1. September 2020
PRESSE-STATEMENT

Studie zu Hartz-IV

  • Bentele: „Nicht verhungern ist nicht genug!“
  • VdK fordert höhere Regelsätze
© Unsplash


Die Leistungen der Grundsicherung reichen nicht für eine gesunde Ernährung. So steht es in einer aktuellen Studie der Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbands. Der Sozialverband VdK fordert politische Konsequenzen im laufenden Gesetzgebungsverfahren zu den Hartz-IV-Regelsätzen. VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu:

„Dass die Hartz IV-Regelsätze an den Grundbedürfnissen der Menschen vorbeigehen, wissen wir nicht erst seit gestern. Teilhabe ist damit kaum möglich. Jetzt haben wir schwarz auf weiß, dass sie auch für eine gesunde Ernährung nicht ausreichen. Nicht verhungern ist nicht genug! Gerade wenn Kinder keine gesunde Ernährung bekommen, ist das verheerend für ihre Zukunft.“

Um gerade mal sieben Euro pro Monat soll der Hartz-IV-Regelsatz im kommenden Jahr angehoben werden. Und zwar für erwachsene Hartz-IV-Empfänger und Menschen, die Grundsicherung im Alter bekommen oder erwerbsgemindert sind. Der VdK fordert eine neue, transparente Berechnung und eine deutliche Erhöhung der Regelbedarfe, damit sie zum Leben reichen. Verena Bentele: „23 Cent mehr am Tag sind nicht genug, um eine gesunde Ernährung zu garantieren.“

Pressekontakt: Ino Kohlmann, 030 / 92 10 580-401

Arm, abgehängt, ausgegrenzt. Eine Untersuchung zu Mangellagen eines Lebens mit Hartz IV

Studie des Paritätischen Gesamtverbandes

Schlagworte Hartz IV

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