Weniger Geld für KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“: VdK kritisiert Kürzungen
Fördertopf leer, Bedarf riesig: Die KfWkurz fürKreditanstalt für Wiederaufbau-Förderung für altersgerechten Umbau war schon Ende Juli ausgeschöpft. Der VdK warnt vor geplanten Kürzungen trotz des hohen Bedarfs.

Antragsstopp: Fördergelder bereits ausgeschöpft
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat alle Ministerien zu Kürzungen aufgerufen. Allein im Etat des Bauressorts sollen mehr als eine Milliarde Euro gespart werden. Vom Rotstift bedroht ist auch das Programm Externer Link:„Altersgerecht Umbauen“ der staatlichen Förderbank KfWkurz fürKreditanstalt für Wiederaufbau, obwohl der Bedarf und die Nachfrage riesig sind.
Für VdK-Präsidentin Verena Bentele wäre eine Kürzung völlig unverständlich. „Bis zu 6250 Euro können Eigentümer und Mieter mit dem Programm für einen barrierearmen Umbau erhalten. Seit April hatte der Bund insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es gibt nun allerdings einen Antragsstopp, weil die Fördergelder bereits seit Juli ausgeschöpft sind.“
Ministerium plant drastische Kürzung der Fördergelder
Trotzdem plant das Bundesbauministerium, die Förderung im kommenden Jahr auf sechs Millionen und im Jahr 2028 auf nur 1,5 Millionen Euro zu kürzen. Dies sei das faktische Aus eines erfolgreichen Programms, kritisiert Bentele. Aus Sicht des VdK ist das Programm ein ganz zentrales Instrument, um bestehenden Wohnraum barrierefrei umzubauen und damit ein selbstbestimmtes Leben im Alter oder mit Behinderung zu ermöglichen. Hunderttausende geförderte Wohneinheiten in den vergangenen Jahren belegen den großen Bedarf und den nachhaltigen Nutzen dieses Programms.
„Angesichts des demografischen Wandels und eines massiven Mangels von mehr als drei Millionen barrierefreier Wohnungen braucht es statt einer Kürzung vielmehr eine deutliche Aufstockung der Mittel“
, so Bentele.
Nach Einschätzung des VdK ist ein Fördervolumen von mindestens 390 Millionen Euro erforderlich, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.