Kategorie Tipp Gesundheit

Nur sieben Minuten Zeit: Die Arztpraxis gut vorbereitet besuchen

Von: Kristin Enge

In Deutschland dauert ein Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin statistisch gesehen gerade einmal sieben Minuten. Patientinnen und Patienten sollten sich daher optimal vorbereiten, um die kurze Zeit gut zu nutzen.

Bildausschnitt aus einem Arzt-Patientinnen-Gespräch: Ein Arzt im weißen Kittel mit einem Stethoskop um den Hals gestikuliet. Gegenüber sitzt eine Patientin, hat die Hände auf dem Tisch zusammengelegt.
Die durchschnittliche Zeit, die sich Ärzte in Deutschland für eine Behandlung nehmen, liegt bei etwa sieben Minuten. In diesen Minuten müssen Anamnese, Untersuchung und Diagnosestellung erfolgen. Und auch die Dokumentation nimmt Zeit in Anspruch. © volha_r - stock.adobe.com

Wichtige Punkte schriftlich festhalten

Viele Patientinnen und Patienten sind beim Arztbesuch aufgeregt oder fühlen sich überfordert. Das kann dazu führen, dass sie ausschweifen, wichtige Informationen vergessen oder durcheinanderbringen.

Patientenberaterin Carola Sraier aus München empfiehlt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, sich vor dem Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt zu überlegen, welche Punkte besonders wichtig sind und diese schriftlich festzuhalten. „Es geht darum, punktgenau in einem sehr kurzen Moment zu sagen, warum man da ist, was man hat und was man braucht“, sagt sie dort.

Was sollte man vorab notieren?

Auf dem Notizzettel sollte stehen:

  • der Grund des Besuchs,
  • Beschwerden sowie
  • deren Dauer und
  • Auslöser.

Es ist ratsam, Symptome genau zu beschreiben, etwa 

  • wo sie auftreten,
  • wie stark sie sind und
  • wann sie sich verschlimmern. 

Um dies klar benennen zu können, kann es helfen, vorab ein Symptomtagebuch zu führen, rät Sraier. Auch Vorerkrankungen, familiäre Risiken und Unverträglichkeiten sollten vermerkt werden. Wer Fragen hat, sollte auch diese aufschreiben.

Zudem sollten Patientinnen und Patienten wichtige Unterlagen mitbringen, solange sie nicht automatisch in der Externer Link:elektronischen Patientenakte (ePA) verfügbar sind. Dazu zählen eine Liste der eingenommenen Medikamente, Befunde und Laborwerte.

Wer möchte, kann eine Begleitung mitnehmen. Sie kann zuhören, ergänzen und Notizen machen. Fachleute raten den Patientinnen und Patienten, das Gesagte am Ende zusammenzufassen: „Habe ich Sie richtig verstanden, dass ...?“ So lassen sich Missverständnisse noch in der Arztpraxis klären. 

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