30. März 2015
VdK-Zeitung April 2015

Wussten Sie schon...?

..., dass der Grad der Behinderung (GdB) bei verschiedenen Erkrankungen nach der Zeit der Heilungsbewährung zurückgestuft wird? Folgendes ist der Fall: Der GdB wird nach den Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung im Alltag gemessen. Er gilt nicht nur bei Behinderungen, sondern auch bei schweren Erkrankungen. So wird zum Beispiel bei Krebs in der Regel nach der Diagnose ein GdB über 50, also eine Schwerbehinderung, anerkannt. Für die Anerkennung ist das Landesamt für Soziales zuständig. Wenn dann in einer Zeit des Abwartens nach der Erkrankung („Heilungsbewährung“) kein Rückfall auftritt, wird das Leiden vom Landesamt neu bewertet.

Bei dieser Neubewertung wird dann nur noch der „Organverlust“ bewertet, was in der Regel zu einem niedrigeren GdB führt, der unter 50 liegt und somit nicht mehr im Bereich der Schwerbehinderung, wodurch einige Nachteilausgleiche für Betroffene entfallen. Die Rückstufung erfolgt aber nicht unangekündigt. Das Landesamt für Soziales wendet sich vorher per Post an den Betroffenen und gibt ihm Gelegenheit, sich zu seinen derzeitigen Gesundheitszustand zu äußern – offiziell nennt sich das „Anhörung“.

Sollten Folgeschäden und/oder zusätzliche Erkrankungen aufgetreten sein, so können diese, wenn sie umfassend ärztlich belegt und bestätigt werden, auch bei einer Neubewertung des GdB berücksichtigt werden. Daher muss die Neubewertung nicht automatisch mit dem Verlust der Schwerbehinderung einhergehen, sondern kann eventuell auch aufrechterhalten werden.

Daher sollten Betroffene auf jeden Fall auf die Anfrage des Landesamtes, die die Rückstufung ankündigt, reagieren und umfassend zum derzeitigen Gesundheitszustand Auskunft erteilen. Rat und Hilfe zum Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung oder bei einer Neubewertung erteilen die Rechtsberater des Sozialverbands VdK Saarland.

Alle Beiträge aus der Reihe "Wussten Sie schon...?:

Martina Braun, VdK-Rechtsreferentin

Schlagworte Wussten Sie schon? | GdB | Behinderung | Landesamt für Soziales | Schwerbehindertenrecht | Rechtsberatung

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