Sozialverband VdK - Kreisverband Nordthüringen
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Barrierefreiheit II
Selbstbestimmte Teilhabe und Barrierefreiheit sichern

Die Erfolge auf unserer Seite "Barrierefreiheit" sind Ergebnisse vieler Jahre fleißiger und zielgerichteter ehrenamtlicher Arbeit. Jeder kleiner Erfolg ist ein Mosaikstein dafür, dass unsere Gesellschaft für alle, ob jung oder alt, behindert oder nicht behindert angenehmer wird.
Aktuelle Informationen zu diesem langen und beschwerlichen Weg, kleine Wegweiser, Initiativen und auch kleine Teilerfolge dazu lesen Sie auf dieser Seite. Wenn Sie Hinweise haben sollten, dann schreiben Sie uns unter:
kv-nordthueringen@vdk.de .

Kleines gezeichnetes rotes Ausrufezeichen

Hier finden Sie auch unsere Behindertenvertreter

Die VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit stellt sich vor

Graues rechteckiges Schild, auf dem neben einem VdK-Logo und einem großen blauen Häkchen "barrierefrei erbaut" zu lesen ist

.© VdK Kv NTh

Im Jahr 2011 bekam die Beratungsstelle für Wohnraumanpassung und technische Hilfen in Frankfurt/M ihren neuen Namen und heißt nun VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit. Im Jahr 2012 glänzt sie auch mit einem neuen Internetauftritt. Es lohnt sich, hier einmal rein zu klicken - egal ob man Hilfe bei der Pflege von Menschen mit Behinderungen braucht oder ob man als öffentliche Einrichtung die Aufwertung mit der VdK-Plakette "barrierefrei erbau" erreichen möchte.
Also klicken sie einmal [hier].

"Menschenrechte - nicht mehr und nicht weniger!"

Der Sozialverband VdK Deutschland übernimmt im Jahr 2012 den Vorsitz im Deutschen Behindertenrat (DBR). Die symbolische Staffelübergabe an VdK-Präsidentin Ulrike Mascher fand bereits am 2. Dezember statt. Lesen Sie jetzt den Veranstaltungsbericht auf der Website des Deutschen Behindertenrats mit einem Klick [hier]

Am Panorama-Museum fehlt nur noch ein Geländer

Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises und VdK-Fachfrau für Barrierefreiheit Goldi Morcinek zieht im TA-Gespräch Bilanz jahrelangen Kampfes für den Abbau von Barrieren
Um den gesamten Kyffhäuserkreis touristisch aufzuwerten, muss auch die Barrierefreiheit in Zukunft einen höheren Stellenwert erhalten. Vieles wurde in diese Richtung bereits unternommen. Dem gingen aber lange Kämpfe voraus.
Bad Frankenhausen. "Der VdK forderte am Kyffhäuserdenkmal seit zwölf Jahren Barrierefreiheit", erzählt Goldi Morcinek, die Behindertenbeauftragte des Kreises. Der lange Atem hatte schließlich Erfolg. Im März 2007 wurde die Rampe eingeweiht, die den Besuchern des Kyffhäusers im Rollstuhl Zugang zur Hochterrasse am Denkmal ermöglicht. 2010 wurde eine weitere Etappe gemeistert. Die Stützwand von der Ringterrasse bis zum so genannten Erfurter Tor am Denkmal wurde auf einer Länge von 110 Metern saniert und die Zufahrt von der Ringterrasse bis zur Grundterrasse grundhaft ausgebaut. Es entstand auf einer Länge von 370 Metern eine neue Straße, die gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer, wenn sie gut trainiert sind, nutzen können. Auch ein Behinderten- WC sowie einen Wickelraum gibt es nun. Ein Geländer an den Treppen hoch zum Kaiser wird ebenfalls kommen. "Ich freue mich zudem auf den GeoLift", sagt Morcinek.

Ältere Besucher umgehen mühsam die Treppe ohne Geländer

Werner Tübkes weltberühmtes Gemälde ist bequem und behindertengerecht per Fahrstuhl zu erreichen. Weil jedoch vor dem Panorama-Museum ein Geländer fehlt, muss manch älterer Besucher hier bei den Skulpturen Halt suchen

Als "optimal gelöst" empfindet Goldi Morcinek den Anbau des Regionalmuseums in Bad Frankenhausen, das über einen behindertengerechten Zugang verfügt und mit dem Prädikat "Barrierefrei erbaut" versehen wurde. Als zu einer Veranstaltung ein Elternpaar mit ihrem behinderten Sohn kam, zeigten sie sich überglücklich und mit Tränen in den Augen. "Das war auch für mich ein tolles Erlebnis", erzählt Goldi Morcinek. Im Panorama-Museum in Bad Frankenhausen steht ein Behindertenparklatz zur Verfügung, das Erdgeschoss mit Toiletten und Café ist barrierefrei. Zudem können gehbehinderte Besucher mit einem Fahrstuhl bis zum Rundbild gelangen. Ein Geländer für die drei Stufen im Außenbereich gibt es allerdings nicht. Das soll laut Silke Krage, der Pressebeauftragten, bis Ende des Jahres kommen. Für Goldi Morcinek ist das fehlende Geländer allerdings fast eine persönliche Beleidigung. Nach der Neugestaltung des Museumsvorplatzes zeigte sie sich erschüttert.
"800 000 Euro für die Baumaßnahmen, über 100 000 Euro für Skulpturen und Sockel aber kein Geländer", empört sie sich. "Das ist kein Europa-Standard", so ihr vernichtendes Urteil. Am Wollen scheitert es im Schlossmuseum Sondershausen nicht. Das erste Obergeschoss ist zwar barrierefrei über die Rotunde zu erreichen, beim zweiten aber wird es schwierig. Ein Fahrstuhl könnte Abhilfe schaffen. "Leider konnte da noch kein Konsens mit dem Denkmalschutz erreicht werden", sagt die Vize-Museumsleiterin Bettina Bärnighausen. Auch an der Barbarossahöhle gibt es in den Augen von Goldi Morcinek bezüglich der Barrierefreiheit noch Luft nach oben. Im Nebengebäude mit Konferenzsaal wird ein Fahrstuhl kommen, Vorgespräche für eine Bushaltestelle seien auch geführt. "Das muss kommen, wenn wir den GeoPark als Ganzes aufwerten wollen", sagt die Behindertenbeauftragte.
Sebastian Garthoff / 04.11.11 / TA

Goldi Morcinek ist bereits seit 2004
Behindertenbeauftragte im Kyffhäuserkreis

Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen (unser Foto) ist Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises. Demografischer Wandel bringt weitreichende Verpflichtungen mit sich.
Für Goldi Morcinek gibt es keine Zwischendinger. "Entweder ist etwas barrierefrei oder es ist es nicht", sagt die Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises. Seit 2006 ist sie als solche ehrenamtlich im Kreis unterwegs, manchmal auch anonym, wie sie schmunzelnd erzählt. "Mein Mann nennt mich schon das Barriere-Auge".
Denn für die Bedürfnisse von Behinderten muss man einen Blick haben. Goldi Morcinek hat ihn sich im Laufe der Jahre angeeignet, ist 2004 dem VdK beigetreten, hat sich engagiert, ist schnell Ortsgruppenvorsitzende geworden. Im selben Jahr begann sie ihre Tätigkeit als Behindertenbeauftragte der Stadt Bad Frankenhausen. Als sie schließlich Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises wurde, ahnte sie noch nicht, wie schwierig die Arbeit werden würde.

Goldi Morcinek auf einer Außentreppe des Bad Frankenhäuser Rathauses stehend

Das Ziel, überall Behindertenbeauftragte zu installieren, erwies sich als Illusion. Zumindest gibt es sie derzeit mit Klaus Everhardt in Sondershausen, Ronald Römer in Artern, Ernst-Günter Jäger in Roßleben und Rudolf Eube in Wiehe. Nur westlich der Kreisstadt, im Bereich Ebeleben, herrscht noch ein großer weißer Fleck. Die Zusammenarbeit ist wichtig, auch zwischen den einzelnen Behindertenverbänden im Kreis. "Es ist unser Bestreben, alle unter einen großen Dachverband zu vereinen, um die Interessen gemeinsam zu vertreten." Denn Barrierefreiheit wird in Hinblick auf den demografischen Wandel in der Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. "Da geht es auch um Fragen, wie man sich mit Kinderwagen und Rollatoren fortbewegen kann, wo man sie abstellen kann", meint Frau Morcinek und nennt die Neugestaltung der Wohnblöcke am Wippertor in Sondershausen als beispielhaft. Das Bemühen um Barrierefreiheit im Kreis geht schon in den Ministerien los. Zuerst wäre das wie "Wünsch dir was" gewesen, erinnert sich Goldi Morcinek an die Beratungen zur Umsetzung der UN-Konvention von 2009 zurück.
In verschiedenen Arbeitsgruppen der unterschiedlichen Betroffenen wurden deren Bedürfnisse gebündelt. "Die neue Gesetzgebung wird schließlich zeigen, was wird, aber die notwendigen Forderungen werden wir vehement begründen." Einmal pro Quartal kommt sie zudem mit den Behindertenbeauftragten der anderen Landkreise im Sozialministerium zusammen, wo sie mit den neuen Gesetzesmaßregeln vertraut gemacht werden.
In Kreisbereisungen nimmt sie unter die Lupe, kontrolliert, wie die Lage vor Ort ist, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Zudem ist sie bei Bauvorhaben mit von der Partie, ob öffentlich oder privat. Geförderte Maßnahmen müssen von ihr genehmigt werden. Allwissenheit bescheinigt sie sich nicht. "Ich würde mir nie anmaßen selbst zu entscheiden, was Seh- oder Hörgeschädigte benötigen, gerade deswegen ist die Zusammenarbeit so wichtig." Die funktioniere weitestgehend auch mit den Entscheidungsträgern vor Ort. "Ich sehe ein starkes Bemühen und man ist kooperativ im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. Das gelte mit Abstrichen auch für den Denkmalschutz. "Man reagiert dort schon sensibler, aber es ist immer noch Verbesserungsbedarf da", sagt die Behindertenbeauftragte. Das seien zwar nach wie vor immer lange Kämpfe, "aber der Weg ist das Ziel".
Text und Foto: Sebastian Garthoff / 16.09.11 / TA

Es geht voran auf dem Kyffhäuser

Seit Jahren wird darum gekämpft und auch viel Geld rein gesteckt, dass der Kyffhäuser auch für Menschen mit Behinderungen attraktiver wird. Wir berichteten an dieser Stelle bereits mehrfach darüber.
Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Behindertentoilette und Babywickelraum am Denkmal für immerhin 103.000 Euro wurde am 27. August 2011 ein weiterer wichtiger Abschnitt abgeschlossen und eine wichtige Forderung unseres Verbandes erfüllt.
Noch im September soll das mit LED-Leuchten versehene Treppengeländer an beiden Aufgängen zur Denkmalterasse behindertengerecht eingebaut sein Die Aufträge dazu im Umfang von 100.000 Euro sind ausgelöst, informierten Sören Hauskeller von der Bauverwaltung und Regina Kirchner, Chefin der Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises in einem TA-Gespräch.

Bagger bei der Arbeit auf dem Kyffhäuser unterhalb des begehbaren Turmes der Oberburg zu sehen

Foto vom Beginn der Bauarbeiten für die Behindertentoilette und den Wickelraum. Demnächst sollen noch die Versorgungsleitungen in der Freifläche vor der Toilette neu verlegt und so der Vorplatz gestaltet werden. TA-Foto: Heiko Kolbe

Zwei Jahre werden für die Sanierung der Außenfassade des Denkmals veranschlagt. Dabei überlegt man, wie auch während dieser Zeit das Denkmal für Besucher attraktiv gestaltet werden kann.
Der Eingang zum Kyffhäuserdenkmal mit dem heutigen Kassenhäuschen sollte bereits einige Zeit neu- und damit auch behindertengerechter gestaltet werden. Nun wird dafür das Frühjahr 2012 anvisiert.
Das Aufsehen erregendste Vorhaben ist aber der Geolift von der Gaststätte Burghof zum Denkmal. Die Weichen sind dafür gestellt. Wenn es planmäßig mit der Bereitstellung der erforderlichen Fördermittel klappt, soll im Jahr 2012 noch Baubeginn sein.
(Nach einem TA-Bericht vom 09.09.2011)

Klaus Everhardt ist mit Herz und Seele
Sondershäuser Beauftragter für Behinderte

Zur der letzten Sitzung des Stadtrates Sondershausen am 7. Juli 2011 konnte Klaus Everhardt als Behindertenbeauftragter der Stadt im Bericht des Behindertenbeirates vor den Stadträten Positives, aber auch Kritisches vermerken. Everhardt wünschte sich u. a., dass sich die Stadträte auch mal bei den Sitzungen des Behindertenbeirats blicken lassen würden. Zumindest wurden erst mal Telefonnummern ausgetauscht. Schön wäre es, so Everhardt, wenn der Behindertenbeirat im Stadtrat ein Rederecht hätte, um Probleme schneller direkt an die Stadträte zu bringen.
Klaus Everhardt ist niemand, der mit dem Kopf durch die Wand geht. Aber hartnäckig, das ist er. Das muss er auch sein in seiner Funktion als Behindertenbeauftragter der Stadt Sondershausen.
Seit Ende der 90er-Jahre setzt sich der gebürtige Berliner für die Belange von

Portrait von Klaus Everhardt

Unser Mitglied Klaus Everhardt engagiert sich seit Jahren für Barrierefreiheit in Sondershausen

körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen ein. Damals, als er nach Sondershausen kam, meldete er sich beim VdK-Kreisvorstand und bot seine ehrenamtliche Mitarbeit an. Von Anfang an engagierte er sich besonders auf dem Gebiet der Barrierefreiheit. Als berufener Bürger im Bauausschuss der Stadt ist er seit Jahren Schnittstelle zwischen Betroffenen und Verantwortlichen.
Laut Statistischem Landesamt gibt es im Kreis über 7.200 Behinderte. Eine Studie des Kreisjugendrings stellte dem Kreis vor. einigen Jahren ein denkbar schlechtes Zeugnis aus, was seine Barrierefreiheit angeht. Am besten habe noch Sondershausen abgeschnitten, wo man Behörden, Einkaufsmöglichkeiten und Parks' als uneingeschränkt behindertengerecht bezeichnen konnte.
Die Studie erfolgte in Eigeninitiative, eine Abstimmung mit den Behindertenverbänden habe es damals nicht gegeben, sagt Klaus Everhardt: Er selbst weiß, wo es hakt. Der vor wenigen Jahren berufene Behindertenbeirat von Sondershausen kommt alle zwei Monate zusammen. Zu ihm gehören der Behindertenverband, der Verband der Blinden und Sehbehinderten, der Verband Tinnitusbetroffener und der VdK.
Die Mitgliederzahl dieser Verbände in Sondershausen beträgt zusammen etwa 1.000. Hier werden Probleme diskutiert und Lösungsmöglichkeiten entworfen.
Erst kürzlich erreichte man, dass die Fußgängerampel an der Sparkasse auch sonn- und feiertags in Betrieb ist. "Das sind immer lange Prozesse, deren Erfolg vom Geld und von Leuten, die sie begleiten, abhängen", sagt Everhardt und fügt hinzu: "Die einzelnen Verbände sind voll verantwortlich dafür mitzuteilen wo die Probleme liegen."
Das sei nicht immer selbstverständlich. "Es gehört zur Mentalität von Behinderten, dass sie sich nicht richtig trauen." Die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnet Everhardt indes als einwandfrei, man sei dort immer ansprechbar, aber er weiß auch: "Denkmalschutz ist für Behinderte die größte Bremse. Da spielt nicht immer die Logik die größte Rolle." Mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten schrieb man sich giftige Briefe. Am Ende setzte sich Everhardt durch, unter anderem mit der Anbringung
einer Schräge an der Trinitatiskirche.
Drei Jahre will der 75-Jährige noch als Behindertenbeauftragter arbeiten. Bis dahin sollte schon ein Nachfolger gefunden sein, der auch bautechnisches Verständnis mitbringt.
Sebastian Garthoff, KA 13.08.2011/VdK

Grünes Licht für Geolift auf dem Kyffhäuser

In der Sitzung des Kreisausschusses des Kyffhäuserkreises ging es am 29. Juni 2011 um den Geolift am Kyffhäuserdenkmal. Das fand auch in der Presse entsprechende Aufmerksamkeit. So informierten u. a. die "Kyffhäuser Nachrichten" noch am gleichen Tage: "... einstimmig wurde erst mal entschieden, dass man den Plan eines Geoliftes am Kyffhäuserdenkmal weiter zu verfolgen (werde). Bei geschätzten Kosten von zwei Millionen Euro kann der Kreis auf eine 90-prozentige Förderung durch das Land hoffen. Rund 182.300 Euro stehen im Haushalt bereits bereit, da man diese Mittel zur Steigerung der Attraktivität des Kyffhäusers eingestellt hatte, ohne genaue Maßnahmen dazu festgeschrieben zu haben. Mit diesem Ja des Kreisausschusses kann man zumindest erst mal Ingenieurbüros beauftragen, konkrete Pläne zu erarbeiten, ohne die eine Beantragung der Fördermittel überhaupt nicht möglich wäre.

Standbild aus der MDR-Sendung "Thüringen Journal" mit Moderatorin und Kyffhäuser-Denkmal im Hintergrund

Auch das Thüringen Journal berichtete am gleichen Abend ausführlich über das Vorhaben „Geolift“

Nachdem sieben Varianten untersucht wurden, wurde die Variante mit einem 75 m langen Stollen, 50 m hohen Lift mit Ein- und Ausgangsbauwerk festgelegt und denkmalpflegerisch abgestimmt. Der Eingang erfolgt über die Steilwand am Burghof, der Ausgang ist im Denkmalbereich gegenüber dem Infozentrum, dem sogenannten "Hexenhäuschen". Ziel ist, nicht nur einen Lift zu bauen, sondern er soll auch gleich mit geologischen Informationen für die Besucher ausgestaltet werden. …Man darf also gespannt sein, wie es am Kyffhäuser weitergeht…"
Als Sozialverband VdK unterstützen wir das Projekt seit erster Stunde und würden uns freuen, wenn es wirklich umgesetzt wird. Wir bleiben am Thema.

Neuauflage des Rechtsratgebers der BAG Selbsthilfe

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG Selbsthilfe) hat eine neue Auflage ihres Rechtsratgebers veröffentlicht. Der Ratgeber "Die Rechte behinderter Menschen und ihrer Angehörigen" bietet den Betroffenen einen verständlichen Überblick über ihre Rechte. Themen sind unter anderem Krankenversicherung, Grundsicherung und Sozialhilfe.
Mehr dazu finden sie mit einem Klick [hier]

Zweiter Jahrestag der UN-Behindertenrechtskonvention
Internetseite veröffentlicht Leuchttürme der Inklusion

Auf kreisrundem schwarzen Hintergrund der Umriss einer grauen Deutschlandkarte. Darüber der Schriftzug "DEUTSCHLAND WIRD INKLUSIV" und die Internet-Adresse der Aktion

Auf der Internetseite www.inklusionslandkarte.de werden am
26. März 2011, dem zweiten Jahrestag der UN-Behindertenrechtskonvention, Beispiele für funktionierende Inklusion veröffentlicht. Am selben Tag soll der mit Spannung erwartete Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention bekannt werden. [mehr]

Heringer Rathaus weiterer Anwärter auf Auszeichnung

Auf Einladung von Kreistagmitglied und Stadtrat Maik Schröter besuchte am 30. November der Behindertenbeauftragte des Landkreises Nordhausen und VdK-Fachkraft für Barrierefreiheit, Frank Witting, die Stadt Heringen. Ziel des Besuches war es, sich über die Barrierefreiheit des im September eröffneten neuen Rathauses zu informieren.
Frank Witting zeigte sich beeindruckt von der guten Zugänglichkeit der einzelnen Amtsbereiche. Das große rückwärtige Eingangsportal mit behindertengerechter Toilette sowie der moderne Aufzug mit akustischer Meldung der angefahrenen Ebene sind nur einige Punkte die er besonders lobte. Im Gespräch mit dem Leiter der Verwaltung, Bodo Reitzig, äußerte er jedoch auch noch einige Verbesserungsvorschläge.

Die im Bildtext genannten Personen auf dem verschneiten Platz vor dem rückwärtige Eingangsportal des Heringer Rathauses stehend bzw. im Rollstuhl sitzend

Bodo Reitzig, Frank Witting, Maik Schröter vor dem barrierefreien Hintereingang des Verwaltungsgebäudes

So sollte auf den behindertengerechten Hintereingang besser hingewiesen werden. Auch eine Hinweistafel mit einer kompletten Übersicht zur Aufteilung der Ebenen wünschte sich Frank Witting. Er befürwortet jedoch die Zertifizierung des Gebäudes als "barrierefreies Rathaus".
Im Anschluss folgte noch eine Besichtigung des Heringer Schlosses. Gemeinsam mit Axel Hofmann, dem Vertreter der Interessengemeinschaft Heringer Schloss wurde das Objekt besichtigt. Einig waren sich die Drei darin, dass hier noch viel zu tun ist, um Menschen mit einem Handycap alles zugänglich zu machen. Insbesondere ein Aufzug wäre erforderlich. Hier müssen alle Fördermöglichkeiten geprüft werden um die finanziellen Mittel zur Umsetzung zu beschaffen.
(nnz)

VdK-Forderungen werden auf dem Kyffhäuser umgesetzt

Natürlich ist der alte ehrwürdige Kyffhäuser mit seinem Denkmal das Wahrzeichen unseres Kyffhäuserkreises und darüber hinaus Ausflugsziel für Touristen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Dass man unter diesen Umständen auch Menschen mit Behinderungen den Zugang ermöglichen, und nicht nur das, sondern den Besuch zu einem Erlebnis werden lassen muss, fordern wir als Sozialverband VdK bereits seit Jahren. Da gab es eine Reihe Veranstaltungen und Brief mit Forderungen. Wir schrieben Brief an die Landesregierung nach Erfurt, an Bundestagsabgeordnete, suchten Unterstützung beim Landesvorstand unseres Sozialverbandes und sogar bei der Europäischen Union. Wir "nervten" den Landrat Peter Hengstermann und wussten ihn zugleich als unseren besten Verbündeten.

Bernd Reiber (1. von rechts) und Klaus Everhard (3. von rechts) als Vertreter unseres VdK-Kreisverbandes freuen sich darüber, dass es auf dem Kyffhäuser in punkto Behindertenfreundlichkeit vorwärts geht. Foto: kn

Am 20. März 2007 wurde die Rampe eingeweiht, die den Besuchern des Kyffhäusers im Rollstuhl Zugang zur Hochterrasse des Kyffhäuser-Denkmals ermöglichen.

Unser Kreisvorstandsmitglied Frank Witting (unser Foto rechts), seit Jahren an den Rollstuhl gefesselt probierte sie aus und freute sich, diesen Bereich nach vielen Jahren wieder zu erreichen.
Am 2. Mai 2007 führten wir im Rahmen der "Aktion Grundgesetz" auf dem Kyffhäuser ein weiteres Forum zur Problematik Abbau von Barrieren mit Verantwortungsträgern durch. Wir erneuerten, die Forderung, den Wirtschaftsweg als Straße für Gehbehinderte auszubauen, ein Geländer an der großen Freitreppe zum Denkmal anzubringen, ein Behindertentoilette zu schaffen, um nur einiges zu nennen.
Seit dieser Zeit hatte der Landrat am 20. Mai 2010 Fachleute aus dem Touristikbereich der Region, Vertreter des VdK und auch die Presse auf den Kyffhäuser eingeladen und präsentierte stolz das bauliche Geschehen. Damit, werden weitgehend die Forderungen unseres Sozialverbandes VdK in die Tat umgesetzt, konnten Kreisvorsitzender Bernd Reiber sowie Klaus Everhard, Mitglied des Ortsvorstandes Sondershausen I und des Behindertenbeirates der Kreisstadt, feststellen. Das ist erfreulich. Geduld zahlt sich also aus – aber nur, wenn man auch am Thema dran bleibt – und das bleiben wir auch künftig.

Ina Römer im Rollstuhl und andere probieren den gerade freigegebenen Weg aus

Ina Römer testete sogleich die Strecke und war dabei Medienstar des Tages