Behinderung

Persönliche Assistenz soll Barrieren im Studium in Freiberg abbauen

Zum Start des Sommersemesters 2013 hat die TU Bergakademie Freiberg zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung eingeleitet.

© Bundesagentur für Arbeit


Unter Federführung des Prorektors für Strukturentwicklung, Prof. Dirk C. Meyer, sollen diesen Studierenden weitere Hilfestellungen angeboten werden, um ihnen eine möglichst gleichberechtigte und selbstständige Teilhabe am Studium und am studentischen Leben zu ermöglichen. Durch ihn wurde das Projekt „Barrierefreies Studium an der TU Bergakademie Freiberg“ ins Leben gerufen.

Maßnahmen

„Es ist geplant, die bereits angebotenen Hilfestellungen, wie etwa Beratungen zur Gestaltung des Studiums oder die Bereitstellung von Wohnraum, durch weitere Angebote zu ergänzen“, erläutert der Prorektor. So besteht seit Längerem schon der Service für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, technische Unterstützung für die gleichberechtigte Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren zu bekommen oder Prüfungen individuell anpassen zu lassen. Sowohl Mitarbeiter der Bergakademie und des Studentenwerks als auch Studierende bieten hierzu Beratung an. Ab dem Sommersemester 2013 gibt es erstmals eine persönliche Assistenz, die bei Bedarf zum Beispiel Texte vorliest oder bei der Literaturrecherche hilft.

Studentisches Konzept

Um die Studiensituation von Studenten mit körperlichen Einschränkungen darüber hinaus zu verbessern, wurde nun ein Konzept aus studentischer Sicht erarbeitet. Friederike Kersten, Studierende im 4. Semester des Masterstudienganges Photovoltaik und Halbleitertechnik, hat sich im Rahmen des Projekts „Barrierefreies Studium an der TU Bergakademie Freiberg“ in einer umfassenden Recherche mit den Bedürfnissen und Problemen behinderter oder chronisch kranker Studierender beschäftigt: „Ziel ist es, den Studierenden mit Behinderung den Studienalltag zu erleichtern und noch bestehende Barrieren aus dem Weg zu räumen. Dazu möchten wir den betroffenen Studierenden personelle Hilfen anbieten“, erläutert Kersten. „Sie sollen für einen begrenzten Zeitraum stundenweise Hilfe von einer studentischen Hilfskraft bekommen können, die sie im Studienalltag unterstützt. Wir denken hier zum Beispiel an das Vorlesen von Texten, das Mitschreiben in Veranstaltungen oder Tipparbeiten.“

Auch die Direktorin der Universitätsbibliothek, Katrin Stump, geht aktiv auf das Konzept ein. So ist nunmehr eine personelle Hilfe beim Lesen von Texten oder für die Unterstützung bei der Literaturrecherche vorgesehen. Damit sollen die bereits bestehenden Vorkehrungen wie die Bereitstellung eines Blindenarbeitsplatzes erweitert werden. Doch damit soll es nicht getan sein, blickt Prof. Dirk C. Meyer, voraus: „Mittel- bis langfristig zielt das Projekt auch auf infrastrukturelle Veränderungen und bauliche Maßnahmen, die ein behindertengerechtes Studium möglichst umfassend gewährleisten.“

Hintergrund

Das Vorhaben ist Teil des Projekts Maßnahmen für erfolgreiches Studieren an einer international orientierten Ressourcenuniversität (MESIOR). Im Rahmen von MESIOR wurden der Bergakademie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Mittel in Höhe von mehr als 7,6 Millionen Euro für den Einsatz zur Verbesserung der Studienbedingungen im Zeitraum 2011 bis 2016 bewilligt.

Studierende und Studieninteressierte, die eine persönliche Unterstützung in Anspruch nehmen möchten, können sich bei Friederike Kersten unter Friederike.Kersten@student.tu-freiberg.de melden. Weitere Informationen zum Studieren mit Behinderung sind zu finden unter: http://tu-freiberg.de/studieren-mit-behinderung.

Schlagworte Behinderung | Studium | Freiberg


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