17. November 2017
Statements

VdK: Dringender Handlungsbedarf gegen Altersarmut

Nach aktuellen Daten des Europäischen Statistikamtes Eurostat gibt es in Deutschland immer mehr Rentner in der Altersgruppe von 75 Jahren und aufwärts, die von Armut bedroht sind. Die Zahl armutsgefährdeter Rentner in dieser Altersgruppe hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt: Von 593 000 Personen auf 1,3 Millionen in 2016. Diese Daten kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die Zahlen belegen einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf beim Thema Altersarmut. Die Politik muss durch verschiedene arbeitsmarkt- und rentenpolitische Maßnahmen endlich verhindern, dass der Ruhestand zu einem echten Armutsrisiko für immer mehr Menschen wird. Insbesondere Erwerbsminderungsrentner leben wegen der hohen Abschläge oft an der Armutsgrenze. Viele Frauen sind ebenfalls von Altersarmut betroffen. Um der großen Armutsgefährdung von Erwerbsminderungsrentnerinnen und Erwerbsminderungsrentner entgegenzuwirken, müssen die Rentenabschläge von 10,8 Prozent gestrichen werden – für Neu- und Bestandsrentner. Ein zentrales Anliegen muss die vollständige Angleichung der Mütterrenten sein. Gleichzeitig muss es für Leistungen der gesetzlichen Rente, wie beispielsweise die Mütterrente, einen Freibetrag bei der Grundsicherung von 200 Euro geben (wie bei der betrieblichen und privaten Altersvorsorge), damit diese Leistungen bei den Bedürftigen wirklich ankommen. Außerdem brauchen wir eine neu ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik, damit alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ihrer Arbeit und später von ihrer Rente leben können.“

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Altersarmut | Senioren | Rentner | Altersrente | Erwerbsminderung

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