2. März 2021
VdK-Zeitung

Hühner als Haustiere: Ein Huhn kommt selten allein

Immer mehr Menschen halten Hennen im Garten und freuen sich über „glückliche“ Eier

Zwei Hühner auf der Wiese
© unsplash

Ob Sängerin Barbra Streisand, Schauspielerin Isabella Rossellini oder Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers – immer mehr Prominente bekennen sich zu ihrem Hobby, Hühner als Haustiere zu halten. Auch viele Bürgerinnen und Bürger hierzulande sympathisieren mit dem Selbstversorger-Gedanken. Neben Tomaten, Salat, Beeren und Äpfeln möchten sie auch eigene Eier essen.

„Hühner zu halten, ist ein Hobby für die ganze Familie“, weiß Stefan Iding vom Kleintierverein Euregio Aalten-Bocholt im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen. Der 51-Jährige kennt die Geflügelzucht von klein auf: „Wir waren Selbstversorger, hatten ein Stück Land mit einem großen Gemüsegarten. Mein Vater züchtete Tauben, und meine Oma hat sich um die Hühner gekümmert.“

Trend zur Nachhaltigkeit

Vor allem für Kinder sei es wichtig, den Umgang mit der Natur zu lernen und zu erfahren, wo Lebensmittel herkommen, betont der Experte. Hühner beim Scharren und Gackern zu beobachten, sie zu füttern, die kleinen Küken schlüpfen und dann aufwachsen zu sehen, davon waren auch seine drei Töchter fasziniert, als sie klein waren, erzählt der Münsterländer.

Der Rassegeflügelzüchter sieht einen Trend zur Nachhaltigkeit, den die Corona-Pandemie verstärkt hat: „Gerade im ersten Lockdown sind viele junge Familien dem Verein beigetreten. Sie wollen sich bewusst ernähren und zum Erhalt alter Haustierrassen beitragen.“

Bevor man sich Hühner anschafft, sollte man sich zunächst von einem Verein vor Ort, der auch Hühner verkauft, beraten lassen. Und es gibt einiges zu beachten: Ein Einzelhuhn fühlt sich unwohl. „Zwei bis drei Hennen sollten es schon sein“, rät Iding. Dass es eine Rangordnung gibt – die Leithenne ist der Boss –, sollte man akzeptieren. Der Tipp des Experten: verschiedene Futterstellen anbieten.

Weiterhin hat sich der Halter um einen angemessenen Stall und Auslauf zu kümmern: „Der Garten muss nicht groß sein. Ein Stein- oder Kiesgarten ist ungeeignet. Im Sommer lieben die Tiere schattige Plätze unter Sträuchern. Ansonsten gibt es keine besonderen Anforderungen.“ Iding selbst gönnt seinen Tieren von Zeit zu Zeit unter Aufsicht Auslauf in seinem gesamten Garten. „Hühner kratzen allerdings die Beete aus. Und wer sie allein lässt, muss damit rechnen, dass ein Bussard angreift.“

Welches Futter schmeckt Hühnern? „Ich füttere überwiegend Pellets, die aus nicht genveränderten Kornsorten zusammengesetzt sind“, sagt der Experte.

Kontakt zum Verein: https://ktv-euregio.eu.

Tipp für Interessierte: Auf der Webseite gibt es einen Hühnerblog, der sich an Laien richtet, mit Live-Webcam zum Stall.

Zuvor Nachbarn fragen

Hahnenkrähen kann für Nachbarschaftsstreit sorgen. Daher sollte man vorher die Nachbarn fragen, ob das Kikeriki als störend empfunden wird. „Einen Hahn sollte man nie vor sieben Uhr morgens aus dem Stall lassen“, sagt der Geflügelhalter. Er empfiehlt, sich beim Verein zu erkundigen, ob er den Hahn notfalls zurücknimmt.

Gibt es Hühnerrassen, die besonders zur Haltung geeignet sind? „Vom kleinsten Huhn der Welt, das Serama, bis hin zum großen Brahma gibt es eine große Bandbreite. Die Hühner müssen zu den Haltungsmöglichkeiten vor Ort passen“, so Iding.

Dass ein Huhn jeden Tag ein Ei legt, wie Willy Fritsch einst in seinem Schlager sang, ist Unsinn. „Ein Rassehuhn legt pro Woche nie so viele Eier wie eine Legehenne, dafür aber auch im höheren Alter noch regelmäßig“, verspricht Stefan Iding. Ein Huhn kann bis zu zehn Jahre alt werden.

Elisabeth Antritter

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Schlagworte Natur | Haustiere

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