12. Januar 2018
Statements

Kommentar des VdK zur Mütterrente und zur Grundrente

CDU/CSU haben heute ihre Sondierungsgespräche abgeschlossen. Zu den Plänen der Sondierer zur Mütterrente äußert sich die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, wie folgt:

„Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt generell, dass in Zukunft auch Mütter das dritte Jahr Erziehungszeit in der Rente angerechnet bekommen, deren Kinder vor 1992 geboren sind. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass diese Neuregelung nur für Mütter gelten soll, die drei oder mehr Kinder zur Welt gebracht haben. Die Erziehungsleistung aller Mütter muss rentenrechtlich völlig gleich behandelt werden. Darüber hinaus fordert der VdK weiterhin einen monatlichen Freibetrag von 200 Euro in der Grundsicherung. Die Mütterrente darf nicht wie bisher vollständig auf die Grundsicherung angerechnet werden.“

Ulrike Maschers Kommentar zu den von den Sondierern beschlossenen neuen Regeln zur Grundrente lautet folgendermaßen:

„Der geplanten Einführung einer Grundrente, mit der die Renten von langjährigen Geringverdienern aufgebessert werden sollen, steht der VdK kritisch gegenüber. Die Zugangsvoraussetzungen sind aus unserer Sicht fern der Lebenswirklichkeit. 35 Jahre Versicherungszeit sind von vielen Menschen, vor allem Frauen, nicht erreichbar. Auch dürfen Langzeitarbeitslose und Erwerbsminderungsrentner nicht ausgeschlossen sein. Sinnvollere Alternativen sind die Einführung von Freibeträgen in der Grundsicherung und die Rente nach Mindesteinkommen, bei der eine Bedürftigkeitsprüfung vermieden wird.“

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Mütterrente | Mütter | Mindesteinkommen | Grundsicherung | Erwerbsminderung

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