auch von Seniorinnen und Senioren.

mib

Schlagworte Leben im Alter | Lesen | Supermarkt

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