Barrierefreiheit

Denkmalschutz muss Belange von Menschen mit Behinderung beachten

Mit dem Wiederaufbaubegleitgesetz zur Beseitigung der Folgen des Junihochwassers 2013 wurde mit Wirkung ab 1. Mai 2014 auch das Sächsische Denkmalschutzgesetz geändert. Paragraph 1 des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes, welcher die Aufgaben von Denkmalschutz und Denkmalpflege definiert, wurde um einen Absatz 4 mit dem Wortlaut „Die Belange von Menschen mit Behinderungen oder mit Mobilitätsbeeinträchtigungen sind zu berücksichtigen.“ ergänzt.

Der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, begrüßt diese Regelung außerordentlich: „Es ist ungeheuer wichtig, dass sich auch beim vorhandenen Gebäudebestand und nicht nur bei Neubauten etwas in Richtung Barrierefreiheit tut. Der Vorrang des Denkmalschutzes als Totschlagargument für barrierefreie Umbaulösungen hat nun jedenfalls ausgedient.“ Damit dürften auch die jahrelangen Diskussionen zur barrierefreien westseitigen Erschließung der Brühlschen Terrasse in Dresden mit einem Aufzug eine geordnete Lösung im Sinne der Betroffenen finden, so Pöhler weiter. Mit der Gesetzesänderung wird auch ein Anliegen der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt.

Wie ein beispielhafter praxistauglicher Interessenausgleich auf diesem Gebiet aussehen kann, zeigt das Rathaus der Großen Kreisstadt Aue. Die Kommune wurde vor wenigen Tagen mit dem 1. Sächsischen Inklusionspreis in der Kategorie „Barrierefreiheit“ ausgezeichnet. Zielgruppe dieser Kategorie waren Behörden in Baudenkmälern.

Schlagworte Denkmalschutz | Barrierefreiheit

VdK-TV: VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren" - Barrierefreiheit im Verkehr

Im Rahmen seiner bundesweiten Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ fordert der Sozialverband VdK umfassende Barrierefreiheit im Bereich Verkehr, also auf Straßen, Schienen und in der Luft. Ein drastisches Beispiel für die immer noch mangelhafte Barrierefreiheit in Deutschland zeigt die Ortsbegehung am Bahnhof Obernhof in Rheinland-Pfalz – hier kann der Bahnsteig nur über eine steile Treppe erreicht werden.

Gestaltung und Mobilität
Wichtige Hinweise zur Barrierefreiheit gibt das Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität (IbGM). Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der rasant wachsenden Gruppe der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie der Herstellung umfassender Barrierefreiheit in Deutschland und Europa.Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität

Stiftung
Logo der Stiftung Otto Perl
Wichtige Informationen zu den Leistungen und Angeboten der Otto Perl-Stiftung.
Barrierefreiheit
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl arbeitet an einem Notebook.
Barrieren im Internet können beim Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik gemeldet werden.
Aufgaben
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl am Fuß einer unüberwindbaren Treppe
Erklärung der vielfältigen Aufgabenstruktur der Koordinierungs- und Beratungsstelle für barrierefreies Planen und Bauen, gefördert von der Otto-Perl-Stiftung.
Barrierefreiheit
Symbolfoto: Ein Mann mit einem Blindenstock sitzt auf einer Bank.
Neuigkeiten aus dem Bereich barrierefreies Bauen, Leben und Wohnen.
ÖPNV für Alle
Rollstuhlfahrerin drückt die Türöffnungstaste an einer Bustür.
Michael Thriemer leitet das VdK-Projekt, das von der Landesdirektion Chemnitz gefördert wird, und bietet unter anderem auch Mobilitätstrainings an.

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