Sozialverband VdK - Kreisverband Nordthüringen
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Barrierefreiheit I

Ein an eine Wand geheftetesMerkblatt mit der Aufschrift: Behindert ist ma nicht, sondern wird man

Seit einigen Jahren erhält die Barrierefreiheit im Wohnumfeld und bei öffentlichen Einrichtungen für ältere und behinderte Menschen in der Öffentlichkeit ein immer größeres Gewicht. Auch mit der Wandlung unseres Verbandes zum Sozialverband gewannen die Fragen der Integration behinderter Menschen sowie die Beseitigung von Barrieren an Bedeutung in der Verbandsarbeit. In Nordthüringen machen diese Aktivitäten inzwischen einen wichtigen Teil unserer Verbandsarbeit aus.

Mit dem Bekenntnis zur Erklärung von Barcelona bekannten sich sieben Kommunen unseres Einzugsbereiches klar zur zielgerichteten Gestaltung barrierefreier Städte und Gemeinden. Das ist nicht zuletzt Ergebnis zähen Kampfes unseres Kreis- und der betreffenden Ortsverbände im Rahmen der Aktion Grundgesetz, unterstützt durch die Aktion Mensch.

Neuer Beauftragter für Behinderte

Portrait von Hubert Hüppe

Der CDU-Politiker Hubert Hüppe ist neuer Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. Er wurde am 16. Dezember 2009 vom Kabinett als Nachfolger von Karin Evers-Meyer (SPD) benannt. Der 53-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Unna saß seit 1991 im Bundestag und hatte sich dort einen Namen als Experte für Behindertenpolitik gemacht. Bei der Bundestagswahl im September verfehlte Hüppe allerdings den Wiedereinzug ins Parlament. Der Behindertenbeauftragte hat die Aufgabe, sich bei politischen Entscheidungen für die Belange behinderter Menschen einzusetzen.
Mehr über den Behindertenbeauftragten der Bundesregierung und seine Aufgaben erfahren Sie unter: www.behindertenbeauftragter.de

Praktischer Infodienst für Menschen mit Behinderung
Über politische Themen Bescheid wissen, Aktuelles aus der Rechtsprechung erfahren oder wichtige Terminankündigungen im Blick halten – der neue Infodienst des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung macht es möglich. Hubert Hüppe, seit 2010 in der Funktion, hat den Service nach einer längeren Pause wieder aufgenommen. Interessierte können den Infodienst unter der Mailadresse buero@behindertenbeauftragter.de anfordern.

Neuer Name für VdK-Hilfsmittelberatungsstelle

Seit 1994 gibt es die "VdK-Beratungsstelle für technische Hilfen und Wohnraumanpassung", kurz: VdK-Hilfsmittelberatungsstelle, mit Sitz in Frankfurt am Main.
In den Anfangsjahren der Beratungsstelle standen die Hilfe beim Kauf von Hilfsmittel und dem Wohnungsumbau im Vordergrund. Heute ist sie Ansprechpartner bei allen Fragen rund um das Thema Barrierefreiheit und zuständig für die Aus- und Fortbildung sowie fachliche Unterstützung der ehrenamtlichen VdK-Fachberater.
Der Name wurde ihrem Aufgabengebiet und ihren Leistungen daher nicht mehr gerecht.
Aus diesem Grund hat der Landesvorstand ab sofort eine Umbenennung in
"VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit" beschlossen.
Wer die VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit in Anspruch nehmen möchte, erreicht sie wie folgt:

VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit
Leiterin: Ursula Blaschke
c/o Fachhochschule Frankfurt am Main
Fachbereich "Soziale Arbeit und Gesundheit"
Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 1533-2604
Telefax: 069 - 1533-2970
E-Mail: hilfsmittelberatung.hessen@vdk.de}

Landesbehindertenbeirat Thüringen

Portrait von Kathrin Fickardt

Dem Landesbehindertenbeirat Thüringens gehört als Stellvertreterin für Christine Theml (Diakonie) im Auftrage der Liga Kathrin Fickardt (Foto links) an. Kathrin Fickardt ist Mitglied unseres Verbandes und engagiert sich bereits viele Jahre in der Diakonie für die Jugendarbeit unter Behinderten.

Hier finden Sie auch unsere Behindertenvertreter

Litfaßsäule mit Plakaten zur Aktion

Sie bekennen sich zur Barrierefreiheit

Die Erklärung von Barcelona
"Die Stadt und die Behinderten"
vom 24. März 1995
erkannten in unserem Territorium
folgende Stadt- und Gemeinderäte an:

Bad Frankenhausen am 13.06.2002

Artern am 29.04.2003

Roßleben am 26.06.2003

Oldisleben am 22.09.2003

Nordhausen am 03.12.2003

Bleicherode am 26.02.2004

Wiehe am 24.09.2007

Das bedeutet, dass sie alle ihre Entscheidungen unter dem Blickwinkel der Eignung für und Integration von behinderten und älterer Menschen sowie des Abbaus von Barrieren kritisch überprüfen.

Wichtige Etappen dieser Entwicklung zur Gleichstellung behinderter Menschen waren:

  • 1994 wurde in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland der Grundsatz aufgenommen: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden"
  • Der 1. Mai 2002 mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Der 16. Dezember 2005 mit dem Beschluss des Thüringer Gesetzes zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG) durch den Thüringer Landtag
  • Am 18. August 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft
  • Am 30. März 2007 unterzeichnete Deutschland das UN-Abkommen über die Rechte behinderter Menschen.

Nachfolgend informieren wir über aktuelle Fragen und Initiativen zu der Problematik Barrierefreiheit in unserem Einzugsgebiet und wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf gute Initiativen, aber auch auf Probleme hinweisen würden.
kv-nordthueringen@vdk.de

VdK-Plakette "barrierefrei erbaut"

Graues rechteckiges Schild, auf dem neben einem VdK-Logo und einem großen blauen Häkchen "barrierefrei erbaut" zu lesen ist

Mit dem Gütesiegel des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen, der Plakette "barrierefrei erbaut", können öffentliche wie private Gebäude ausgezeichnet werden, die bei ihrer Errichtung oder bei ihrem Umbau die Bedürfnisse behinderter Menschen berücksichtigen, u. a. Bürgerhäuser, Mehrzweckhallen, Hallenbäder,. Aber auch Einkaufzentren, Hotels, Kaufhäuser usw. können sie erhalten. Die Vorschläge für diese Auszeichnung kommen meistens direkt aus den Ortsverbänden. Bewilligt wird die Plakette jedoch nur, wenn nach eingehender Überprüfung festgestellt wurde, dass alle Verleihungskriterien eingehalten worden sind. Die Prüfung der Anträge nimmt im Auftrage des Landesvorstandes Ursula Blaschke vor. Sie ist die Leiterin der VdK-Beratungsstelle für technische Hilfen und Wohnraumanpassung. Ihr stehen dabei nunmehr die neu ausgebildeten Fachkräfte Barrierefreiheit, in unserem Kreisverband Goldi Morcinek und Frank Witting zur Seite.
Im Geschäftszeitraum 2003 bis 2006 wurde im Landesverband Hessen-Thüringen die Plakette 17 Mal verliehen.

Weitere Informationen zum Erwerb der Plakette "barrierefrei erbaut" finden Sie hier als PDF-Datei:

Mit der VdK-Plakette ausgezeichnete barrierefreie Objekte aus unserem Einzugsbereich finden Sie auf der folgenden Seite