3. September 2018
STATEMENT

Inklusion an Schulen darf nicht vom Wohnort abhängen

Die Bertelsmann Stiftung hat heute eine Studie zur Inklusion an deutschen Schulen veröffentlicht. Danach steigt der Anteil behinderter Kinder, die an Regelschulen lernen. Insgesamt hängt es aber stark von der Art des Förderbedarfs eines Kindes und von seinem Wohnort ab, ob es eine Regelschule besucht. Diese Studienergebnisse kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

"Der Sozialverband VdK begrüßt, dass immer mehr Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam an Regelschulen lernen. Jedoch haben längst noch nicht alle Kinder mit Behinderungen die Chance auf inklusive Bildung. Denn die Studie der Bertelsmann Stiftung macht deutlich, dass die Inklusion an Schulen etwa in südwestlichen Bundesländern geringer ist als in anderen Bundesländern. Es darf nicht vom Wohnort der Familien abhängen ob Kinder die Förderschule oder eine Regelschule besuchen.

Wir brauchen endlich eine bundesweite, verbindliche Gesamtstrategie für inklusive Bildung, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention von Deutschland einfordert. Es braucht einheitliche Zugänge zur inklusiven Bildung, aber auch einheitliche Standards zur Qualifizierung von Lehrern für die Förderung aller Schüler. Die Bundesregierung muss ein Bundesrahmengesetz für inklusive Bildung erarbeiten und Eckpunkte für eine quantitativ und qualitativ gute Schulentwicklung in allen Bundesländern vorgeben. Das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung ist eine Grundvoraussetzung für einen inklusiven Arbeitsmarkt. Ein wichtiger Aspekt schulischer Inklusion ist aber auch eine barrierefreie Infrastruktur."

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Statement
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Schlagworte Behinderung | Inklusion | Bildung | Schule | Förderschule | Regelschule | Teilhabe | Arbeitsmarkt

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