Steigende Eigenanteile in der Pflege stoppen

  • Für eine Pflegevollversicherung
  • Bentele: „Pflege ist eine Gemeinschaftsaufgabe“
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Schlechte Nachrichten für Pflegebedürftige: Die Kosten für die Betreuung in den Heimen in Deutschland steigen immer weiter. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Verbands der Ersatzkassen hervor. Im bundesweiten Schnitt sind inzwischen mehr als 2000 Euro fällig. Die regionalen Unterschiede sind groß: Am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit nun durchschnittlich 2405 Euro. Dagegen ist die Belastung in Sachsen-Anhalt mit 1436 Euro am niedrigsten. Zum Vergleich: die durchschnittliche Altersrente betrug 2018 864€.

Der Sozialverband VdK fordert mehr Tempo von der Politik. VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu:

„Pflege betrifft jeden. Pflege ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir brauchen endlich eine Pflegevollversicherung, die alle pflegebedingten Kosten abdeckt. Schon heute bekommt ein Drittel aller Pflegeheimbewohner Sozialhilfe. Die Eigenanteile in der Pflege müssen endlich sinken. Pflege darf nicht regelhaft zum Ruin führen.“

Die Leistungen der Pflegeversicherung decken die Pflegekosten in den Heimen nicht ab, sie sind seit Einführung der Pflegeversicherung nicht mit der Preisentwicklung mit gestiegen. Hinzu kommen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und die Investitionskosten, die eigentlich die Länder zahlen sollten.

Auch in der ambulanten Pflege steigen die Probleme: ambulante Pflegedienste nehmen keine neuen Patienten mehr auf, für Tagespflegeeinrichtungen gibt es Wartelisten. Die ambulante Pflege geht häufig zu Lasten der Gesundheit und des Einkommens der pflegenden Angehörigen.

„Die Pflegeversicherung muss endlich die Pflegekosten übernehmen – und nicht nur einen Zuschuss. Die zu erwartenden Kosten für eine Pflegevollversicherung wären für die Versicherten und Arbeitgeber über¬schaubar - aber nur dann, wenn die gesetzliche und die private Pflegeversicherung nicht mehr getrennt wären. Außerdem müssen die Länder endlich die Investitionskosten übernehmen.“

Pressekontakt: Ino Kohlmann, 030 / 92 10 580-401

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