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Adventfeier am 11.12.2011

Ein Stück Geborgenheit erlebt.........

Tischdekoration

Tischdekoration© c

Unser schön geschmückter Weihnachtsbaum

Unser schön geschmückter Weihnachtsbaum© c

Zur alljährlichen vorweihnachtlichen Adventsfeier konnte der 1. Vorsitzende Klaus Weber
wieder 115 Mitglieder und Gäste im schön geschmückten Dorfgemeinschaftshaus in Edelsberg begrüßen.

Begrüßung durch  den  Vorsitzenden

Begrüßung durch den Vorsitzenden© c

Blick in den festlich geschmückten und bis zum letzten Platz gefüllten Saal.

Blick in den festlich geschmückten und bis zum letzten Platz gefüllten Saal.© c

Mit einem gemeinsamen Mittagessen begann um 12.30 Uhr, nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden, die Feier. Es wurde wie jedes Jahr Partyschinken, Sauerkraut, Meerrettich und frischem Bauernbrot serviert.

Hier kann man nur guten Appetit wünschen

Hier kann man nur guten Appetit wünschen© c

Nach dem schmackhaften Mittagessen wurde ein Schnäpschen resviert

Nach dem schmackhaften Mittagessen durfte natürlich ein Verdauungsschnäpschen nicht fehlen© c

Die Gestaltung des Nachmittags war vielseitig. Nach dem Mittagessen, der Ansprache des Vorsitzenden und Ehrungen von langjährigen Mitgliedern, leitete dieser zum gemütlichen und beschaulichen Beisammensein über. Es wurden Weihnachtslieder gesungen, Weihnachtsgeschichten, sonstige lustige Gedichte und ein Sketch von Ilse Haase und Kurt Lewalter vorgetragen.

Ilse Haase und Kurt Lewalter bei Ihrem Sketch

Ilse Haase und Kurt Lewalter bei Ihrem Sketch© c

Ehrungen

Für 10-jährige Mitgliedschaft wurde Irmgrad Reif (zweite von links) und Manfred Ludwig für 25-jährige Mitgliedschaft (zweiter von rechts) geehrt.© c

Bei selbstgebackenen Kuchen und wunderbar duftenden Kaffee fand die gelungene Veranstaltung am späten Nachmittag ein schönes Ende.

Unser Kuchenbuffet

Unser Kuchenbuffet© c

Ansturm auf das Kuchenbuffet

Ansturm auf das Kuchenbuffet© c

Die Auswahl ist groß

Die Auswahl ist groß© c

Bilder: Hans Abel

Ansprache des Vorsitzenden

Liebe Mitglieder, werte Gäste, es ist wieder einmal soweit: Das Jahr neigt sich zu Ende. Für uns ist dies ein Anlass, noch einmal im großen Kreis zusammen zu kommen und die Vorweihnachtszeit miteinander zu genießen. Denn in der Gemeinschaft verbringt sich die Zeit immer noch am schönsten.
Ich freue mich sehr, wieder viele vertraute und auch neue Gesichter in unserer Runde zu erblicken. Schön, dass Sie alle gekommen
sind und ich heiße Sie alle noch einmal recht herzlich willkommen und wir wollen versuchen, Ihnen etwas von der Freude der
Vorweihnachtszeit zu vermitteln.
Diese Freude sollte sich weniger in lauten Jubel und Trubel äußern, sondern uns mehr zur Ruhe und Besinnlichkeit führen, wie ich es in einem alten Kalender fand:
Advent
Aus dem Lärm in die Stille;
aus dem Krach in die Ruhe;
aus der Hetze in die Pause;
aus dem Streit in die Versöhnung;
aus der Hektik in die Besinnung;
für einige Minuten in der Stunde;
für einige Stunden am Tag;
für einen Tag in der Woche;
für einen Monat im Jahr.

Das ist Advent, eine Zeit der Stille, der Ruhe, der Atempause, der Versöhnung, der Besinnung.
Damit das Vorhaben gelingt, den Weihnachtszauber dieser Tage einzufangen, wurde unser Saal von ein paar Weihnachtsengeln passend zum Fest geschmückt. Auf den Tischen und am Weihnachtsbaum brennen Kerzen. Sie spenden ein ganz besonderes Licht, das uns in der dunkeln Jahreszeit besonders fasziniert. Licht ist Ausdruck der Hoffung. Kerzenlicht bringen die Augen zum Funkeln.
Deshalb möchte direkt zu Anfang unseren fleißigen Helfern danken, die keine Mühe gescheucht und mit Liebe und Sorgfalt im Vorfeld geplant und geschafft haben:
Den Vorstandsmitgliedern für die Ausschmückung der Halle,
den Damen für den wunderbaren Kuchen die Sie für uns heute gebacken haben,
den Damen und Herren die uns heute hier bedienen,
den Damen und Herren die heute hier zur Gestaltung unserer Feier beitragen werden.

Liebe Mitglieder, liebe Gäste, wie in den vergangenen Jahren, so können wir auch unsere Feier diesmal zum Anlass nehmen, uns in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. Nicht umsonst gibt man dem Christfest ja auch den schönen Beinamen Fest der Besinnlichkeit.

Doch worauf sollen wir uns besinnen? Da möchte ich uns eine Anregung geben. Wenden wir doch einmal einige Gedanken auf all jene Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns in Deutschland. Gerade zu Weihnachten erscheint mir dies angebracht.
Ich erinnere mich an den 31. Oktober 2011.
Weniger Reformationstag und Allerheiligen stimmten mich an diesem Tag nachdenklich, als die Geburt des sieben Milliarden Erdenbürgers. Ob Mädchen oder Junge, das Kind markiert den enormen Bevölkerungswachstum. In meiner Schulzeit lernten wir noch, dass drei Milliarden Menschen die Erde bevölkern.
Und heute sieben Milliarden Menschen, eine gigantische Zahl.
Nicht die vielen Menschen stimmen mich so nachdenklich, sondern die enormen Unterschiede ihrer Lebensbedingungen und ihrer Lebenschancen. Mehr als eine Milliarde Menschen hungern ständig. Milliarden Menschen haben äußerst unterschiedliche Lebenserwartungen. Viele sterben früh, andere werden immer älter. Dort gibt es viel zu wenig Arbeit für die vielen Menschen, hier fehlen bald die Arbeitskräfte.
Dabei haben alle Menschen die gleichen Erwartungen an das Leben: Gesundheit, Bildung, Arbeit, auskömmliches Einkommen, soziale Sicherheit und menschliche Geborgenheit. Alle wollen sich freuen können, auch für andere da zu sein. Schmerzen tun allen Menschen gleich weh. Die meisten strengen sich an, ihren Beitrag zu leisten, damit ihr Leben einigermaßen gelingt.
Und dennoch diese Unterschiede?
Das Kind, das vor 2000 Jahre in der Krippe in Bethlehem seine erste Lebensnacht verbrachte, hat vielen Menschen den Frieden auf Erden gewünscht.
Manche haben ihn, viele nicht.
Da bleibt noch viel zu tun!
Vielleicht können wir die vor uns liegenden stille Tage dazu nutzen, zu überlegen, was und wo jeder von uns seinen Beitrag zu mehr Frieden und Menschlichkeit im kommenden Jahr leisten kann.

Liebe Mitglieder, liebe Gäste, ich will euch natürlich nicht in Trübsal über den Zustand unserer Erde und Völker versetzen. Not, Elend und Leid hat es zu allen Zeiten und allen Orten immer wieder gegeben
Doch ich denke, gerade zu Weihnachten sollten wir uns diese Realität bewusst machen, sie einfach nicht von uns wegschieben. Das Fest der Besinnlichkeit ist für mich die Zeit, in der man im Trubel schnell vorbeiziehender Tage, Wochen und Monate etwas inne hält. Gerade darin eröffnet sich für mich ein tieferer Sinn im Weihnachtsfest. Wir müssen wieder sehen und einsehen, dass es die Aufgabe des Stärkeren ist, den Schwächeren zu helfen, ihnen die helfende Hand reichen und ihnen zur Seite zu stehen.
Die Adventszeit und das Weihnachtsfest erinnern daran; Dass wir wieder einen Weg finden müssen, auf dem wir zurückfinden zum Ursprung aller Werte, zum Glauben, zur Liebe und zur Hoffnung. Ohne Hoffnung bleibt nur noch die Verzweiflung, ohne Glauben nur die Beliebtheit und ohne Liebe nur die absolute Leere.
Lassen Sie uns daher nach unserem Vermögen die Kräfte unterstützen, die sich in aller Welt für den äußeren und inneren Frieden einsetzen.
Denn militärische Auseinandersetzungen können nur in Ausnahmefällen Konflikte lösen. In der Regel produzieren sie lediglich neues leid wie wir dies in der Vergangenheit erlebt haben und auch täglich in der Gegenwart erleben.
Nur soziale Gerechtigkeit und nicht die Rendite der Aktienbesitzer kann Maßstab und Richtschnur privaten und staatlichen Handelns sein. Ansonsten geht der Respekt vor der menschlichen Würde jedes Einzelnen verloren und mit ihm der innere und äußere Frieden.

Liebe Mitglieder, liebe Gäste, unser europäisches Haus weist gefährliche Risse auf. Das in so mühsamer Kleinarbeit nach dem zweiten Weltkrieg Stein für Stein aufgebaut wurde. Ausgerechnet unsere Gemeinschaftswährung die dieses Haus für alle Zeiten zusammenhalten sollte, erlebt seine wohl härteste Bewährungsprobe. Vieles passt nicht ins Gefüge. Zwischen politischer Vision und wirtschaftlicher Realität tun sich Abgründe auf. Jetzt wird sich erweisen, ob die europäische Idee nationale Egoismen überleben kann. Eine Idee, die man ja nicht nur in Milliarden Euro und überhaupt in Geld beziffern kann. Sie beinhaltet viel mehr: mittlerweile schon 67 Jahre Frieden, Freiheit, Wohlstand und Gemeinschaft. Ja, liebe Mitglieder und Gäste, das sind Werte, für die es sich zu kämpfen lohnt. Für die es sich lohnt, über den eigenen Schatten zu springen.

Ich sprach gerade von Egoismus, Egoismus und eine maßlose Gier sind negative Eigenschaften, die zum einen gar nichts mit der Weihnachtsbotschaft zu tun haben. Zum anderen aber maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Finanzbranche weltweit mehr und mehr in Misskredit gerät. Wohl nicht zu unrecht. Hochriskante Spekulationsgeschäfte und ein maßloses Gewinstreben der Bänker führten bereits im Jahr 2007 fast zum wirtschaftlichen Supergau. Haben die Akteure an den Schalthebeln der Macht daran Schlüsse gezogen? Ich glaube kaum? Zu kurz ist das Gedächtnis.
Doch viele Menschen sind nicht mehr bereit, dieser Entwicklung eines Scheuklappen-Kapitalismus tatenlos zuzuschauen. Sie gehen auf die Straße. Rund um den Erdball campieren sie vor den Bankhäusern. Sie artikulieren friedlichen Protest. Gegen die Gier einer sich in Glastürmen abschottenden Elite von Raffgierkapitalisten.
Ich sehe in diesem sicher oft skurrillen, farbigen oft unkoordinierten Aufgehren einen Hoffnungsschimmer. Politiker und Bankchefs können diese Rufe nicht auf Dauer ignorieren. Und wenn der Chef einer der größten deutschen Banken sogar Verständnis für die Bewegung äußert, dann ist das schon sehr viel sagend.
Unsere westliche hoch industrialisierte Gesellschaft hat eine gute Portion Bescheidenheit dringend nötig. Es geht dabei nicht um eine Abschaffung der Klassengesellschaft. Gott behüte uns.
Es geht um wieder mehr Solidarität. Um mehr Verantwortung für das Ganze. Und um Mitgefühl für die schwächsten Glieder unserer Gemeinschaft.
Letztlich verspricht diese Kombination die höchste Rendite in der Zukunft. Eine hohe Lebensrendite! Sie lässt sich eben nicht in Euro oder Dollar bemessen. Aber sie verspricht die höchste Qualität und Nachhaltigkeit.
Ja, liebe Mitglieder,liebe Gäste, wir werden enger zusammenrücken müssen und wie bereits eben erwähnte, hat im Oktober 2011 der Sieben Milliardste Mensch das Licht der Welt erblickt. Eine gewaltige Zahl. Sieben Milliarden Menschen teilen sich die knappen Rohstoffe unseres Planeten. Eine gewaltige Herausforderung.

Unsere heutige Weihnachtsfeier sehe ich allerdings nicht als Herausforderung an. Sie ist eine Freude am Ende eines aufreibenden Jahres. Gerne rücke ich mit ihnen zusammen und lasse mich vom Zauber des festlichen Lichterscheins einfangen. Liebe Mitglieder, liebe Gäste, lassen Sie mich daher meine kurze Ansprache wieder versöhnlich mit ein Paar Versen, die heute hier in unsere Feier passen, schließen.
Alle Jahre wieder
kehren wir hier ein;
singen Weihnachtslieder,
wollen fröhlich sein.
Sollen heut vergessen,
was uns alles quält;
und beim Kuchen essen
wird fröhlich dann erzählt.

Manche lustge Sachen
solln erfreuen unser Herz,
dass wir können lachen,
lassen allen Schmerz.

Wir wolln auch bedenken,
dass bald Weihnacht ist:
Gott sich uns schenken
In dem Herren Jesu Christ.

Er ist Mensch geworden,
kommt zu uns hierher,
nimmt all unsre Sorgen,
die uns sind zu schwer.

Öffne uns die Herzen
und zieh bei uns ein,
dass das Licht der Kerzen
in uns möge sein.

Ich danke Ihnen, dass Sie mir zugehört haben und wünsche Ihnen heute in unserer Mitte einige besinnliche und schöne Stunden.
Erfreuen wir uns zusammen an den alt vertrauten Melodien und den Vorträgen, Plaudern wir miteinander über das was uns innerlich bewegt.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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  1. Tischdekoration | © c
  2. Unser schön geschmückter Weihnachtsbaum | © c
  3. Begrüßung durch den Vorsitzenden | © c
  4. Blick in den festlich geschmückten und bis zum letzten Platz gefüllten Saal. | © c
  5. Hier kann man nur guten Appetit wünschen | © c
  6. Nach dem schmackhaften Mittagessen wurde ein Schnäpschen resviert | © c
  7. Ilse Haase und Kurt Lewalter bei Ihrem Sketch | © c
  8. Ehrungen | © c
  9. Unser Kuchenbuffet | © c
  10. Ansturm auf das Kuchenbuffet | © c
  11. Die Auswahl ist groß | © c

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