28. Mai 2015
VdK-Zeitung Juni 2015

Wussten Sie schon...

..., dass ein Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben auch als Antrag auf Rente gelten kann? Immer wieder kommt es vor, dass ein Betroffener eine Reha-Maßnahme beantragt, und unerwartet einen Rentenbescheid in der Hand hält. Hintergrund ist das Ziel von Reha- oder Teilhabeleistungen. Diese sollen die Erwerbsfähigkeit erhalten oder wiederherstellen. Wenn solche Maßnahmen erfolglos sind, oder von vornherein nicht helfen können, lässt sich die Erwerbsfähigkeit nicht mehr verbessern. Das Gesetz sieht dann in der Regel eine Berentung vor.

In solchen Fällen greift eine gesetzliche Vorschrift zum Schutz der Betroffenen. Danach kann der ursprüngliche Antrag jetzt als Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung gelten. Der Betroffene muss in diesen Fällen also keinen neuen Antrag stellen; ein neues und oft zeitaufwändiges Verfahren wird vermieden.

Im Einzelfall kann die Berentung allerdings auch Nachteile mit sich bringen. Durch die Berentung kann der Anspruch auf – womöglich höhere – andere Sozialleistungen entfallen (Krankengeld, Arbeitslosengeld). Schlimmstenfalls kann die Berentung den Arbeitsvertrag gefährden.

Ist die Berentung noch nicht endgültig entschieden, kann der Antrag oft noch zurückgenommen werden – aber nur, wenn nicht Krankenkasse oder Agentur für Arbeit ursprünglich zur Antragstellung aufgefordert haben. Denn dann muss erst von dort die Zustimmung zur Rücknahme des Antrags eingeholt werden.
Wer unerwartet einen Rentenbescheid erhält, sollte sich daher bei den Juristen des VdK beraten lassen.

Mehr aus der Reihe "Wussten Sie schon":

Tobias Gohrbandt, VdK-Jurist

Schlagworte Wussten Sie schon? | Rente | Rehabilitation | Teilhabe | Rechtsberatung

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