12. November 2021
PRESSEMITTEILUNG

VdK Saarland fordert Trendumkehr
bei Sozialer Wohnraumförderung

Der Sozialverband VdK Saarland mahnt anlässlich der heutigen Pressekonferenz im Bauministerium zu mehr Tempo und Transparenz bei der Sozialen Wohnraumförderung.

Symbolfoto: Eine Tafel, auf die mit Kreise ein Haus und eine Strichmännchen-Familie gezeichnet ist
© S. Hofschläger/pixelio.de

„Es ist begrüßenswert und in Anbetracht der gestiegenen Baupreise dringend notwendig, dass die Fördersätze angehoben werden. Ein Bauminister muss sich daran messen lassen, ob es gelingt, die soziale Wohnraumförderung wiederzubeleben und die allein für die Jahre 2020 und 2021 zur Verfügung gestellten 25 Millionen Euro an Bundesmitteln zweckorientiert einzusetzen“, sagte VdK-Wohnexperte Wolfgang Lerch.

Notwendig sei ein landesspezifisches Wohnraumfördergesetz, wie es in den meisten anderen Bundesländern existiert. Dieses muss den strukturellen Besonderheiten des Saarlandes Rechnung tragen, insbesondere dem wachsenden Anteil älterer Menschen. So sollte die Schaffung von bezahlbarem alters- und behindertengerechten Wohnraum, die Förderung alltagsunterstützender Assistenzsysteme und die Stärkung öffentlicher Siedlungsgesellschaften fokussiert werden. Weiterhin fordert der VdK Investitions- statt Tilgungszuschüsse verbunden mit einer möglichst langen Sozialbindung. „Wir müssen den Trend umkehren, so dass endlich wieder deutlich mehr Wohnungen gebaut werden als aus der Sozialbindung fallen“, so Lerch.

Seit 2005 habe das Saarland rund 90 Prozent seiner Sozialwohnungen verloren, deren Zahl im Mai 2021 rund 640 Mietwohnungen mit wohnrechtlicher Bindung betrug. „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der Tatsache, dass 17 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer arm sind“, sagte Lerch. Insbesondere in der Landeshauptstadt Saarbrücken bestehe großer Handlungsbedarf, da hier Mieterinnen und Mieter im bundesweiten Vergleich einen besonders hohen Anteil ihres Einkommens für die Miete aufbringen müssen.

Der Sozialverband VdK Saarland ist erleichtert darüber, dass das Bauministerium die hohen Auflagen des Programms für junge Familien entschärft, so dass zukünftig ein Leerstand von einem Jahr keine Voraussetzung mehr für die Förderung ist. Alle Maßnahmen der Landesregierung müssten zeitnah auf ihre praktische Wirksamkeit hin überprüft, transparent kommuniziert und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Nicht allein die Neubautätigkeit entscheidet angesichts der saarländischen Eigentumsquote von mehr als 60 Prozent über den Erfolg der Bemühungen, sondern auch der barrierearme Umbau bestehender Gebäude. Der VdK fordert seit Langem eine unabhängige Wohnberatung, die zwar in den Koalitionsvertrag aufgenommen, aber bis heute nicht umgesetzt wurde.

red

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