2. April 2019
Presse

VdK kritisiert: Armut in Großstädten ist auch Folge steigender Mieten

Die Bertelsmann-Stiftung hat die Studie „Armut in deutschen Kommunen“ vorgestellt. Während manche Kommunen ihre Armutsquote senken konnten, ist dies in Großstädten nicht passiert. Die Quote liegt dort mit 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 10,1 Prozent. Die Studienergebnisse kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die Studie zeigt, dass Armut in Deutschland ungleich verteilt ist und dass besonders große Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern von Armut betroffen sind. Eine der Ursachen für die überdurchschnittliche Armutsquote sind die steigenden Mieten der Großstädter. Wohnen ist ein Armutsfaktor geworden.

Beleg dafür ist auch die hohe Zahl von Wohngeld-Empfängern in Deutschland, die bei über einer halben Million liegt. Die Hälfte davon sind Rentner. Das dürfen wir nicht hinnehmen, wir müssen Armut aktiv bekämpfen. Der VdK fordert daher einen umfassenden Schutz von Mietern: Wir brauchen eine wirksame Mietpreisbremse, gedeckelte Mietsteigerungsraten, die Reduzierung der Umlage von Modernisierungskosten auf Mieter und mehr sozialen Wohnungsbau, der für genügend bezahlbare Wohnungen sorgt.

Wichtig ist dem VdK dabei, den Bedürfnissen von Senioren bei Neu- und Umbauten Rechnung zu tragen und altersgerechte, barrierefreie und bezahlbare Wohnungen zu fördern. Wohnen ist schließlich ein Menschenrecht und ein existentieller Teil der Daseinsvorsorge.

Darüber hinaus müssen wir dafür sorgen, dass die Lebensverhältnisse der Menschen und ihre Lebensqualität überall gleich gut sind. Das gilt für Menschen, die auf dem Land wohnen, aber auch für Großstädter. Es darf nicht sein, dass die urbanen Strukturen Menschen in größere Gefahr bringen, zu verarmen, als dies in kleineren Kommunen der Fall ist.“

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Schlagworte Alterarmut | Armut | Großstadt | mieten | Senioren

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