
Zusatzbeitrag steigt deutlich über drei Prozent
Gesetzlich Versicherte müssen Jahr für Jahr höhere Krankenkassenbeiträge zahlen. Deshalb fordert der Sozialverband VdK ein zukunftsfähiges wirtschaftliches Fundament für die Krankenkassen.

Jede zweite Kasse erhöhte Beitrag zum Jahreswechsel
Bundeskanzler Friedrich Merz und Gesundheitsministerin Nina Warken hatten für das Jahr 2026 stabile Beiträge angekündigt. Auch der GKVkurz fürGesetzliche Krankenversicherung-Schätzerkreis rechnete mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent. Ein Sparpaket der Bundesregierung sollte dies absichern.
Dennoch hat jede zweite Krankenkasse den Externer Link:Zusatzbeitrag zum Jahreswechsel erhöht. Er liegt nun im Schnitt bei 3,36 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Nach Angaben der Krankenkassen reichen die geplanten Einsparungen nicht aus, um die Ausgaben zu decken. Zudem müssen sie ihre gesetzlich vorgeschriebenen Finanzreserven wieder auffüllen.
Der VdK drängt Bund und Länder dazu, sich schnellstmöglich auf ein Finanzierungskonzept für die Krankenkassen zu einigen, um die gesetzlich Versicherten zu entlasten. „Das darf allerdings nicht auf Kosten der Versorgung gehen“
, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie fordert, die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, für die gesetzlich Versicherte aufkommen, gerechter über Steuerzuschüsse zu finanzieren. Zudem müssten sich sehr gut Verdienende mit höheren Beiträgen stärker an der Finanzierung des Gesundheitssystems beteiligen.
Der VdK unterstützt auch die Forderungen nach einem Ausgabenmoratorium, also einem Stopp der dauerhaften Vergütungssteigerungen für die Leistungserbringer wie Krankenhäuser oder ambulante Versorger. Ziel muss es sein, die Ausgaben und die Einnahmen endlich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. „Wer vom Gesundheitssystem in hohem Maße profitiert, sollte auch mehr zu seiner Stabilität beitragen“
, sagt Bentele.



