29. November 2021
Presse

VdK: Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit

  • Ampel-Parteien vor der Wirtschaft eingeknickt
  • Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten
Ein Senior sitzt auf einer Parkbank, blickt zu Boden
Macht für sehr viele Rentnerinnen und Rentner einen bedeutenden Unterschied: Die Rentenanpassung fällt kleiner aus als zunächst angekündigt. | © pixabay.de

Nach der Ankündigung des geschäftsführenden Bundessozialministers Hubertus Heil, dass die Renten statt der erwarteten 5,2 Prozent um 4,4 Prozent steigen werden, kritisiert der Sozialverband VdK, dass der Nachholfaktor schon vor der Rentenanpassung 2022 aktiviert werden soll. „Es ist ein Trugschluss, dass der Nachholfaktor mehr Generationengerechtigkeit schafft. Das Gegenteil ist der Fall. Die Ampel-Parteien sind offensichtlich vor dem Druck der Arbeitgeber und wirtschaftsnaher Professoren eingeknickt“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele fest.

„Für diese mag es keinen Unterschied machen, ob es 0,8 Prozentpunkte mehr oder weniger Rente gibt. Aber gerade arme Rentnerinnen und Rentner merken diesen Unterschied sehr wohl in ihrem Geldbeutel, wenn gleichzeitig die Lebensmittelpreise und Heizkosten immer weiter steigen. Auch sie sind somit Verlierer der Corona-Krise. Nach der Nullrunde in diesem Jahr braucht es 2022 eine ordentliche Rentenanpassung, die den Kaufkraftverlust ausgleicht“, fordert Bentele.

„Der Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit: Niedrige Rentenanpassungen von heute führen zu niedrigen Renten von morgen. Fällt also die Rentenanpassung heute niedrig aus, spüren das auch die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner“, betont Bentele. Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die Löhne um 53 Prozent. „Die Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten. Deshalb gilt es endlich die Kürzungsfaktoren wie der Nachholfaktor dauerhaft aus der Rentenformel zu streichen. Sonst werden die Rentner auch in Zukunft abgehängt“, so Bentele.

Der Rentenversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung prognostiziert, dass die Renten um 5,95 Prozent in den neuen und 5,18 Prozent in den alten Bundesländern steigen. Der genaue Wert steht erst im März 2022 fest. Durch den Nachholfaktor werden diese Rentenanpassungen 2022 reduziert. Wie hoch die Reduzierung ist, ist jedoch noch nicht ganz sicher. Laut Bundessozialminister sinkt dadurch die Rentenanpassung 2022 um 0,8 Prozentpunkte.

Pressekontakt: Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26163180, presse@vdk.de

Schlagworte Rente | Nachholfaktor | Rentenerhöhung | Rentenanpassung | Altersarmut

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