30. Juli 2015
VdK-Zeitung Archiv

Zimmer frei, Mitbewohner gesucht

Senioren- und Pflege-Wohngemeinschaften mit Gleichgesinnten

Zu Hause alt werden, diesen Wunsch haben viele Menschen. Doch nicht jeder hat hierfür die nötige familiäre Unterstützung, eine barrierefreie Wohnung oder die finanziellen Möglichkeiten. Warum also nicht Gleichgesinnte suchen und eine Senioren- oder Pflege-Wohngemeinschaft gründen? Das Bundesministerium für Gesundheit gibt auf seiner Internetseite www.bmg.bund.de Tipps.

Klar ist: Ohne Mitbewohner keine WG. Wer keine Gleichgesinnten im Bekanntenkreis hat, kann im Sportverein, Handarbeitskreis, Seniorentreff oder über eine Zeitungsanzeige suchen. Außerdem empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit, ambulante Pflegedienste einzubeziehen, die sich mit der Organisation von Wohngemeinschaften auskennen – bei der Suche nach Mitbewohnern und bei allgemeinen Fragen zur Gründung.

Ohne Regeln geht‘s nicht

Wie groß soll die WG sein? Je mehr Mitbewohner, desto preiswerter ist meist die Miete. Je weniger Mitbewohner, desto leichter dürfte es sein, sich im Alltag zu einigen. Ohne Kompromisse und Regeln geht es nicht. Vor allem bei der Gestaltung des Mietvertrags sollte auf klare Regelungen bezüglich Auszug und Miete geachtet werden, rät das Gesundheitsministerium. Auch Pflegebedürftige haben die Möglichkeit, in Wohngemeinschaften zu leben.

Seit Herbst 2012 werden ambulant betreute Wohngruppen von der Pflegeversicherung besonders gefördert. Wer mit anderen Pflegebedürftigen in einer Wohnung zusammenlebt und ambulante Pflegte in Anspruch nimmt, kann zusätzlich zu den sonstigen Leistungen eine Pauschale in Höhe von monatlich 205 Euro beantragen. Die Voraussetzung: Mindestens drei Anspruchsberechtigte müssen zusammenwohnen. Darüber hinaus kann bei Gründung einer Pflege- WG eine Anschubfinanzierung zur altersgerechten oder barrierefreien Umgestaltung bei der Pflegekasse beantragt werden.

Pflege-Report

Attraktive Alternativen

Die Generation 50 plus zeigt sich offen: Jeder Zweite der 50- bis 80-Jährigen könnte sich alternative Wohn- und Versorgungsformen im Pflegefall vorstellen – so das Ergebnis des Pflege-Reports des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Die bevorzugte Versorgungsform ist nach wie vor die häusliche Pflege durch Angehörige, so der Pflege-Report. Betreutes Wohnen und Mehrgenerationenhäuser sind aber für jeden Zweiten der Generation 50 plus attraktive Alternativen. Auch Senioren- Wohngemeinschaften oder eine gut organisierte 24-Stunden-Pflege zu Hause kommen für viele statt einer Pflegeeinrichtung in Frage. Mit dem Modell des Betreuten Wohnens verbinden die Befürworter eine professionelle Pflege und gute medizinische Versorgung.

Mehrgenerationenhäuser punkten durch ihr soziales Umfeld und die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt. Bei Senioren-Wohngemeinschaften hoffen die Befragten auf soziale Kontakte mit Menschen in ähnlicher Lebenslage. Der Vorteil in der 24-Stunden-Pflege wiederum wird im Erhalt des heimischen Umfelds gesehen, wenn auch das ständige Zusammenleben mit Pflegepersonen als problematisch gilt. Neue Wohnformen stoßen vor allem bei den 50- bis 60-Jährigen auf großes Interesse. (WIdO/bsc)


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