30. September 2014
VdK-Zeitung

Wussten Sie schon, dass...

… Sie lückenlos arbeitsunfähig geschrieben sein müssen, um den Anspruch auf abschnittsweise gezahltes Krankengeld zu behalten? Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie haben eine ärztlich ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die an einem Samstag oder Sonntag endet. Wer hier am darauf folgenden Montag zum Arzt geht, um sich weiter arbeitsunfähig schreiben zu lassen, wird nicht nur seinen Anspruch auf Krankengeldzahlung verlieren, sondern hier droht auch der Verlust des Versicherungsschutzes.

Dies hat das Bundessozialgericht in einer aktuellen Entscheidung vom Frühjahr noch einmal bestätigt (Az: B 1 KR 17/13 R). Hier ging es um eine Klägerin, die während eines Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig erkrankte und der nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiterhin Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Jedoch, wie das Gericht feststellte, zu spät. Das Gericht führte aus, dass die Arbeitsunfähigkeit stets vor Ablauf jeder Bescheinigung erneut ärztlich festgestellt werden muss.

Das bedeutet: Endet Ihre Arbeitsunfähigkeit an einem Samstag oder Sonntag, müssen Sie entweder an dem Freitag davor zum Arzt gehen oder an dem Wochenende zum hausärztlichen Notfalldienst. Nur dann behalten Sie den Anspruch auf Krankengeld und den Versicherungsschutz, der zu Beginn der Krankschreibung bestand.
Keinesfalls sollten Sie einen Arzt erst nach Ablauf der attestierten Arbeitsunfähigkeit aufsuchen! Dies gilt auch, wenn Sie nicht in einem bestehenden Arbeitsverhältnis arbeitsunfähig werden. Jeder Abschnitt der Krankgeldbewilligung ist eigenständig zu prüfen. Wann sich ein Widerspruch im Falle einer ablehnenden Entscheidung der Krankenkasse lohnt, können Sie mit Ihrem VdK-Sozialreferenten im zuständigen Kreisverband besprechen.

Bettina Keßler, Leiterin der Landesrechtsabteilung

Schlagworte Krankengeld | gesetzliche Krankenkasse | bundessozialgericht | Sozialrecht | arbeitsunfähigkeit | Krankschreibung

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