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Die Erfolge auf unserer Seite "Barrierefreiheit" sind Ergebnisse
vieler Jahre fleißiger und zielgerichteter ehrenamtlicher
Arbeit. Jeder kleiner Erfolg ist ein Mosaikstein dafür, dass
unsere Gesellschaft für alle, ob jung oder alt, behindert oder
nicht behindert angenehmer wird.
Aktuelle Informationen zu diesem langen und beschwerlichen Weg,
kleine Wegweiser, Initiativen und auch kleine Teilerfolge dazu
lesen Sie auf dieser Seite. Wenn Sie Hinweise haben sollten, dann
schreiben Sie uns unter:
kv-nordthueringen@vdk.de
.

Hier finden Sie auch unsere Behindertenvertreter
Die VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit stellt sich vor

.© VdK Kv
NTh
Im Jahr 2011 bekam die Beratungsstelle für Wohnraumanpassung
und technische Hilfen in Frankfurt/M ihren neuen Namen und
heißt nun VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit. Im Jahr
2012 glänzt sie auch mit einem neuen Internetauftritt. Es
lohnt sich, hier einmal rein zu klicken - egal ob man Hilfe bei der
Pflege von Menschen mit Behinderungen braucht oder ob man als
öffentliche Einrichtung die Aufwertung mit der VdK-Plakette
"barrierefrei erbau" erreichen möchte.
Also klicken sie einmal [hier].
"Menschenrechte - nicht mehr
und nicht weniger!"
Der Sozialverband VdK Deutschland übernimmt im Jahr 2012 den
Vorsitz im Deutschen Behindertenrat (DBR). Die symbolische
Staffelübergabe an VdK-Präsidentin Ulrike Mascher fand
bereits am 2. Dezember statt. Lesen Sie jetzt den
Veranstaltungsbericht auf der Website des Deutschen Behindertenrats
mit einem Klick [hier]
Am Panorama-Museum fehlt nur noch ein Geländer
Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises und
VdK-Fachfrau für Barrierefreiheit Goldi Morcinek zieht im
TA-Gespräch Bilanz jahrelangen Kampfes für den Abbau von
Barrieren
Um den gesamten Kyffhäuserkreis touristisch aufzuwerten, muss
auch die Barrierefreiheit in Zukunft einen höheren Stellenwert
erhalten. Vieles wurde in diese Richtung bereits unternommen. Dem
gingen aber lange Kämpfe voraus.
Bad Frankenhausen. "Der VdK forderte am Kyffhäuserdenkmal seit
zwölf Jahren Barrierefreiheit", erzählt Goldi Morcinek,
die Behindertenbeauftragte des Kreises. Der lange Atem hatte
schließlich Erfolg. Im März 2007 wurde die Rampe
eingeweiht, die den Besuchern des Kyffhäusers im Rollstuhl
Zugang zur Hochterrasse am Denkmal ermöglicht. 2010 wurde eine
weitere Etappe gemeistert. Die Stützwand von der Ringterrasse
bis zum so genannten Erfurter Tor am Denkmal wurde auf einer
Länge von 110 Metern saniert und die Zufahrt von der
Ringterrasse bis zur Grundterrasse grundhaft ausgebaut. Es entstand
auf einer Länge von 370 Metern eine neue Straße, die
gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer, wenn sie gut trainiert
sind, nutzen können. Auch ein Behinderten- WC sowie einen
Wickelraum gibt es nun. Ein Geländer an den Treppen hoch zum
Kaiser wird ebenfalls kommen. "Ich freue mich zudem auf den
GeoLift", sagt Morcinek.

Werner Tübkes weltberühmtes Gemälde ist bequem und behindertengerecht per Fahrstuhl zu erreichen. Weil jedoch vor dem Panorama-Museum ein Geländer fehlt, muss manch älterer Besucher hier bei den Skulpturen Halt suchen
Als "optimal gelöst" empfindet Goldi Morcinek den Anbau des
Regionalmuseums in Bad Frankenhausen, das über einen
behindertengerechten Zugang verfügt und mit dem Prädikat
"Barrierefrei erbaut" versehen wurde. Als zu einer Veranstaltung
ein Elternpaar mit ihrem behinderten Sohn kam, zeigten sie sich
überglücklich und mit Tränen in den Augen. "Das war
auch für mich ein tolles Erlebnis", erzählt Goldi
Morcinek. Im Panorama-Museum in Bad Frankenhausen steht ein
Behindertenparklatz zur Verfügung, das Erdgeschoss mit
Toiletten und Café ist barrierefrei. Zudem können
gehbehinderte Besucher mit einem Fahrstuhl bis zum Rundbild
gelangen. Ein Geländer für die drei Stufen im
Außenbereich gibt es allerdings nicht. Das soll laut Silke
Krage, der Pressebeauftragten, bis Ende des Jahres kommen. Für
Goldi Morcinek ist das fehlende Geländer allerdings fast eine
persönliche Beleidigung. Nach der Neugestaltung des
Museumsvorplatzes zeigte sie sich erschüttert.
"800 000 Euro für die Baumaßnahmen, über 100 000
Euro für Skulpturen und Sockel aber kein Geländer",
empört sie sich. "Das ist kein Europa-Standard", so ihr
vernichtendes Urteil. Am Wollen scheitert es im Schlossmuseum
Sondershausen nicht. Das erste Obergeschoss ist zwar barrierefrei
über die Rotunde zu erreichen, beim zweiten aber wird es
schwierig. Ein Fahrstuhl könnte Abhilfe schaffen. "Leider
konnte da noch kein Konsens mit dem Denkmalschutz erreicht werden",
sagt die Vize-Museumsleiterin Bettina Bärnighausen. Auch an
der Barbarossahöhle gibt es in den Augen von Goldi Morcinek
bezüglich der Barrierefreiheit noch Luft nach oben. Im
Nebengebäude mit Konferenzsaal wird ein Fahrstuhl kommen,
Vorgespräche für eine Bushaltestelle seien auch
geführt. "Das muss kommen, wenn wir den GeoPark als Ganzes
aufwerten wollen", sagt die Behindertenbeauftragte.
Sebastian Garthoff / 04.11.11 / TA
Goldi Morcinek ist bereits
seit 2004
Behindertenbeauftragte im Kyffhäuserkreis
Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen (unser Foto) ist
Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises. Demografischer
Wandel bringt weitreichende Verpflichtungen mit sich.
Für Goldi Morcinek gibt es keine Zwischendinger. "Entweder ist
etwas barrierefrei oder es ist es nicht", sagt die
Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises. Seit 2006 ist
sie als solche ehrenamtlich im Kreis unterwegs, manchmal auch
anonym, wie sie schmunzelnd erzählt. "Mein Mann nennt mich
schon das Barriere-Auge".
Denn für die Bedürfnisse von Behinderten muss man einen
Blick haben. Goldi Morcinek hat ihn sich im Laufe der Jahre
angeeignet, ist 2004 dem VdK beigetreten, hat sich engagiert, ist
schnell Ortsgruppenvorsitzende geworden. Im selben Jahr begann sie
ihre Tätigkeit als Behindertenbeauftragte der Stadt Bad
Frankenhausen. Als sie schließlich Behindertenbeauftragte des
Kyffhäuserkreises wurde, ahnte sie noch nicht, wie schwierig
die Arbeit werden würde.

Das Ziel, überall Behindertenbeauftragte zu installieren,
erwies sich als Illusion. Zumindest gibt es sie derzeit mit Klaus
Everhardt in Sondershausen, Ronald Römer in Artern,
Ernst-Günter Jäger in Roßleben und Rudolf Eube in
Wiehe. Nur westlich der Kreisstadt, im Bereich Ebeleben, herrscht
noch ein großer weißer Fleck. Die Zusammenarbeit ist
wichtig, auch zwischen den einzelnen Behindertenverbänden im
Kreis. "Es ist unser Bestreben, alle unter einen großen
Dachverband zu vereinen, um die Interessen gemeinsam zu vertreten."
Denn Barrierefreiheit wird in Hinblick auf den demografischen
Wandel in der Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. "Da geht es auch
um Fragen, wie man sich mit Kinderwagen und Rollatoren fortbewegen
kann, wo man sie abstellen kann", meint Frau Morcinek und nennt die
Neugestaltung der Wohnblöcke am Wippertor in Sondershausen als
beispielhaft. Das Bemühen um Barrierefreiheit im Kreis geht
schon in den Ministerien los. Zuerst wäre das wie "Wünsch
dir was" gewesen, erinnert sich Goldi Morcinek an die Beratungen
zur Umsetzung der UN-Konvention von 2009 zurück.
In verschiedenen Arbeitsgruppen der unterschiedlichen Betroffenen
wurden deren Bedürfnisse gebündelt. "Die neue
Gesetzgebung wird schließlich zeigen, was wird, aber die
notwendigen Forderungen werden wir vehement begründen." Einmal
pro Quartal kommt sie zudem mit den Behindertenbeauftragten der
anderen Landkreise im Sozialministerium zusammen, wo sie mit den
neuen Gesetzesmaßregeln vertraut gemacht werden.
In Kreisbereisungen nimmt sie unter die Lupe, kontrolliert, wie die
Lage vor Ort ist, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Zudem
ist sie bei Bauvorhaben mit von der Partie, ob öffentlich oder
privat. Geförderte Maßnahmen müssen von ihr
genehmigt werden. Allwissenheit bescheinigt sie sich nicht. "Ich
würde mir nie anmaßen selbst zu entscheiden, was Seh-
oder Hörgeschädigte benötigen, gerade deswegen ist
die Zusammenarbeit so wichtig." Die funktioniere weitestgehend auch
mit den Entscheidungsträgern vor Ort. "Ich sehe ein starkes
Bemühen und man ist kooperativ im Rahmen der finanziellen
Möglichkeiten. Das gelte mit Abstrichen auch für den
Denkmalschutz. "Man reagiert dort schon sensibler, aber es ist
immer noch Verbesserungsbedarf da", sagt die
Behindertenbeauftragte. Das seien zwar nach wie vor immer lange
Kämpfe, "aber der Weg ist das Ziel".
Text und Foto: Sebastian Garthoff / 16.09.11 / TA
Es geht voran auf dem Kyffhäuser
Seit Jahren wird darum gekämpft und auch viel Geld rein
gesteckt, dass der Kyffhäuser auch für Menschen mit
Behinderungen attraktiver wird. Wir berichteten an dieser Stelle
bereits mehrfach darüber.
Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Behindertentoilette
und Babywickelraum am Denkmal für immerhin 103.000 Euro wurde
am 27. August 2011 ein weiterer wichtiger Abschnitt abgeschlossen
und eine wichtige Forderung unseres Verbandes erfüllt.
Noch im September soll das mit LED-Leuchten versehene
Treppengeländer an beiden Aufgängen zur Denkmalterasse
behindertengerecht eingebaut sein Die Aufträge dazu im Umfang
von 100.000 Euro sind ausgelöst, informierten Sören
Hauskeller von der Bauverwaltung und Regina Kirchner, Chefin der
Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises in einem
TA-Gespräch.

Foto vom Beginn der Bauarbeiten für die Behindertentoilette und den Wickelraum. Demnächst sollen noch die Versorgungsleitungen in der Freifläche vor der Toilette neu verlegt und so der Vorplatz gestaltet werden. TA-Foto: Heiko Kolbe
Zwei Jahre werden für die Sanierung der Außenfassade des
Denkmals veranschlagt. Dabei überlegt man, wie auch
während dieser Zeit das Denkmal für Besucher attraktiv
gestaltet werden kann.
Der Eingang zum Kyffhäuserdenkmal mit dem heutigen
Kassenhäuschen sollte bereits einige Zeit neu- und damit auch
behindertengerechter gestaltet werden. Nun wird dafür das
Frühjahr 2012 anvisiert.
Das Aufsehen erregendste Vorhaben ist aber der Geolift von der
Gaststätte Burghof zum Denkmal. Die Weichen sind dafür
gestellt. Wenn es planmäßig mit der Bereitstellung der
erforderlichen Fördermittel klappt, soll im Jahr 2012 noch
Baubeginn sein.
(Nach einem TA-Bericht vom 09.09.2011)
Klaus Everhardt ist mit Herz
und Seele
Sondershäuser Beauftragter für
Behinderte
Zur der letzten Sitzung des Stadtrates Sondershausen am 7. Juli
2011 konnte Klaus Everhardt als Behindertenbeauftragter der Stadt
im Bericht des Behindertenbeirates vor den Stadträten
Positives, aber auch Kritisches vermerken. Everhardt wünschte
sich u. a., dass sich die Stadträte auch mal bei den Sitzungen
des Behindertenbeirats blicken lassen würden. Zumindest wurden
erst mal Telefonnummern ausgetauscht. Schön wäre es, so
Everhardt, wenn der Behindertenbeirat im Stadtrat ein Rederecht
hätte, um Probleme schneller direkt an die Stadträte zu
bringen.
Klaus Everhardt ist niemand, der mit dem Kopf durch die Wand geht.
Aber hartnäckig, das ist er. Das muss er auch sein in seiner
Funktion als Behindertenbeauftragter der Stadt Sondershausen.
Seit Ende der 90er-Jahre setzt sich der gebürtige Berliner
für die Belange von

Unser Mitglied Klaus Everhardt engagiert sich seit Jahren für Barrierefreiheit in Sondershausen
körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen ein.
Damals, als er nach Sondershausen kam, meldete er sich beim
VdK-Kreisvorstand und bot seine ehrenamtliche Mitarbeit an. Von
Anfang an engagierte er sich besonders auf dem Gebiet der
Barrierefreiheit. Als berufener Bürger im Bauausschuss der
Stadt ist er seit Jahren Schnittstelle zwischen Betroffenen und
Verantwortlichen.
Laut Statistischem Landesamt gibt es im Kreis über 7.200
Behinderte. Eine Studie des Kreisjugendrings stellte dem Kreis vor.
einigen Jahren ein denkbar schlechtes Zeugnis aus, was seine
Barrierefreiheit angeht. Am besten habe noch Sondershausen
abgeschnitten, wo man Behörden, Einkaufsmöglichkeiten und
Parks' als uneingeschränkt behindertengerecht bezeichnen
konnte.
Die Studie erfolgte in Eigeninitiative, eine Abstimmung mit den
Behindertenverbänden habe es damals nicht gegeben, sagt Klaus
Everhardt: Er selbst weiß, wo es hakt. Der vor wenigen Jahren
berufene Behindertenbeirat von Sondershausen kommt alle zwei Monate
zusammen. Zu ihm gehören der Behindertenverband, der Verband
der Blinden und Sehbehinderten, der Verband Tinnitusbetroffener und
der VdK.
Die Mitgliederzahl dieser Verbände in Sondershausen
beträgt zusammen etwa 1.000. Hier werden Probleme diskutiert
und Lösungsmöglichkeiten entworfen.
Erst kürzlich erreichte man, dass die
Fußgängerampel an der Sparkasse auch sonn- und feiertags
in Betrieb ist. "Das sind immer lange Prozesse, deren Erfolg vom
Geld und von Leuten, die sie begleiten, abhängen", sagt
Everhardt und fügt hinzu: "Die einzelnen Verbände sind
voll verantwortlich dafür mitzuteilen wo die Probleme
liegen."
Das sei nicht immer selbstverständlich. "Es gehört zur
Mentalität von Behinderten, dass sie sich nicht richtig
trauen." Die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnet Everhardt
indes als einwandfrei, man sei dort immer ansprechbar, aber er
weiß auch: "Denkmalschutz ist für Behinderte die
größte Bremse. Da spielt nicht immer die Logik die
größte Rolle." Mit der Stiftung Thüringer
Schlösser und Gärten schrieb man sich giftige Briefe. Am
Ende setzte sich Everhardt durch, unter anderem mit der
Anbringung
einer Schräge an der Trinitatiskirche.
Drei Jahre will der 75-Jährige noch als
Behindertenbeauftragter arbeiten. Bis dahin sollte schon ein
Nachfolger gefunden sein, der auch bautechnisches Verständnis
mitbringt.
Sebastian Garthoff, KA 13.08.2011/VdK
Grünes Licht für Geolift auf dem Kyffhäuser
In der Sitzung des Kreisausschusses des Kyffhäuserkreises ging es am 29. Juni 2011 um den Geolift am Kyffhäuserdenkmal. Das fand auch in der Presse entsprechende Aufmerksamkeit. So informierten u. a. die "Kyffhäuser Nachrichten" noch am gleichen Tage: "... einstimmig wurde erst mal entschieden, dass man den Plan eines Geoliftes am Kyffhäuserdenkmal weiter zu verfolgen (werde). Bei geschätzten Kosten von zwei Millionen Euro kann der Kreis auf eine 90-prozentige Förderung durch das Land hoffen. Rund 182.300 Euro stehen im Haushalt bereits bereit, da man diese Mittel zur Steigerung der Attraktivität des Kyffhäusers eingestellt hatte, ohne genaue Maßnahmen dazu festgeschrieben zu haben. Mit diesem Ja des Kreisausschusses kann man zumindest erst mal Ingenieurbüros beauftragen, konkrete Pläne zu erarbeiten, ohne die eine Beantragung der Fördermittel überhaupt nicht möglich wäre.

Auch das Thüringen Journal berichtete am gleichen Abend ausführlich über das Vorhaben „Geolift“
Nachdem sieben Varianten untersucht wurden, wurde die Variante mit
einem 75 m langen Stollen, 50 m hohen Lift mit Ein- und
Ausgangsbauwerk festgelegt und denkmalpflegerisch abgestimmt. Der
Eingang erfolgt über die Steilwand am Burghof, der Ausgang ist
im Denkmalbereich gegenüber dem Infozentrum, dem sogenannten
"Hexenhäuschen". Ziel ist, nicht nur einen Lift zu bauen,
sondern er soll auch gleich mit geologischen Informationen für
die Besucher ausgestaltet werden. …Man darf also gespannt
sein, wie es am Kyffhäuser weitergeht…"
Als Sozialverband VdK unterstützen wir das Projekt seit erster
Stunde und würden uns freuen, wenn es wirklich umgesetzt wird.
Wir bleiben am Thema.
Neuauflage des Rechtsratgebers der BAG Selbsthilfe
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit
Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen
e.V. (BAG Selbsthilfe) hat eine neue Auflage ihres Rechtsratgebers
veröffentlicht. Der Ratgeber "Die Rechte behinderter Menschen
und ihrer Angehörigen" bietet den Betroffenen einen
verständlichen Überblick über ihre Rechte. Themen
sind unter anderem Krankenversicherung, Grundsicherung und
Sozialhilfe.
Mehr dazu finden sie mit einem Klick
[hier]
Zweiter Jahrestag der
UN-Behindertenrechtskonvention
Internetseite veröffentlicht Leuchttürme der
Inklusion

Auf der Internetseite www.inklusionslandkarte.de
werden am
26. März 2011, dem zweiten Jahrestag der
UN-Behindertenrechtskonvention, Beispiele für funktionierende
Inklusion veröffentlicht. Am selben Tag soll der mit Spannung
erwartete Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der
Behindertenrechtskonvention bekannt werden. [mehr]
Heringer Rathaus weiterer Anwärter auf Auszeichnung
Auf Einladung von Kreistagmitglied und Stadtrat Maik
Schröter besuchte am 30. November der Behindertenbeauftragte
des Landkreises Nordhausen und VdK-Fachkraft für
Barrierefreiheit, Frank Witting, die Stadt Heringen. Ziel des
Besuches war es, sich über die Barrierefreiheit des im
September eröffneten neuen Rathauses zu informieren.
Frank Witting zeigte sich beeindruckt von der guten
Zugänglichkeit der einzelnen Amtsbereiche. Das große
rückwärtige Eingangsportal mit behindertengerechter
Toilette sowie der moderne Aufzug mit akustischer Meldung der
angefahrenen Ebene sind nur einige Punkte die er besonders lobte.
Im Gespräch mit dem Leiter der Verwaltung, Bodo Reitzig,
äußerte er jedoch auch noch einige
Verbesserungsvorschläge.

Bodo Reitzig, Frank Witting, Maik Schröter vor dem barrierefreien Hintereingang des Verwaltungsgebäudes
So sollte auf den behindertengerechten Hintereingang besser
hingewiesen werden. Auch eine Hinweistafel mit einer kompletten
Übersicht zur Aufteilung der Ebenen wünschte sich Frank
Witting. Er befürwortet jedoch die Zertifizierung des
Gebäudes als "barrierefreies Rathaus".
Im Anschluss folgte noch eine Besichtigung des Heringer Schlosses.
Gemeinsam mit Axel Hofmann, dem Vertreter der
Interessengemeinschaft Heringer Schloss wurde das Objekt
besichtigt. Einig waren sich die Drei darin, dass hier noch viel zu
tun ist, um Menschen mit einem Handycap alles zugänglich zu
machen. Insbesondere ein Aufzug wäre erforderlich. Hier
müssen alle Fördermöglichkeiten geprüft werden
um die finanziellen Mittel zur Umsetzung zu beschaffen.
(nnz)
VdK-Forderungen werden auf dem Kyffhäuser umgesetzt
Natürlich ist der alte ehrwürdige Kyffhäuser mit seinem Denkmal das Wahrzeichen unseres Kyffhäuserkreises und darüber hinaus Ausflugsziel für Touristen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Dass man unter diesen Umständen auch Menschen mit Behinderungen den Zugang ermöglichen, und nicht nur das, sondern den Besuch zu einem Erlebnis werden lassen muss, fordern wir als Sozialverband VdK bereits seit Jahren. Da gab es eine Reihe Veranstaltungen und Brief mit Forderungen. Wir schrieben Brief an die Landesregierung nach Erfurt, an Bundestagsabgeordnete, suchten Unterstützung beim Landesvorstand unseres Sozialverbandes und sogar bei der Europäischen Union. Wir "nervten" den Landrat Peter Hengstermann und wussten ihn zugleich als unseren besten Verbündeten.

Bernd Reiber (1. von rechts) und Klaus Everhard (3. von rechts) als Vertreter unseres VdK-Kreisverbandes freuen sich darüber, dass es auf dem Kyffhäuser in punkto Behindertenfreundlichkeit vorwärts geht. Foto: kn
Am 20. März 2007 wurde die Rampe eingeweiht, die den Besuchern des Kyffhäusers im Rollstuhl Zugang zur Hochterrasse des Kyffhäuser-Denkmals ermöglichen.

Unser Kreisvorstandsmitglied Frank Witting (unser Foto rechts),
seit Jahren an den Rollstuhl gefesselt probierte sie aus und freute
sich, diesen Bereich nach vielen Jahren wieder zu erreichen.
Am 2. Mai 2007 führten wir im Rahmen der "Aktion Grundgesetz"
auf dem Kyffhäuser ein weiteres Forum zur Problematik Abbau
von Barrieren mit Verantwortungsträgern durch. Wir erneuerten,
die Forderung, den Wirtschaftsweg als Straße für
Gehbehinderte auszubauen, ein Geländer an der großen
Freitreppe zum Denkmal anzubringen, ein Behindertentoilette zu
schaffen, um nur einiges zu nennen.
Seit dieser Zeit hatte der Landrat am 20. Mai 2010 Fachleute aus
dem Touristikbereich der Region, Vertreter des VdK und auch die
Presse auf den Kyffhäuser eingeladen und präsentierte
stolz das bauliche Geschehen. Damit, werden weitgehend die
Forderungen unseres Sozialverbandes VdK in die Tat umgesetzt,
konnten Kreisvorsitzender Bernd Reiber sowie Klaus Everhard,
Mitglied des Ortsvorstandes Sondershausen I und des
Behindertenbeirates der Kreisstadt, feststellen. Das ist
erfreulich. Geduld zahlt sich also aus – aber nur, wenn man
auch am Thema dran bleibt – und das bleiben wir auch
künftig.

Ina Römer testete sogleich die Strecke und war dabei Medienstar des Tages