1. Oktober 2019
VdK-Zeitung

Hebel umlegen

Mit kaum einer anderen Politik vermag eine Regierung so schnell und nachhaltig das Vertrauen vieler Menschen zu zerstören wie mit schlechter Rentenpolitik. Kann ich im Alter meinen Lebensstandard weitgehend halten – selbst mit Handicap?

Unsere Mitglieder sorgen sich um ihre Altersvorsorge, weil sie auch unter hohen Mieten, der Last von Strom- und Heizkosten, teuren Tickets für den Bus oder Zuzahlungen in der Apotheke leiden. Wenn die Menschen einen Kurswechsel im Rentensystem wollen, geht es nicht um die Verteidigung von Privilegien und ein möglichst großes Stück vom Kuchen, sondern um ein würdiges Leben.

Um die Kernschmelze des Sozialstaates zu verhindern, braucht es eine intelligente Erneuerung der Rente. Ein „weiter so“ schürt Zukunfts-, Abstiegs- und Existenz­ängste. Wenn die Löhne schon zwei Jahrzehnte weit unterhalb der Wirtschaftsleistung verharren und die Erlöse ungerecht verteilt werden, führt die darauf aufbauende Altersvorsorge zu niedrigen Renten.

Immer mehr Menschen können von ihrer Rente nicht würdig leben. Wenn wir Geringverdiener verpflichten, in die Rentenversicherung einzuzahlen, wohlwissend, dass sie später doch auf Sozialhilfe angewiesen sind, ist das unlauter und ruft nach einem Kurswechsel. Wichtig ist, sich von Illusionen zu verabschieden. Die Menschen, die über ihr Einkommen keine ordentliche gesetzliche Rente erarbeiten können, haben auch kein Geld für zusätzliche private oder betriebliche Versicherungen.

Dringend notwendig ist es, Versorgungslücken zu schließen, die etwa durch Pflege- und Krankheitszeiten oder atypische Beschäftigung entstehen. Deshalb ist eine Rente nach Mindesteinkommen oder zumindest die Grundrente jetzt nötig.

Inzwischen geht es nicht nur um Verteilungsgerechtigkeit, sondern um das Vertrauen in unser politisches System.

Armin Lang, Landesvorsitzender

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