28. November 2014
VdK-Zeitung Dezember 2014 / Januar 2015

Wussten Sie schon, dass...

... Körpermodifizierungen wie Tätowierungen oder Piercings nicht nur schmerzen können, sondern schlimmstenfalls auch negative Auswirkungen auf ihren gesetzlichen Krankenversicherungsschutz haben können?

Derartige Verzierungen können leider nicht nur schön und ästhetisch sein (was sicher auch immer im Auge des Betrachters liegt), sondern auch ungewünschte gesundheitliche Folgen haben, zum Beispiel aufgrund von Infektionen oder verunreinigten Farben. In diesen Fällen droht aber gleich doppelt Ungemach. Neben den Schmerzen und sonstigen Behandlungsfolgen kann es auch Ärger mit der Krankenversicherung geben.
Gesetzlich Versicherte müssen sich gemäß § 52 Abs. 2 SGB V bei einer Krankheit, die durch eine medizinisch nicht notwendige Schönheitsoperation, eine Tätowierung oder ein Piercing, verursacht wurde, in angemessener Höhe an den Behandlungskosten beteiligen. Die Aufzählung des Gesetzes ist an dieser Stelle nicht abschließend, so dass etwa bei Männern auch Kopfhaartransplantationen medizinisch nicht indizierte Maßnahmen sein können.

Die Vorschrift hat zur Folge, dass in der Regel bis zur Hälfte der Behandlungskosten dem Versicherten auferlegt werden. Je nach Höhe des Einkommens können Behandlungskosten in Höhe von bis zu sieben Prozent des Jahreseinkommens von der Krankenkasse zurück gefordert werden. Auch beim Krankengeld kann es zu Einschnitten kommen. Es kann für die Dauer der Behandlung ganz oder teilweise versagt oder sogar für die Vergangenheit zurückfordert werden.

Raphael Collet, Rechtsreferent

Schlagworte Wussten Sie schon? | Rechtskolumne | Rechtsberatung | Raphael Collet | Schönheitsoperationen

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