8. Oktober 2019
PRESSE-STATEMENT

Sozialverband VdK: E-Fahrzeuge brauchen Warngeräusche

Heute beginnt die „Woche des Sehens“. Begleitet wird sie durch Protestaktionen der Initiative „Elektrisch fahren tut hörbar gut“ des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Der Verband fordert gemeinsam mit weiteren Verbänden wie dem Sozialverband VdK, dass alle E-Fahrzeuge mit einem Warngeräusch ausgestattet werden. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„E-Fahrzeuge können für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, gefährlich sein. Denn anders als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind sie sehr leise, andere Verkehrsteilnehmer überhören sie deshalb oft. Besonders gefährdet sind Menschen mit Behinderungen, Ältere und Kinder. Die Lautlosigkeit der E-Fahrzeuge ist eine enorme Unfallgefahr.

Dem Gesetz nach müssen alle ab Juli 2021 zugelassenen Hybrid- und E-Fahrzeuge ein Warngeräusch erhalten (AVAS: Acoustic Vehicle Alerting System). Aber: Jedes Fahrzeug, das bis dahin ohne AVAS auf die Straßen kommt oder schon dort fährt, muss nicht nachgerüstet werden und darf dauerhaft lautlos fahren.

Das ist aus Sicht des Sozialverbands VdK inakzeptabel, denn lautlose E-Fahrzeuge können für Fußgänger und Radfahrer gefährlich sein. Wir fordern, dass ausnahmslos alle E-Fahrzeuge mit einem AVAS ausgestattet und bereits angeschaffte Wagen nachgerüstet werden. Ganz wichtig ist uns, dass öffentliche Stellen ihre E-Busse und Dienstwagen mit einem Warngeräusch ausstatten lassen. Die öffentliche Hand sollte Aufträge, zum Beispiel den Abschluss von Leasingverträgen, nur an Anbieter vergeben, deren Fahrzeuge ein AVAS haben. Dies sollte ein Kriterium und eine Grundvoraussetzung bei jeder Vergabe öffentlicher Aufträge sein.“

Lesen Sie mehr:

Mehr über die "Woche des Sehens" finden Sie hier.

Unter diesem Link finden Sie eine Liste der regionalen Aktionen, Hintergrundinfos, Pressebilder, Erklär-Film und AVAS-Soundbeispiele.

Mehr über die Initiative "Elektrisch fahren tut hörbar gut" finden Sie hier

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Pressekontakt: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Mobilität | Behinderte | Senioren | Unfall | Sozialverband | Elektrofahrzeug

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