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Bentele: „Betroffene müssen in Pflegekommission mitreden“

  • VdK fordert Sitz für Betroffenenverbände in der neuen Pflegekommission
  • Häusliche Pflege darf bei der Reform nicht vernachlässigt werden

Zum Entschluss des Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann, eine Pflegekommission einzurichten, erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele: 

„Wieder soll eine Kommission richten, was die Politik allein nicht klären kann. Nichts gegen Kommissionen, aber nur, wenn neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Verbandsvertreterinnen und -vertreter mit am Tisch sitzen.

Die bisherigen Reformvorschläge in den Bereichen Gesundheits- und Rentenpolitik haben für erhebliche Verunsicherungen in der Bevölkerung gesorgt. Das darf im sensiblen und fragilen Bereich der Pflegepolitik nicht noch einmal passieren. Nach Jahren kurzlebiger Reformen und kleinteiliger Nachbesserungen braucht es endlich eine tragfähige und langfristige Lösung.

Besonders wichtig ist, dass der große Anteil der Menschen, die zu Hause gepflegt werden, nicht vernachlässigt wird. Während die Pflegeheime in einem solchen Gremium erfahrungsgemäß gehört werden, drohen pflegende Angehörige und häuslich Versorgte unterzugehen. Der Sozialverband VdK Deutschland macht sich für 5,7 Millionen Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen stark. Sie müssen in dieser Kommission vertreten und gehört werden.

Der VdK setzt sich für eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung ein. Die kommende Pflegereform darf Versicherte nicht einseitig belasten. Der Bund muss endlich auch hier seiner Aufgabe gerecht werden und die Kosten für gesamtgesellschaftliche Leistungen übernehmen. Eigenanteile müssen begrenzt werden, um das weit verbreitete Armutsrisiko durch Pflege anzugehen und zu beheben. Der VdK fordert immer wieder: Pflege darf nicht arm machen. Darüber hinaus setzt sich der VdK für eine einheitliche Pflegeversicherung für alle Versicherten ein.“

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