24. August 2023
Wohnraumanpassung

Zum 1.000 Mal im Jahr 2023: Freistaat unterstützt Anpassung von Wohnraum

Auch im Alter im gewohnten Umfeld leben – das möchte wohl jeder. Oft aber erweist sich die seit vielen Jahren genutzte Wohnung als ungeeignet, wenn das Alter mehr und mehr körperliche Einschränkungen mit sich bringt.

Mann schüttelt einer Frau die Hand
Staatsminister Thomas Schmidt übergab den 1.000 Bescheid an Christine Neuhauser. | © Mosig

Seit sechs Jahren unterstützt der Freistaat mit der Förderrichtlinie "Wohnraumanpassung" den Umbau von Wohnungen oder Einfamilienhäusern – übrigens nicht nur für ältere Personen. Körperliche Einschränkungen können auch schon junge Menschen treffen. Ob Beseitigung von Schwellen, Einbau breiterer Türen oder eines Treppenlifts – die Palette ist groß, wenn es darum geht, Wohnraum für Menschen mit eingeschränkter Mobilität barrierefrei zu machen.

Thomas Schmidt übergibt 1.000 Bescheid 2023

Thomas Schmidt, Staatsminister für Regionalentwicklung, übergab in diesem Zusammenhang am 17. August den 1.000sten Zuwendungsbescheid dieses Jahres aus dem Förderprogramm zur Wohnraumanpassung an eine Seniorin aus Hainichen. Diese hatte die Förderung für den barrierefreien Umbau des Bads beantragt.

VdK-Wohnraumberatungsstelle vorgestellt

VdK-Landesgeschäftsführer Ralph Beckert stellte anschließend die Arbeit der Wohnraumberatungsstelle beim Sozialverband VdK Sachsen e.V. vor. Die Wohnraumberatung wird von vier Kollegen durchgeführt, wobei auch alle VdK-Beratungsstellen die Information zum Förderprogramm abdecken, um möglichst viele Betroffene zu erreichen. Bis Ende Juli 2023 waren es allein 372 Anfragen beim VdK, von denen 98 Prozent aus fachlicher Sicht positiv bewerten konnten. Schwerpunkte bei der Beantragung aus der Förderrichtlinie waren dabei Maßnahmen zur Beseitigung von Nutzungseinschränkungen im Sanitärbereich (z. B. Einbau einer bodengleichen Dusche) und Treppenlifte im Wohnbereich, weitere Maßnahmen sind z. B. Türverbreiterungen, der Einbau von Rampen, der Abbau von Schwellen oder Zugangsmöglichkeiten zum Balkon oder Terrasse.

ein Mann spricht
Ralph Beckert stellte die Beratungsangebote des VdK vor. | © Mosig

Im Rahmen der Prüfung wird beim VdK auch immer geschaut, wenn es sich aus den Unterlagen, Telefonaten oder auch vor Ort Besichtigungen ergibt, ob die Antragstellerinnen und Antragsteller auch noch ggf. weitere Leistungen in Anspruch nehmen könnten, z.B. Leistungen der Pflegekasse (Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag).

Ralph Beckert betonte, dass dder VdK die Fortführung der Förderrichtlinie Wohnraumanpassung begrüßt, da mit einem geringen bürokratischen Aufwand Menschen unmittelbar Hilfe erhalten, um im eigenen Wohnraum wohnen bleiben zu können, gerade auch im ländlichen Raum mit niedrigen Einkommen/Vermögen. Dadurch wird oftmals ein Umzug ins Pflegeheim verhindert.

Rundgang durch das Wohnxperium

mehrere Personen stehen im Kreis in einem Raum
Beim Rundgang wurden die Räume des Wohnxperiums vorgestellt. | © Mosig

Zum Abschluss erfolgte ein Rundgang durch die Räume des Chemnitzer Vereins "WohnXperium", der vorstellte, welche guten Lösungen von Wissenschaftlern, Handwerkern und anderen Akteuren für das barrierefreie Wohnen gefunden werden. Die Räumlichkeiten des WohnXperium e. V. bieten auf über 550 Quadratmetern eine moderne, flexibel gestaltbare und barrierefreie Experimentier- und Veranstaltungsfläche rund um barrierefreies Planen und Bauen sowie Wohnen und Pflege im Alter. So lassen sich beispielsweise mit Hilfe eines Alterssimulationsanzuges die vielfältigsten Einschränkungen simulieren, wenn Produkte, Abläufe oder Grundrisse getestet werden.

Schlagworte Wohnraumanpassung | Fördermittel | Badumbau | Barrierefreiheit

VdK-TV: Wohnen im Alter

Wer in seiner eigenen Wohnung alt werden möchte, sollte rechtzeitig Barrieren beseitigen. Wie das Wohnen der Zukunft aussehen kann, darüber machen sich Architekten und Bauherren Gedanken.

Stiftung
Logo der Stiftung Otto Perl
Wichtige Informationen zu den Leistungen und Angeboten der Otto Perl-Stiftung.
Barrierefreiheit
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl arbeitet an einem Notebook.
Barrieren im Internet können beim Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik gemeldet werden.
Aufgaben
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl am Fuß einer unüberwindbaren Treppe
Erklärung der vielfältigen Aufgabenstruktur der Koordinierungs- und Beratungsstelle für barrierefreies Planen und Bauen, gefördert von der Otto-Perl-Stiftung.
Barrierefreiheit
Symbolfoto: Ein Mann mit einem Blindenstock sitzt auf einer Bank.
Neuigkeiten aus dem Bereich barrierefreies Bauen, Leben und Wohnen.
ÖPNV für alle
Rollstuhlfahrerin drückt die Türöffnungstaste an einer Bustür.
Michael Thriemer leitet das VdK-Projekt, das von der Landesdirektion Chemnitz gefördert wird, und bietet unter anderem auch Mobilitätstrainings an.

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