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Barrierefreiheit I

Ein an eine Wand geheftetesMerkblatt mit der Aufschrift: Behindert ist ma nicht, sondern wird man

Seit einigen Jahren erhält die Barrierefreiheit im Wohnumfeld und bei öffentlichen Einrichtungen für ältere und behinderte Menschen in der Öffentlichkeit ein immer größeres Gewicht. Auch mit der Wandlung unseres Verbandes zum Sozialverband gewannen die Fragen der Integration behinderter Menschen sowie die Beseitigung von Barrieren an Bedeutung in der Verbandsarbeit. In Nordthüringen machen diese Aktivitäten inzwischen einen wichtigen Teil unserer Verbandsarbeit aus.

Mit dem Bekenntnis zur Erklärung von Barcelona bekannten sich sieben Kommunen unseres Einzugsbereiches klar zur zielgerichteten Gestaltung barrierefreier Städte und Gemeinden. Das ist nicht zuletzt Ergebnis zähen Kampfes unseres Kreis- und der betreffenden Ortsverbände im Rahmen der Aktion Grundgesetz, unterstützt durch die Aktion Mensch.

Verena Bentele ist neue Behindertenbeauftragte beim Bund

Verena Bentele© IMAGO

Die blinde Biathletin und Skilangläuferin Verena Bentele (31) wurde neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat das bayerische VdK-Mitglied als Nachfolgerin für den CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe vorgeschlagen.
"Die aufregendsten Herausforderungen kommen immer dann, wenn man sie gar nicht erwartet", sagte Verena Bentele."
Bentele war von 1995 bis 2011 Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Skilanglauf und Biathlon. Sie ist die erfolgreichste deutsche Behindertensportlerin aller Zeiten: Im Biathlon und im Langlauf hat sie zwölf Goldmedaillen bei Paralympics und vier Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften erreicht. Zusammen mit ihrem Begleitläufer Thomas Friedrich wurde sie unter anderem als Weltbehindertensportlerin 2011 ausgezeichnet. Sie hat den Laureus World Sports Award und den Bambi erhalten. Ende 2011 erklärte sie ihre Sportlaufbahn für beendet. Seitdem arbeitet die Wahlmünchnerin und studierte Literaturwissenschaftlerin als freiberufliche Referentin im Bereich Personaltraining und hält Vorträge über Motivation, Teamarbeit und Vertrauen.
Über ihre neue Aufgabe sagt Bentele: "Ich freue mich schon jetzt auf ein spannendes Jahr 2014. Es wird definitiv kein Jahr zum Ausruhen. Aber das macht mir gar nichts - ich freue mich auf meine neuen Herausforderungen." Und sie ergänzte: "Voriges Jahr habe ich den Gipfel des Kilimandscharo bezwungen, nun möchte ich mir Berlin genauer ansehen."
Die Behindertenbeauftragte wird vom Bundeskabinett jeweils für die Dauer einer Legislaturperiode bestellt. Das Ehrenamt ist beim Bundesarbeitsministerium angesiedelt.

http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Home/home_node.html

Informationen über aktuelle Initiativen und Aktivitäten der Behindertenbeauftragten der der Bundesregierung finden Sie unter Behindertenbeauftragte 2014.

Litfaßsäule mit Plakaten zur Aktion

Sie bekennen sich zur Barrierefreiheit

Die Erklärung von Barcelona
"Die Stadt und die Behinderten"
vom 24. März 1995
erkannten in unserem Territorium
folgende Stadt- und Gemeinderäte an:

Bad Frankenhausen am 13.06.2002

Artern am 29.04.2003

Roßleben am 26.06.2003

Oldisleben am 22.09.2003

Nordhausen am 03.12.2003

Bleicherode am 26.02.2004

Wiehe am 24.09.2007

Das bedeutet, dass sie alle ihre Entscheidungen unter dem Blickwinkel der Eignung für und Integration von behinderten und älterer Menschen sowie des Abbaus von Barrieren kritisch überprüfen.

Wichtige Etappen dieser Entwicklung zur Gleichstellung behinderter Menschen waren:

  • 1994 wurde in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland der Grundsatz aufgenommen: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden"
  • Der 1. Mai 2002 mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Der 16. Dezember 2005 mit dem Beschluss des Thüringer Gesetzes zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG) durch den Thüringer Landtag
  • Am 18. August 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft
  • Am 30. März 2007 unterzeichnete Deutschland das UN-Abkommen über die Rechte behinderter Menschen.

Nachfolgend informieren wir über aktuelle Fragen und Initiativen zu der Problematik Barrierefreiheit in unserem Einzugsgebiet und wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf gute Initiativen, aber auch auf Probleme hinweisen würden.
kv-nordthueringen@vdk.de

VdK-Plakette "barrierefrei erbaut"

© VdK

Mit dem Gütesiegel des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen, der Plakette "barrierefrei erbaut", können öffentliche wie private Gebäude ausgezeichnet werden, die bei ihrer Errichtung oder bei ihrem Umbau die Bedürfnisse behinderter Menschen berücksichtigen, u. a. Bürgerhäuser, Mehrzweckhallen, Hallenbäder,. Aber auch Einkaufzentren, Hotels, Kaufhäuser usw. können sie erhalten. Die Vorschläge für diese Auszeichnung kommen meistens direkt aus den Ortsverbänden. Bewilligt wird die Plakette jedoch nur, wenn nach eingehender Überprüfung festgestellt wurde, dass alle Verleihungskriterien eingehalten worden sind. Die Prüfung der Anträge nimmt im Auftrage des Landesvorstandes Ursula Blaschke vor. Sie ist die Leiterin der VdK-Beratungsstelle für technische Hilfen und Wohnraumanpassung. Ihr stehen dabei nunmehr die neu ausgebildeten Fachkräfte Barrierefreiheit, in unserem Kreisverband Goldi Morcinek und Frank Witting zur Seite.
Im Geschäftszeitraum 2003 bis 2006 wurde im Landesverband Hessen-Thüringen die Plakette 17 Mal verliehen.

Weitere Informationen zum Erwerb der Plakette "barrierefrei erbaut" finden Sie hier als PDF-Datei:

Mit der VdK-Plakette ausgezeichnete barrierefreie Objekte aus unserem Einzugsbereich finden Sie auf der Seite barrierefrei erbaut"

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  1. Ein an eine Wand geheftetesMerkblatt mit der Aufschrift: Behindert ist ma nicht, sondern wird man
  2. Porträt Verena bentele | © IMAGO
  3. Litfaßsäule mit Plakaten zur Aktion
  4. Graues rechteckiges Schild, auf dem neben einem VdK-Logo und einem großen blauen Häkchen "barrierefrei erbaut" zu lesen ist | © VdK

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