Barrierefreiheit

Fehlende Senioren-Wohnungen - Studie schlägt Alarm

Die Studie "Wohnen der Altersgruppe 65plus" wurde vom Verbändebündnis "Wohnen 65plus" in Auftrag gegeben, in dem auch der Sozialverband VdK aktiv ist.

Symbolfoto: Eine Frau und ein Mann im Rollstuhl arbeiten zusammen in der Küche.

Die Studie verdeutlicht, dass das Zusammentreffen von einer längeren Lebenserwartung mit erhöhtem Pflegebedarf, aber auch der zunehmenden Altersarmut neue Anforderungen an das Wohnen im Alter (65plus) stellt. "Mit der starken Zunahme Älterer wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen rasant wachsen", sagt der Leiter der Studie Matthias Günther. "Bei dieser Entwicklung wird es höchste Zeit, barrierearme Wohnungen für Senioren zu schaffen. Ziel muss es sein, die älteren Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu lassen. Auch dann noch, wenn sie dort ambulant gepflegt werden müssen. Die Alternative ist der Umzug ins Pflegeheim. Genau das wollen aber viele Ältere nicht".

Nötig sind also mehr barrierearmen Wohnungen, welche die ambulante Pflege erleichtern und die Unfallgefahr von Senioren verringern.

Als Handlungsempfehlung empfiehlt die Studie die Ausweitung des Bestandes an barrierearmen Wohnungen sowie die Wiedereinführung von attraktiven Fördermaßnahmen zum Umbau bestehender Wohnungen.

Nach Einschätzung von Kay Kaden, VdK-Experte für barrierefreies Planen und Bauen, könnte der Freistaat Sachsen aufgrund der demografischen Entwicklung ein Modellfall für den Bedarf und die Umsetzung barrierearmen Wohnens werden. Beispiele in der Wohnungswirtschaft gibt es bereits viele, zum Beispiel in Mittweida, Burgstädt und Chemnitz.

Hier finden Sie die Studie zum Herunterladen:

  • Studie Wohnen65plus.pdf (1,18 MB, PDF-Datei)

    Untersuchung zum guten und bezahlbaren Wohnen durch das Verbändebündnis Wohnen 65plus

Schlagworte Studie Wohnen 65plus

VdK-TV: VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren" - Barrierefreiheit im Verkehr

Im Rahmen seiner bundesweiten Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ fordert der Sozialverband VdK umfassende Barrierefreiheit im Bereich Verkehr, also auf Straßen, Schienen und in der Luft. Ein drastisches Beispiel für die immer noch mangelhafte Barrierefreiheit in Deutschland zeigt die Ortsbegehung am Bahnhof Obernhof in Rheinland-Pfalz – hier kann der Bahnsteig nur über eine steile Treppe erreicht werden.

Gestaltung und Mobilität
Wichtige Hinweise zur Barrierefreiheit gibt das Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität (IbGM). Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der rasant wachsenden Gruppe der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie der Herstellung umfassender Barrierefreiheit in Deutschland und Europa.Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität

Stiftung
Logo der Stiftung Otto Perl
Wichtige Informationen zu den Leistungen und Angeboten der Otto Perl-Stiftung.
Barrierefreiheit
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl arbeitet an einem Notebook.
Barrieren im Internet können beim Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik gemeldet werden.
Aufgaben
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl am Fuß einer unüberwindbaren Treppe
Erklärung der vielfältigen Aufgabenstruktur der Koordinierungs- und Beratungsstelle für barrierefreies Planen und Bauen, gefördert von der Otto-Perl-Stiftung.
Barrierefreiheit
Symbolfoto: Ein Mann mit einem Blindenstock sitzt auf einer Bank.
Neuigkeiten aus dem Bereich barrierefreies Bauen, Leben und Wohnen.
ÖPNV für Alle
Rollstuhlfahrerin drückt die Türöffnungstaste an einer Bustür.
Michael Thriemer leitet das VdK-Projekt, das von der Landesdirektion Chemnitz gefördert wird, und bietet unter anderem auch Mobilitätstrainings an.

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