1. Februar 2014
VdK-Zeitung

Kolumne: Wussten Sie schon, dass ...

… die Krankenkasse Sie nicht ohne Weiteres gesundschreiben darf? Viele werden die Situation kennen: Nach längerer Krankschreibung teilt die Krankenkasse mit, nach Auffassung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) sei die Arbeitsunfähigkeit zu einem bestimmten Datum beendet. Das Krankengeld wird zu diesem Termin dann eingestellt. Der Knackpunkt: In vielen Fällen hat vor dieser Mitteilung überhaupt keine persönliche Untersuchung stattgefunden. Diese Vorgehensweise der Krankenkassen kann sich als Fehler herausstellen: Denn in den meisten Fällen kann der Gesundheitszustand des Betroffenen nur durch eine eigene Untersuchung abgeklärt werden.

Gerade, wenn der behandelnde Arzt weiter eine Arbeitsunfähigkeit attestiert, reicht eine Entscheidung der Krankenkasse „am grünen Tisch“ in der Regel nicht aus. Das wurde gerichtlich wiederholt bestätigt (SG Aachen S 6 KR 76/04, Urteil vom 31. Januar 2005; Hessisches LSG – L 8 KR 228/06, Urteil vom 18. Oktober 2007). In diesen Fällen kann es sich lohnen, gegen die Einstellung des Krankengeldes Widerspruch einzulegen und gegebenenfalls den Klageweg zu beschreiten. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, können Sie mit Ihrem Sozialreferenten im zuständigen VdK-Kreisverband besprechen.

Info:
In der neuen Kolumne „Wussten Sie schon, dass …?“ erklären Rechtsreferenten des VdK Saarland in Zukunft aktuelle Urteile und geben Tipps, auf welche Fallstricke Sie in sozialrechtlichen Angelegenheiten achten sollten. Thema im Februar sind Krankschreibungen.

Tobias Gohrbandt, Rechtsreferent

Schlagworte VdK Saarland | Rechtsabteilung | Rechtsexperte | Rechtsberatung | Krankschreibung

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