1. September 2022
PRESSE-STATEMENT

VdK-Präsidentin: „Wegfall der Hinzuverdienstgrenze hilft älteren Geringverdienern nicht“

  • Verena Bentele fordert für sie geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten
  • VdK begrüßt leichtere Kombi von Rente und Hinzuverdienst

Die Regierung will laut einem Bericht der Agentur Reuters die Hinzuverdienstgrenzen für alle Arbeitnehmer streichen, die nach einem vorzeitigen Renteneintritt nebenher noch arbeiten. So soll dem Fachkräftemangel begegnet werden. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Das Wegfallen der Hinzuverdienstgrenzen für Frührentner hilft vor allem jenen, die ohnehin schon ordentliche Renten bekommen. Sie können dann den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand besser gestalten. Für sie freut uns diese Regelung, denn der VdK fordert schon lange höhere Hinzuverdienstgrenzen. Nur hilft das nicht Arbeitnehmern in besonders belastenden Berufen und älteren Versicherten, die aufgrund zu geringer beruflicher Qualifikation keine Chancen haben, bis zum Alter von 67 Jahren zu arbeiten. Sie landen in der Arbeitslosigkeit, und es droht ihnen Altersarmut. Ein höherer Hinzuverdienst für Frührentner ist für diese Menschen keine Lösung. Sie brauchen besondere Angebote wie zum Beispiel öffentlich geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten. Für die, die zu krank sind zum Arbeiten, wird eine ausreichend hohe Erwerbsminderungsrente gebraucht.“

Pressesprecherin Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26 163 180, presse@vdk.de

Schlagworte Rente | Hinzuverdienstgrenze | Altersarmut

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