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Informationen zur Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Verena Bentele 2015

Auf dieser Seite möchten wir künftig ausgewählte, für unsere Arbeit relevante Beiträge der Behindertenbeauftragten Verena Bentele wiedergeben.

Verena Bentele trifft Kanzlerin Angela Merkel

Am 5. März 2015 war Verena Bentele zu Gast bei Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese zeigte sich sehr interessiert an den aktuellen Vorhaben und Anliegen der Behindertenbeauftragten.

Gespräch zwischen Bundeskanzlerin und Behindertenbeauftragter© Kanzleramt

In entspannter Gesprächsatmosphäre tauschten sich die beiden über die im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vereinbarte Reform der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung aus. Verena Bentele sprach auch das Thema Entschädigungsfonds für missbrauchte Heimkinder mit Behinderung an. Bisher müssen die Betroffenen, die als Kinder oder Jugendliche in Heimen der Behindertenhilfe misshandelt wurden, noch immer auf eine Entschädigung warten. Die Kanzlerin sicherte zu, sowohl die geplante Reform als auch die Entwicklungen um den Entschädigungsfonds im Blick zu behalten und zu begleiten.

Das hat mit Menschenwürde nichts zu tun

Berlin (kobinet) "Das hat mit Menschenwürde nichts zu tun", so titelt die Mittelbayerische Zeitung ein Interview mit der Bundesbehindertenbeauftragten Verena Bentele zur derzeitigen Praxis der Anrechnung des Einkommens und Vermögens im Rahmen der Eingliederungshilfe. Die Beauftragte setzt sich für die längst überfällige Reform des Gesetzes und die Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes ein.
"Mir ist wichtig, dass Leistungen für Behinderte unabhängig von Einkommens- und Vermögensgrenzen bezahlt werden. Wenn Menschen mit Behinderung, die einen hohen Assistenzbedarf haben, nicht mehr als 2.600 Euro auf dem Konto haben dürfen, dann können sie keine Rücklagen bilden, nicht für Auto, Urlaub, Wohnung oder für die Ausbildung der Kinder sparen. Zudem wird noch das Einkommen des Partners angerechnet. Das alles hat mit Menschenwürde und einem selbstbestimmten Leben nichts zu tun", erklärte Verena Bentele u.a. im Interview mit Reinhard Zweigler von der Mittelbayerischen Zeitung.
Ottmar Miles-Paul, 18. Februar 2015

Gesellschaft braucht Vielfalt

Verena Bentele© Archiv

Berlin (kobinet) "Unsere Gesellschaft braucht Vielfalt" - das war die Botschaft der Bundesbehindertenbeauftragten heute in Berlin, als sie mit Teilnehmenden aus Politik und Zivilgesellschaft der Opfer der "Euthanasie"-Verbrechen im Nationalsozialismus gedachte und einen Kranz am Mahnmal in der Tiergartenstraße 4 niederlegte. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden etwa 260.000 Menschen wegen ihrer Behinderung ermordet und ungefähr 400.000 zwangssterilisiert.
?Jeder einzelne dieser Menschen war einzigartig und besonders. 70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ist das Erinnern an sie wichtiger denn je. Nur wenn wir unsere Vergangenheit kennen und verstehen, können wir auch die Verantwortung für unsere Zukunft übernehmen - und eine Zukunft hat unsere Gesellschaft nur durch Vielfalt. Deshalb müssen wir Diskriminierungen jeglicher Art verhindern und die Würde eines jeden Menschen achten", so Verena Bentele.
Zu einer Gedenkveranstaltung in der Topographie des Terrors hatte die Behindertenbeauftragte eingeladen und mehr als 100 Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft begrüßt. Musikalische und szenische Beiträge sowie eine Rede von Priv.-Doz. Dr. Thomas Beddies vom Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité erinnerten an die systematische Ermordung von kranken und behinderten Menschen.

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  1. Im Gespräch | © Kanzleramt
  2. Portr't Bentele | © Archiv

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